Die Bundesliga Begegnungen im Detail.
Saison 2018/2019

Spieltage

9. Spieltag - BVB - Berlin 2:2

 


Augsburg

Sancho trifft doppelt – Hertha per Elfer in der Nachspielzeit zum 2:2.

Borussia Dortmund bleibt national und international in dieser Saison ungeschlagen, verpasste aber mit einem 2:2 (1:1) gegen Hertha BSC den fünften Liga-Heimsieg in Serie.

Vor 81.000 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Signal Iduna Park (im Gästebereich waren einige hundert Plätze leer geblieben) traf Sancho in der 27. Minute zum 1:0, doch kurz vor der Pause konnte Kalou ausgleichen. Nach etwas Leerlauf kam der BVB nach einer Stunde zur erneuten Führung, abermals durch Sancho. In der Folge ließ Dortmund zwei dicke Chancen zum 3:1 aus und musste in der Nachspielzeit per Elfmeter durch Kalou das 2:2 hinnehmen.

Ausgangslage: Erster gegen Sechster. Borussia war als einziges Team noch ohne Niederlage, Hertha hatte erst einmal verloren (in Bremen) und mit 15 Zählern bereits sechs Punkte mehr auf dem Konto also vor einem Jahr. Im direkten Duell warSchwarzgelb in den zurückliegenden neun Pflichtspielen nur einmal (vorletzte Saison auswärts mit 1:2) als Verlierer vom Platz gegangen.

Personalien: Es fehlten Alcácer (muskuläre Probleme), Delaney (Fußprellung), Akanji (Hüfte) und Schmelzer (Knochenödem). Drei Tage nach dem Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid (4:0) gab es drei Wechsel in der Startformation: Dahoud, Sancho und Guerreiro begannen anstelle von Delaney (verlettz), Pulisic und Bruun Larsen (beide Bank).

Taktik: Die Gäste stellten dem Dortmunder 4-2-3-1 eine „Berliner Mauer“ in Form einer 5-2-2-1-Grundordnung gegenüber, doch trotz des Gedränges im Mittelfeld und der engen Bewachung fanden die Schwarzgelben stets spielerische Lösungen, sich dem Geflecht zu entziehen. Guerreiro wechselte dabei häufig von der linken Seite ins Zentrum, zog damit ein bis zwei Gegner auf sich und verschaffte zudem dem aufrückenden Hakimi Platz auf der linken Seite.

Spielverlauf & Analyse: Stark in der Balleroberung, ballsicher und stark im Umschaltspiel kamen die Schwarzgelben kontinuierlich zu guten Angriffen und dementsprechend zu Torchancen. In Minute drei gelangte die Kugel links im Strafraum zu Hakimi, der jedoch in Rücklage geriet und verzog (3.). Keine 60 Sekunden später lief sie über Guerreiro und Reus zu Sancho, der aus halbrechter Position zum Abschluss kam, doch Rekik klärte für seinen ausgespielten Torhüter Jarstein. Nach Hakimis 18-Meter-Schuss, der abgefälscht knapp am langen Pfosten vorbei zur Ecke ging (16.), jubelten die Borussen zwei Minuten später über das vermeintliche 1:0, das Sancho wunderschön mit der Hacke erzielt zu haben schien. Doch in der Entstehung stand Vorlagengeber Reus bei Dahouds Zuspiel knapp im Abseits – so die Entscheidung nach Studium der Bilder.

In der 27. Minute zählte ein weiterer Treffer des Engländers dann doch: Dahoud eroberte an der Mittellinie den Ball, Götze lief gemeinsam mit Reus aufs Berliner Tor zu, von rechts kam Sancho, und der drückte Götzes Zuspiel aus einigermaßen spitzem Winkel zum 1:0 über die Linie. Hertha ging nun zunehmend rustikaler zu Werke; bei Borussia riss etwas der Faden. Dudas Versuch aus 18 Metern war ein Warnschuss (40.), dem Kalou keine Minute später nach Mittelstädts Zuspiel in den Raum den Ausgleich folgen ließ. Vorausgegangen war einer der wenigen Fehlpässe der Borussen im Spielaufbau. Nach Sanchos zweiten Tor Chancen zum 3:1 Etwa zehn Minuten nach Wiederbeginn nahmen die Borussen den Faden wieder auf, spielten wieder geradliniger, wurden direkt wieder gefährlich. In Minute 55 traf Hakimi nach Witsels Zuspiel das Außennetz, und sechs weitere Zeigerumdrehungen später führte der BVB wieder: Hakimi zog im Zusammenspiel mit Götze ganz stark in die Mitte und passte perfekt auf Reus, der den Ball durchließ, und der von hinten kommende Sancho schob ein zum 2:1 (61.). Für den Engländer war es der vierte Treffer binnen acht Tagen.

Zwölf Minuten vor dem Ende hätte Guerreiro nach einem langen Ball aus der Abwehr (Dahoud) für die Vorentscheidung sorgen können, als er allein aufs Berliner Tor zulief. Torwart Jarstein stoppte den Ball mit dem Kopf, dann klärte Stark. Auch der eingewechselte Bruun Larsen verpasste nach Reus‘ Zuspiel das mögliche 3:1 (86.), und beinahe wäre kurz darauf das 2:2 gefallen: Doch Bürki wehrte überragend ab gegen Selke. Zunächst. Denn diese Parade bedeutete noch nicht den Sieg. Nach einem Zweikampf zwischen Zagadou und Selke gab es in der Nachspielzeit Elfmeter für Hertha, den Kalou sicher verwandelte.

Ausblick: In der Bundesliga tritt der BVB kommende Woche Samstag (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg an. Zuvor steht das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal auf dem Spielplan: Am Mittwoch (18.30 Uhr) gastiert Union Berlin im Signal Iduna Park. Für diese Begegnung gibt es noch ausreichend Karten, die Sie u.a. hier online erwerben können.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek (90.+2 Toprak), Zagadou, Diallo, Hakimi – Dahoud, Witsel – Sancho (72. Pulisic), Reus, Guerreiro (80 Bruun Larsen) – Götze

Hertha BSC: Jarstein – Lazaro, Stark, Lustenberger, Rekik, Mittelstädt – Skjelbred (46. Darida), Maier – Kalou, Duda (71. Dilrosun) – Ibisevic (57. Selke) Bank: Hitz, Philipp, Wolf, Weigl – Kraft, Köpke, Plattenhardt, Luckassen

Tore: 1:0 Sancho (27., Götze), 1:1 Kalou (41., Mittelstädt), 2:1 Sancho (61., Hakimi), 2:2 Kalou (90.+1, Foulelfmeter, Zagadou an Selke) Eckstöße: 8:1 (Halbzeit 5:1), Chancenverhältnis: 9:6 (5:2) Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel), Gelbe Karten: Hakimi, Zagadou – Ibisevic, Lazaro, Lustenberger Zuschauer: 81.000, Wetter: heiter, 9 Grad
Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

8. Spieltag - Stuttgart - BVB 0:4

 


Stuttgart

Effektiver BVB siegt deutlich in Stuttgart.

Borussia Dortmund hat am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 4:0 (3:0)-Auswärtssieg in Stuttgart die Tabellenführung gefestigt und zugleich den vierten Liga-Sieg in Serie gelandet.

Jadon Sancho schoss die Schwarzgelben schon nach zwei Minuten in Führung. Mit einem Doppelschlag bauten Marco Reus (23.) und Paco Alcácer (25.) den Vorsprung noch vor der Pause auf 3:0 aus. Der BVB hatte das Spiel bis dahin fest im Griff und bestach einmal mehr mit großer Effektivität, geriet nach dem Wechsel aber zunächst mehrfach in Bedrängnis. Fünf Minuten vor dem Ende traf Maximilian Philipp sogar zum 4:0 und machte einen historischen Saisonstart perfekt: 27 Tore nach acht Spieltagen hatte der BVB zuvor noch nie auf dem Konto.

Ausgangslage: Die Schwarzgelben reisten mit einer guten Serie nach Schwaben: Sie hatten sieben der zurückliegenden neun Partien gewonnen und nur eine der vorangegangenen 14 verloren. Nirgendwo siegten sie öfter als beim VfB (13 Mal). Allerdings war die Anzahl der Auswärts-Niederlagen mehr als doppelt so hoch (27).

Personalien: Lucien Favre musste auf Akanji, Schmelzer, Wolf sowie Guerreiro verzichten und veränderte die Startelf gegenüber dem 4:3 gegen Augsburg auf drei Positionen: Piszczek, Delaney und Alcácer (Startelf-Debüt in der Liga) begannen anstelle von Akanji, Weigl und Philipp.

Taktik: Fast komplett umgestellt war die Abwehr der Schwarzgelben, die wie gewohnt in einer 4-2-3-1-Grundordnung antraten: Hakimi wechselte von der rechten auf die linke Seite der Viererkette, Diallo rutschte wieder nach innen zu Zagadou, der als Einziger aus dem Quartett seine Position (als halblinker Innenverteidiger) behielt. Stuttgart agierte in einer 4-1-3-2-Grundordnung mit Gonzalez als zweite Spitze neben Gomez. Das dadurch entstehende Vakuum auf der linken Stuttgarter Seite musste Linksverteidiger Insua ausfüllen, der weit vorgezogen agierte. Nach der Halbzeitpause stellte der VfB um auf ein 5-3-2.

Spielverlauf & Analyse: Mit einer frühen 1:0-Führung und dem Selbstvertrauen aus – wettbewerbsübergreifend – zuvor vier siegreichen Spielen in Serie im Rücken spielte der BVB souverän auf. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als Bruun Larsen von der linken Seite nach innen spielte zu Reus, der weiterleiten wollte in den Fünfmeterraum. Baumgartl war zwar dazwischen, doch vom Stuttgarter prallte der Ball vor die Füße von Sancho, der aus etwa acht Metern halbrechter Position sofort abzog und ebenfalls Glück hatte, dass Insua den Ball mit dem Oberschenkel unhaltbar abfälschte für Zieler. Der BVB ließ den VfB in der Folge zwar spielen, und Gentners abgefälschter Schuss, den Bürki über die Latte lenkte, beschwor auch etwas Gefahr herauf (20.). Doch immer, wenn Schwarzgelb das Tempo anzog, liefen die Schwaben nur noch hinterher. Reus spielte einen feinen Pass auf die rechte Seite zu Piszczek, dessen Hereingabe Alcácer im Zentrum klug durchließ für den aufgerückten Reus, der zum 0:2 traf (23.). Keine zwei Minuten später fing Reus einen Fehlpass von Pavard kurz vor der Mittellinie ab, passte zu Alcácer und lief gemeinsam mit dem Spanier aufs Stuttgarter Tor zu. Zieler kam zwar raus, zögerte jedoch, und Alcácer nutzte dies statt zu einem Abspiel zu einem Heber über den Keeper hinweg – 0:3 (25.).

Mit einer Systemänderung (5-3-2) dämpften die Schwaben im zweiten Durchgang den Schwung der Westfalen ein. Und sie hätten das Spiel auch wieder spannend machen können, doch Gentner schoss nach einem Eckball freistehend aus kurzer Distanz übers Tor (48.), Tommy traf das Außennetz (50.), und Bürki klärte überragend gegen Ascacibar (52.). Favre passte die Sorglosigkeit seiner Mannschaft in dieser Phase gar nicht. Plötzlich hatte der VfB ein Chancenplus (5:4), und nach Torschüssen lagen die Schwaben bis zur 70. Minute mit 11:8 vorn. Die Dortmunder Konter versandeten meist. Gefährlichster Abschluss in Halbzeit zwei war erst in der 75. Minute ein Distanzschuss von Hakimi. Angesicht von sechs weiteren Spielen in den kommenden drei Wochen war es jedoch auch verständlich, dass die Borussen mit dem deutlichen Halbzeitstand einen Gang herausnahmen. Fünf Minuten vor dem Ende vollendete Philipp einen Konter mit einem satten Schuss ins linke Eck und beendete damit auch seien persönliche Durststrecke.

Ausblick: Heimspiel-Dreierpack für Borussia Dortmund: Am Mittwoch trifft der BVB im Signal Iduna Park auf Atlético Madrid (Anstoß 21 Uhr), es folgen die Duelle in Liga und Pokal gegen die Berliner Klubs Hertha BSC und Union am kommenden Samstag (15.30 Uhr) sowie am darauffolgenden Mittwoch (18.30 Uhr).

Teams & Tore

VfB Stuttgart: Zieler – Maffeo (78. Beck), Baumgartl, Pavard, Insua – Ascacibar – Thommy (69. Akolo), Castro (46. Badstuber), Gentner – Gomez, Gonzalez

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Zagadou, Diallo, Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho, Reus (80. Götze), Bruun Larsen (66. Pulisic) – Alcácer (46. Philipp) Bank: Grahl, Kopacz, Özcan, Sarpei – Hitz, Dahoud, Weigl, Toprak

Tore: 0:1 Sancho (3., Reus), 0:2 Reus (23., Piszczek), 0:3 Alcácer (25., Reus), 0:4 Philipp (85., Pulisic) Eckstöße: 10:2 (Halbzeit 3:2), Chancenverhältnis: 5:6 (1:4) Schiedsrichter: Gräfe (Berlin), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 58.594 (ausverkauft), Wetter: heiter, 16 Grad
Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

7. Spieltag - BVB - Augsburg 4:3

 


Augsburg

Das nächste Wahnsinnsspiel: Alcácer mit der letzten Aktion zum 4:3.

Borussia Dortmund geht als Tabellenführer in die Länderspielpause! Am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte der BVB in einem atemberaubenden Spiel mit einem 4:3 (0:1) gegen den FC Augsburg den vierten Heimsieg in Serie.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen einen taktisch herausragend gut agierenden FC Augsburg, der zur Pause nicht unverdient durch einen allerdings umstrittenen Treffer von Finnbogason aus der 22. Minute mit 1:0 in Führung lag. Nach gut einer Stunde glich der kurz zuvor eingewechselte Alcácer aus. In einem packenden Spiel schoss Max den FCA erneut in Front (71.), dann schienen Alcácer mit seinem zweiten Treffer (80.) und Götze mit dem Tor zum 3:2 (84.) das Blatt gewendet zu haben, doch Gregoritsch glich in der 87. Minute zum 3:3 für Augsburg aus. War’s das? Nein! In der sechsten Minute der Nachspielzeit verwandelte Alcácer einen Freistoß direkt zum 4:3-Endstand. Damit hat Lucien Favre mit seiner Mannschaft die ersten vier Heimspiele der Saison gewonnen und den Startrekord von Ottmar Hitzfeld eingestellt, dem dies als bisher einzigem BVB-Trainer gelungen war.

Ausgangslage: Tabellenführer Borussia Dortmund empfing den Achten aus Augsburg, der mit einem 1:1 in München vor zehn Tagen ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und mit einer ausgeglichenen Auswärtsbilanz (1-1-1) im Signal Iduna Park antrat.

Personaien: Der BVB musste ohne Wolf (Faserriss im Oberschenkel) und weiterhin auch ohne u.a. Pulisic, Toprak (beide Faserriss), Schmelzer (Knie) sowie Kagawa (Sprunggelenk) auskommen, zudem konnte Alcácer (Bank) nach vorangegangener Verletzung und 90-Minuten-Einsatz am Mittwoch nicht drei Tage später erneut in der Startelf auflaufen. Zurück im Kader war Götze. So änderte Favre die Anfangsformation gegenüber dem 3:0 gegen Monaco auf vier Positionen: Hakimi, Weigl, Bruun Larsen und Philipp begannen anstelle von Piszczek, Delaney, Wolf und Alcácer.

Taktik: Augsburg begegnete dem Dortmunder 4-2-3-1 in einer 5-1-3-1-Grundordnung mit Khedira zwischen den Innenverteidigern. Vorne blieb nur Finnbogason. Hinten verdichteten neun Feldspieler den Raum. Nach Balleroberung suchten die Gäste schnell den Weg nach vorn, sie hatten eine gute Raumaufteilung, sie pressten mutig mit oft vier Akteuren tief in der Dortmunder Hälfte, stellten damit auch die Passwege zu und zwangen die Aufbauspieler zu langen Bällen.

Spielverlauf & Analyse: Trotz der defensiven Grundordnung stellten sich die Augsburger nicht hinten rein, sondern spielten gefällig nach vorn, ohne die Absicherung zu vernachlässigen. Ein Versuch von Hahn aus spitzem Winkel (10.) war mehr als ein Warnschuss für einen BVB, der in der Anfangsviertelstunde nur einmal gefährlich vors Tor kam: Sancho setzte sich am rechten Flügel durch, legte zurück auf den heranrauschenden Reus, der freie Bahn hatte, aber den Schuss aus rund acht Metern halbrechter Position zu hoch ansetzte (15.). Stattdessen ging der FCA Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Nach einer Freistoßflanke von Max landete der Ball bei Finnbogason, der ihn aus wenigen Metern zum 0:1 über die Linie drückte (22.). Allerdings blieb in dieser Szene ein Foul von Hahn an Reus ungeahndet.

Die Chance zum Ausgleich bot sich kurz darauf: Zunächst zwang Hakimi FCA-Keeper Luther mit einem Distanzschuss zu einer Parade. Bei der anschließenden Ecke wurden sowohl Zagadous Kopfball als auch Witsels Nachschuss im letzten Moment geblockt (25.). Mit 8:3 Torschüssen und jeweils 58% Ballbesitz und gewonnener Zweikämpfe ging es in die Kabine – aber eben auch mit einem 0:1-Rückstand.

Durchgang zwei begann mit zwei Top-Chancen für den FC Augsburg innerhalb weniger Sekunden: Erst parierte Bürki phänomenal gegen Gregoritsch, dann scheiterte Gouweleeuw aus kurzer Distanz ebenfalls am BVB-Schlussmann. Der Szene vorangegangen war jedoch ein nicht geahndetes Foul an Reus im Mittelfeld (49.). Und wenig später stand der Kapitän erneut im Brennpunkt, als er im Strafraum von Gouweleeuw umgemäht wurde. Erst traf der Augsburger Ball und Gegner, dann aber auch noch Reus‘ anderes Bein. (53.). Dann die 62. Minute: Witsel eroberte kurz hinter der Mittellinie den Ball, spielte ihn perfekt nach Rechtsaußen in den Lauf von Sancho, der ohne eine Sekunde zu zögern punktgenau ins Zentrum passte, wo der Sekunden zuvor eingewechselte Alcácer zum 1:1 traf. Kurz darauf klärte Gregoritsch Zagadous Kopfball (69.), schoss Alcácer freistehend nach Sanchos Vorarbeit übers Tor (71.).

Es ging hin und her: Finnbogason mit einem Lattentreffer (63.), Akanji mit einer Rettungstat gegen Caiuby (70.) – und dann Max mit der neuerlichen Führung für den FCA, als er Hahns eigentlich verunglückten Schuss unhaltbar für Bürki im Tor unterbrachte (71.).

Aus einem guten wurde spätestens jetzt ein überragendes Fußballspiel. Guerreiro führte einen Freistoß schnell aus, direkt in den Lauf von Alcácer, der die Kugel einmal tropfen ließ und dann aus etwa zehn Metern halbrechter Position zum 2:2 ins Tor knallte (80.). Vier Minuten später bediente Hakimi den eingewechselten Götze, der aus spitzem Winkel zum 3:2 traf – das Stadion stand Kopf! Doch es dauerte nur drei weitere Minuten, bis Gregoritsch eine Ecke zum 3:3 einköpfte. Borussia versuchte nochmal alles: Alcácer schoss im Anschluss an eine Ecke knapp vorbei (89.), und auch bei Witsels Schuss fehlten nur Zentimeter zum Siegtreffer (90.).

Doch es gab sie noch, diese eine letzte Chance: Nach Foul an Hakimi wollte Guerreiro zunächst den Freistoß schießen, doch dann kam Alcácer, signalisierte „Ich habe eine bessere Idee“ – und schoss den Ball aus 23 Metern rechts über die Mauer zum 4:3 ins Netz. Es war die letzte Aktion im Spiel. Der Rest war Party pur.

Ausblick: Die Liga legt zum zweiten Mal in dieser Saison eine (Länderspiel-)Pause ein. Weiter geht es für den BVB am 20. Oktober mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Zagadou, Diallo – Witsel, Weigl (77. M. Götze) – Sancho, Reus, Bruun Larsen (69. Guerreiro) – Philipp (59. Alcácer)

FC Augsburg: Luthe – Gouweleeuw, Khedira, Hinteregger – Framberger, Baier (64. F. Götze), Max – Hahn (75. Moravek), Gregoritsch, Caiuby – Finnbogason (83. Córdova) Bank: Hitz, Delaney, Dahoud, Piszczek – Giefer, Schmid, Jensen, Danso

Tore: 0:1 Finnbogason (22., Freistoß Max), 1:1 Alcácer (62., Sancho), 1:2 Max (71., Hahn), 2:2 Alcácer (80., Guerreiro), 3:2 M. Götze (84., Hakimi), 3:3 Gregoritsch (87., Ecke Max), 4:3 Alcácer (90.+6, direkter Freistoß) Eckstöße: 9:6 (Halbzeit 3:4), Chancenverhältnis: 11:8 (3:3) Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart), Gelbe Karten: Reus – Baier, Hahn, Khedira, Gouweleeuw, Caiuby, Finnbogason Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 25 Grad
Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

6. Spieltag - Leverkusen - BVB 2:4

 


Leverkusen

4:2 nach 0:2 – BVB nach Wahnsinnsspiel Spitzenreiter.

Borussia Dortmund hat am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 4:2 (0:2)-Auswärtssieg in Leverkusen wieder die Tabellenführung übernommen. In einem atemberaubenden Spiel schnüffelte Bayer an einem 3:0-Vorsprung, doch dann kam der BVB zurück. Und wie!

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena nutzte Leverkusen in der ersten Halbzeit die sich bietenden Chancen durch Weiser (9.) und Tah (39.) konsequent, während der BVB nie aufgab, durch Treffer von Bruun Larsen (65.) und Reus (69.) ausglich. Doch es kam noch besser: Alcácer traf zum 3:2 (85.) und 4:2 (90.+4).

Ausgangslage: Leverkusen hatte nach einem Fehlstart mit zuletzt wettbewerbsübergreifend drei Siegen Selbstvertrauen getankt. Dortmund trat als letzter in dieser Saison noch ungeschlagener Klub an und blickte auf eine erfreuliche Serie in der BayArena zurück: In den elf Gastspielen zuvor hatte es nur eine Niederlage gegeben.

Personalien: Im fünften von sieben Spielen binnen 23 Tagen nahm Trainer Lucien Favre nur einen Wechsel vor. Gegenüber dem 7:0 am Mittwoch gegen Nürnberg rutschte Diallo für Schmelzer (Belastungssteuerung) in die Startelf. Nicht zur Verfügung standen Piszczek (leichte muskuläre Beschwerden), die verletzten Toprak, Toljan und Rode sowie der erkrankte Götze. Wolf und Guerreiro zählten wieder im Kader.

Taktik: Nach verbüßter Rotsperre rückte Diallo wieder in die Mannschaft – und erstmals auf die Linksverteidiger-Position im 4-2-3-1 der Borussen, die Probleme hatten mit dem in der ersten Halbzeit über weite Strecken intensiven Pressing der Heimmannschaft, die bei Ballbesitz ebenfalls im 4-2-3-1 spielte, gegen den Ball aber zunächst mit drei, vier Spielern Druck ausübte auf die Schwarzgelben und sich erst in ein 4-4-2 zurückzog, wenn die erste Presslinglinie überspielt war.

Spielverlauf & Analyse: Das intensive Verschieben der Werkself auf den ballführenden Borussen eröffnete wiederum Möglichkeiten, mit Diagonalbällen das Spiel zu verlagern und zu Überzahlsituationen zu kommen. So in der elften Minute, als aus einer solchen Situation heraus Pulisic von rechts in den Strafraum eindringen und aus etwa 13 Metern halbrechter Position abziehen konnte. Torwart Hradecky bekam so eben noch die Arme hoch und parierte. Es war die große Chance zum Ausgleich, nachdem Leverkusen früh in Führung gegangen war. Nach Lars Benders Balleroberung ging es über links, über Havertz und Alario, dessen Flanke Weiser aus gut 20 Metern halbrechter Position ins linke Eck nagelte (9.).

In einer Phase, in der Dortmund dem Ausgleich näher war als Leverkusen dem 2:0 – Hradecky wehrte mit viel Mühe einen Reus-Freistoß aus 25 Metern ab (36.) –, bekamen die Borussen nach einer eigentlich abgewehrten Ecke im Strafraum den Ball nicht weg. Stattdessen landete die Kugel beim freistehenden Tah, der aus sieben Metern zum 2:0 einschob (39.). Erstmals in dieser Saison lagen die Schwarzgelben mit zwei Toren im Hintertreffen, auch wenn es die Spieldaten (6:5 Torschüsse für Leverkusen, aber 51% gewonnene Zweikämpfe Dortmund und 56% Ballbesitz) in dieser Deutlichkeit nicht unbedingt hergaben.

Mit 0:2-Rückstand in die zweiten 45 Minuten Der BVB kam mit Dahoud für Delaney aus der Kabine, und es war überraschend, dass Leverkusen einen offenen Schlagabtausch zuließ, phasenweise mit Vier-gegen-Vier-Angriffen auf beiden Seiten. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Reus nach Bruun-Larsen-Zuspiel den Anschlusstreffer auf dem Fuß, schlenzte den Ball aus zwölf Metern indes knapp über den Querbalken. Auf der anderen Seite wehrte Bürki einen satten Schuss von Brandt zur Ecke ab (50.), rettete der Pfosten bei Vollands Schuss (55.), und war wieder Bürki gefragt, als Havertz aus halbrechter Position zum Abschluss kam (57.).

Borussia wehrte sich nach Kräften gegen die drohende Niederlage. Bruun Larsen scheiterte aus 15 Meter zunächst an Hradecky (62.) und stocherte den Ball kurz darauf zum 1:2 über die Linie. Hakimi hatte von rechts aus dem Halbfeld geflankt, Reus am langen Fünfereck den Ball perfekt mit links volley genommen, und Hradecky hatte nur abklatschen können. Der eingewechselte Alcacer und Bruun Larsen waren zur Stelle, der Däne ein wenig schneller und schob aus zwei Metern ein. (65.)

Vier Minuten später: Ein Abwurf von Bürki führte zum 2:2. Reus trieb den Ball durch die Mitte, spielte nach rechts zum ebenfalls eingewechselten Sancho, der den Kopf oben hatte, den einlaufenden Reus sah und perfekt auflegte: Aus vollem Anlauf drosch Reus die Kugel zum Ausgleich hoch ins Netz (69.). Leverkusen wankte in dieser Phase. Nach Reus‘ Hereingabe zog Alcácer ab, doch ein Bayer-Spieler rettete noch zur Ecke. Doch in der 85. Minute war die Partie dann tatsächlich gedreht: Alcácer passte rechts raus zu Hakimi, der scharf nach innen flankte. Alcácer kam mit dem ausgestreckten Bein heran und katapultierte den Ball via linkem Innenpfosten zum 3:2 ins Netz! Wahnsinn!

In der Nachspielzeit warf Bayer alles nach vorne. Tah köpfte aus fünf Metern am Tor vorbei (90.+1). Und als die letzte Ecke abgewehrt war, konnte Alcácer ins leere Tor schießen...

Ausblick: Heimspiel-Doppelpack: Am Mittwoch (Anstoß 21 Uhr) empfängt Borussia Dortmund in der UEFA Champions League AS Monaco im Signal Iduna Park, drei Tage später gastiert der FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) an der Strobelallee.

Teams & Tore

Bayer Leverkusen: Hradecky – Weiser (70. Jedvai), Tah, S. Bender, Wendell – Kohr, L. Bender – Volland, Havertz, Brandt (79. Paulinho) – Alario (70. Bailey)

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Zagadou, Diallo – Delaney (46. Dahoud), Witsel – Pulisic (68. Sancho), Reus, Bruun Larsen – Philipp (63. Alcácer) Bank: Özcan, Dragovic, Schreck, Kiese Thelin – Hitz, Guerreiro, Wolf, Weigl

Tore: 1:0 Weiser (9., Alario), 2:0 Tah (39., Havertz), 2:1 Bruun Larsen (65., Reus), 2:2 Reus (69., Sancho), 2:3 Alcácer (85., Hakimi), 2:4 Alcácer (90.+4, Sancho) Eckstöße: 6:8 (Halbzeit 3:2), Chancenverhältnis: 7:8 (3:2) Schiedsrichter: Dr. Brych (München), Gelbe Karten: Wendell – Delaney Zuschauer: 30.210 (ausverkauft), Wetter: trocken, 10 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

5. Spieltag - BVB - Nürnberg 7:0

 


Nürnberg

Entfesselter BVB stürmt auf Platz zwei.

Drittes Heimspiel, dritter Heimsieg! Mit einem 7:0 (2:0)-Erfolg über den 1. FC Nürnberg kletterte Borussia Dortmund am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga wieder auf den zweiten Tabellenplatz. Marco Reus schoss sein 99. und 100. Tor für den BVB, Jacob Bruun Larsen, Achraf Hakimi und Manuel Akanji ihr erstes.

75.700 Zuschauer im Signal Iduna Park sahen einen in allen Belangen überlegenen BVB, der dem 1. FC Nürnberg nicht den Hauch einer Chance ließ und die imponierende Heimserie gegen den „Club“ ausbaute. Bruun Larsen (9.), Reus (32.), Hakimi (49.), erneut Reus (58.), Akanji (74.) sowie Jadon Sancho in der 85. und Julian Weigl in der 88. Minute erzielten die Treffer.

Ausgangslage: Dritter gegen Achter: Borussia war mit zwei Heimsiegen und zwei Auswärts-Unentschieden gestartet, der „Club“ ließ der unglücklichen Auftaktniederlage in Berlin einen Heimsieg und zwei Unentschieden folgen. Die Bilanz gegen Nürnberg war verheißungsvoll: Die letzten fünf Heimspiele waren allesamt gewonnen worden; das letzte Tor der Franken in Dortmund datierte aus dem Jahr 2006, der letzte Auswärtssieg aus dem Jahr 1990.

Personalien: Lucien Favre musste weiterhin ohne Guerreiro und Toprak auskommen, zudem fehlte der gesperrte Diallo, dafür war Alcácer (Bank) zurück im Kader. Gegenüber dem 1:1 in Hoffenheim am vergangenen Samstag gab es fünf Änderungen. Hakimi (BVB-Debüt), Zagadou (Saisondebüt), Delaney, Bruun Larsen und Philipp kamen für Piszczek, Dahoud, Kagawa (alle Bank), Diallo (Rote Karte) und Wolf (Belastungssteuerung, nicht im Kader).

Taktik: Mit verändertem Personal, jedoch im mittlerweile gewohnten 4-2-3-1-System gingen die Borussen die Partie an. Die vier Offensiven rochierten viel und machten auf den Außenpositionen Platz für die aufrückenden Außenverteidiger. Defensiv formierte sich der BVB in einem 4-4-2, während Nürnberg engmaschig in einem 5-3-2-Verband verteidigte und darauf achtete, dass der Abstand zwischen den Ketten kurz und damit der Raum für die Borussen eng blieb.

Spielverlauf & Analyse: Dominant von der ersten Minute an war der Auftritt der Schwarzgelben, die früh in Führung gingen. Mit einem explosiven Antritt verschaffte sich Pulisic in halbrechter Position den Platz, den er für ein perfekt getimtes Zuspiel auf den einlaufenden Bruun Larsen benötigte. Der Däne vollendete technisch stark mit einem Heber aus halbrechter Position hoch ins lange Eck (9.). Das Tor war klasse herausgespielt vom 20- und 19-Jährigen, die in der Jugend zweimal gemeinsam Meister geworden waren. Zwei Minuten später hätte Reus auf 2:0 stellen können: Nachdem ihm der Ball im Strafraum vor die Füße gesprungen war, scheiterte er mit seinem Schuss aus zwölf Metern am hervorragend reagierenden Bredlow im Tor des FCN. Und wiederum nur Sekunden später wurde ein Distanzschuss des Kapitäns zur Ecke geblockt.

Die neuformierte BVB-Deckung ließ in der ersten Halbzeit bis auf zwei kleinere Möglichkeiten für Kubo (14.) und Misidjan (18., Außennetz) nichts zu – und sorgte selbst für Akzente: Zagadou spielte einen langen Ball, Pulisic, Philipp und Reus waren im Kurzpassspiel nicht zu fassen, Reus hielt aus 16 Metern drauf. Der Ball wurde von Margreitter auch noch unhaltbar abgefälscht zum 2:0 in der 32. Minute. Besser machte es der Nürnberger Abwehrspieler kurz vor der Pause, als er Philipps Schuss am Einschlag hinderte. Bei 9:2 Torschüssen, 70% Ballbesitz und 54% Zweikampfgewinn war die 2:0-Halbzeitführung hochverdient – und ungefährdet. Borussia bestimmte das Geschehen und verschaffte sich mit Rhythmus- und Tempowechseln immer wieder Vorteile. Dem 3:0 ging allerdings eine abgewehrte Nürnberger Ecke und ein Konter über Reus voraus. Der Kapitän hatte das Auge für den mitgelaufenen, 19 Jahre jungen Hakimi, der die Ruhe und Übersicht hatte, den Ball im Strafraum anzunehmen, die Lücke zu erspähen und ihn platziert im linken Eck zu versenken (49.).

Eine Augenweide war der Treffer zum 4:0. Delaney schlug an der Mittellinie einen Steilpass auf Reus, der im Strafraum Doppelpass spielte mit Bruun Larsen und dann cool ins lange Eck vollendete (58.). Es war der 100. Pflichtspieltreffer des Kapitäns im BVB-Trikot. Kurz darauf war Schluss für Witsel und ihn. Kagawa und Weigl kamen, Akanji übernahm die Binde und traf zum 5:0! Nachdem Bredlow stark gegen Pulisic pariert hatte und die Nürnberger den Ball aus dem Sechzehner schlagen wollten, erkämpfte sich der Schweizer den Ball und jagte ihn ins Netz (74.). Doch damit war nicht Schluss: Delaney schlug noch zwei Klasse-Bälle, die zu den Toren sechs und sieben führten. Zunächst hatte Sancho freie Bahn und versenkte den Ball aus 20 Metern. Dann trat der Engländer als Vorlagengeber in Erscheinung, spielte vom linken Flügel zurück auf Weigl, dessen leicht abgefälschter 17-Meter-Schuss zum 7:0 im Netz landete (88.).

Ausblick: Am Samstag (18.30 Uhr) tritt der BVB zum Bundesligaspiel bei Bayer 04 Leverkusen an. Kommende Woche Mittwoch (21.00 Uhr) kommt es in der UEFA Champions League im Signal Iduna Park zum Duell mit AS Monaco.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Zagadou, Schmelzer – Witsel (62. Weigl), Delaney – Pulisic, Reus (62. Kagawa), Bruun Larsen (74. Sancho) – Philipp

1. FC Nürnberg: Bredlow – Bauer (62. Löwen), Margreitter, Mühl, Leibold – Erras – Valentini, Fuchs (70. Ishak), Behrens, Kubo (86. Pereira) –Misidjan Bank: Hitz, Alcácer, Dahoud, Piszczek – Mathenia, Knöll, Jäger, Palacios

Tore: 1:0 Bruun Larsen (9., Pulisic), 2:0 Reus (32., Philipp), 3:0 Hakimi (49., Reus), 4:0 Reus (58., Bruun Larsen), 5:0 Akanji (74., Pulisic), 6:0 Sancho (88., Delaney), 7:0 Weigl (88., Sancho) Eckstöße: 4:5 (Halbzeit 4:3), Chancenverhältnis: 12:2 (5:1) Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg), Gelbe Karten: – Kubo, Mühl Zuschauer: 75.700, Wetter: trocken, 12 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

4. Spieltag - Hoppelheim - BVB 1:1

 


Hoppelheim

Pulisic gleicht in Unterzahl aus

Borussia Dortmund hat im direkten Duell zweier Champions-League-Teilnehmer einen wichtigen Auswärtspunkt eingefahren: Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga holte der BVB in Unterzahl durch einen Treffer von Christian Pulisic bei der TSG Hoffenheim ein 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Arena ging die TSG kurz vor der Pause durch Joelinton durchaus verdient in Führung. Doch der BVB kämpfte sich in die Partie, steckte eine umstrittene Rote Karte gegen Diallo (76.) weg und glich sechs Minuten vor dem Ende durch Pulisic nach starker Reus-Vorarbeit aus.

Ausgangslage: Im Duell zwischen dem Vorjahres-Dritten und dem -Vierten sprach die Form in der noch jungen Saison weniger für die TSG (1 Sieg, 2 Niederlagen) als für den BVB (2 Siege, 1 Remis). Umgekehrtes sagten die Heim- und Auswärtsbilanzen aus: Während Hoffenheim die vorangegangenen sechs Heimspiele allesamt gewonnen hatte, wartete Dortmund im gleichen Zeitraum auf einen Bundesliga-Auswärtssieg. Beide waren unter der Woche in der UEFA Champions League beschäftigt: Hoffenheim holte auswärts ein 2:2 gegen Donetsk, Borussia siegte glücklich mit 1:0 in Brügge.

Personalien: Lucien Favre wechselte die Mannschaft gegenüber dem Spiel in Brügge auf drei Positionen: Dahoud, Kagawa und Pulisic begannen anstelle von Weigl, Götze und Sancho.

Taktik: Borussia Dortmund trat erneut in einer 4-2-3-1-Grundordnung an, allerdings mit Wolf zentral in der Spitze, Kagawa dahinter und Reus sowie Pulisic auf den Flügeln. Beide tauschten im Verlauf der Partie mehrfach die Seiten. Gegen den Ball ordneten sich die Schwarzgelben im 4-4-2 an, häufig mit Kagawa und Reus in der ersten Pressinglinie. Hoffenheim überließ den Borussen 20 Minuten lang den Ball und damit auch das Mittelfeld, staffelte sich zunächst tief in einem 5-3-2 und setzte auf Fehler beim Gegner, auf blitzschnelle Umschaltaktionen.

Spielverlauf & Analyse: Nach knapp 20 Minuten verzeichneten die Dortmunder 74 Prozent der Spielanteile, kamen trotz ordentlicher Anlage jedoch nicht ernsthaft zum Abschluss. Allerdings hätte es in der sechsten Minute, als Schulz Pulisic auf der Strafraumlinie auf den Fuß trat und der Borusse zu Fall kam, Elfmeter geben müssen. Probleme hatten die Dortmunder auf der rechten Abwehrseite, wo Hoffenheim in Schulz, Zuber und Kramaric jedoch auch drei starke Leute positioniert hatte. Direkt in der ersten Minute führte ein Fehlpass im Aufbau jenseits der Mittellinie zur ersten gefährlichen Situation, die Piszczek erst im letzten Moment bereinigen konnte. Nach gut einer Viertelstunde bewahrte Bürki seine Elf mit einer Klasse-Parade gegen Bittencourt vor dem Rückstand – die Hereingabe kam von Schulz nach einem Konter (18.).

Kurz vor der Pause gingen die Gastgeber in Führung: Nachdem ein TSG-Konter nicht konsequent verteidigt worden war, brachte Brenet den Ball nach innen, im Ping-Pong über Zuber und Diallo gelangte er zu Joelinton, der ihn sich dann im Strafraum noch auf den linken Fuß legen konnte und aus 15 Metern zum 1:0 einschoss (44.).

Hoffenheim, das schon gegen Ende des ersten Durchgangs immer besser ins Spiel gekommen war, sorgte nach der Pause für viel Druck – und erzielte zwei frühe Tore. Doch Bicakcic‘ Kopfballtreffer (50.) nach kurz gespielter Ecke zählte nach Videobeweis nicht, weil Kramaric vor der Hereingabe im Abseits stand. Und nachdem Bürki Joelintons Schuss an den Pfosten gelenkt hatte, befand sich Kramaric bei seinem Nachschuss klar im Abseits (56.). Die Fahne des Linienrichters war sofort oben. Notbremse? Rote Karte gegen Diallo Auf der anderen Seite setzte Kagawa eine Pulisic-Hereingabe nur haarscharf am linken Pfosten vorbei. Und weil auch noch ein Hoffenheimer Fuß involviert war, gab es Eckball, in dessen Folge Piszczeks Schuss im letzten Moment geblockt wurde (56.).

1:1 oder 0:2 – beides war möglich in dieser Phase. Die Partie war hartumkämpft. Favre brachte für Dahoud und Wolf in Delaney und Sancho zwei frische Kräfte (60.); zehn Minuten später kam noch Philipp für Kagawa. Doch kurz darauf waren die Borussen nur noch zehnt: Kramaric und Diallo beharkten sich im Laufduell mit den Armen, Diallo köpfte zurück zu Bürki und riss etwas später den Hoffenheimer um. Die Entscheidung: Notbremse, Rote Karte.

Die Mannschaft zeigte eine starke Reaktion, drängte Hoffenheim mit einem Mann weniger in dessen Hälfte. Schmelzer leitete das 1:1 mit einem starken Pass auf Reus ein, der sich links im Sechzehner durchsetzte und den Ball punktgenau in die Mitte auf Pulisic spielte, dem in der 84. Minute der Ausgleich gelang. Beide Teams spielten in den Schlussminuten auf Sieg. Hoffenheim hatte in Person von Belfodil am langen Pfosten das mögliche 2:1 auf dem Fuß, doch er verzog (90.+2).

Ausblick: „Englische Woche“ auch in der Bundesliga: Am Mittwoch (20.30 Uhr) gastiert der 1. FC Nürnberg im Signal Iduna Park, anschließend wartet in Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr) eine weitere hohe Auswärtshürde auf die Schwarzgelben.

Teams & Tore

TSG Hoffenheim: Baumann – Bicakcic, Vogt, Posch – Brenet, Grillitsch, Schulz – Bittencourt, Zuber (70. Nordtveit) – Joelinton (86. Belfodil), Kramaric (79. Szalai)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud (60. Delaney), Witsel – Pulisic, Kagawa (70. Philipp), Reus – Wolf (60. Sancho) Bank: Kobel, Nelson, Belfodil, Akpoguma, Grifo – Hitz, Zagadou, Hakimi, Bruun Larsen

Tore: 1:0 Joelinton (44.), 1:1 Pulisic (84., Reus) Eckstöße: 3:4 (Halbzeit 2:3), Chancenverhältnis: 8:3 (4:0) Schiedsrichter: Osmers (Hannover), Rote Karte: Diallo (76., Notbremse), Gelbe Karten: Posch, Nordtveit – Dahoud Zuschauer: 30.150 (ausverkauft), Wetter: heiter, 20 Grad Zuschauer: 81.000, Wetter: trocken, 15 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

3. Spieltag - BVB - Frankfurt 3:1

 


Frankfurt

BVB mit Geduld und Effizienz zum Heimsieg

Borussia Dortmund ist mit einem Heimsieg in die „englischen Wochen“ gestartet: Am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte der BVB mit einem hart erarbeiteten 3:1 (1:0) über Eintracht Frankfurt den zweiten Sieg. Abdou Diallo, Marius Wolf und Paco Alcacer erzielten die Tore.

81.000 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Signal Iduna Park – im Gästebereich waren einige Plätze leer geblieben – sahen ein lange Zeit zähes Spiel, in dem die Schwarzgelben gegen dicht gestaffelte Gäste ihre Marschroute nicht aufgaben, statt ins (unnötige) Risiko zu gehen, mit Bedacht versuchten, das Bollwerk zu knacken. So gab es in Halbzeit eins nur eine klare Torchance: Diallo drückte den Ball nach einer Ecke im Nachschuss zum 1:0 über die Linie (36.). Völlig überraschend kam Frankfurt in der 68. Minute durch Haller zum Ausgleich, doch nur vier Minuten später schoss Wolf die Schwarzgelben wieder in Front. In der 88. Minute machte Alcacer mit dem 3:1 den „Deckel drauf“.

Ausgangslage: Borussia Dortmund hatte die vorangegangenen sieben Heimspiele gegen Eintracht Frankfurt allesamt gewonnen. Während der BVB in dieser Saison in Pflichtspielen noch ungeschlagen war (zwei Siege, ein Remis), hatte die SGE in drei ihrer vier Partien den Platz als Verlierer verlassen. In der Bundesliga gab es einen Sieg (in Freiburg) und eine Niederlage (in Unterzahl gegen Bremen).

Personalien: Beim BVB fehlten die verletzten Pulisic, Toprak und Guerreiro. Gegenüber dem 0:0 vor der Länderspielpause in Hannover gab es eine Änderung: Bruun Larsen kam für Witsel, der die anstrengendste Reise hinter sich hatte und daher zunächst auf der Bank Platz nahm, ebenso wie Neuzugang Alcácer. Bei der Eintracht fehlten Rebic, Chandler, Salcedo, Tawatha, Willems und Paciencia.

Taktik: Beide Mannschaften agierten in einer 4-2-3-1-Grundordnung mit hoch stehenden Außenverteidigern und im Aufbau mit einem der beiden Sechser zwischen den Innenverteidigern. Ebenso staffelten sich beide gegen den Ball im 4-4-2. Die Gäste stellten die Dortmunder Passwege gut zu. Sobald die Borussen Haller und Gacinovic in der ersten Pressinglinie überspielt hatten, postierten sich die Frankfurter mit zwei engen Viererreihen und machten es dem BVB so schwer, nach vorne spielen zu können.

Spielverlauf & Analyse: Borussia verzeichnete deutlich mehr Spielanteile – nach 30 Minuten waren es 61 Prozent –, verzichtete aber zugunsten von Spielkontrolle auf zu hohes Risiko gegen einen Gegner, der auf Fehler und schnelle Gegenstöße zu lauern schien. So gab es zwar in der ersten Halbzeit ein deutliches optisches Übergewicht, aber wenn sich die Schwarzgelben mal bis zum gegnerischen Strafraum kombiniert hatten, fehlte die Präzision im Passspiel. Und so war es eine Standardsituation, die den Führungstreffer herbeiführte: Piszczek ließ Bruun Larsens Ecke durch für Diallo, der zunächst per Kopf aus kurzer Distanz an Trapp scheiterte, den Abpraller aber zum 1:0 über die Linie drücken konnte (36.).

Kaum verändertes Bild auch nach dem Seitenwechsel: Borussia suchte vergeblich eine Lücke in der Frankfurter Deckung, und die Hessen gaben ihre Spielanlage nicht auf, hofften stattdessen auf ein „Zufallstor“ – das dann auch fiel. Diallo schoss im Aufbau versehentlich Schmelzer an, so dass der Ball zu da Costa auf der rechten Seite sprang. Der hatte Platz, flankte nach innen, und Haller bugsierte die Kugel zum 1:1 über die Linie (68.).

Doch nur vier Minuten später explodierte der Signal Iduna Park nach einem überragenden Angriff: Der eingewechselte Alcacer spielte einen perfekten Steilpass auf den ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Sancho, der rechts im Strafraum zwei Frankfurter mit einem Haken ins Leere rutschen ließ, quer legte auf Wolf, der den Ball kompromisslos zum 2:1 in die Maschen hämmerte (72.). Fast im Gegenzug jubelten die Gäste über das vermeintliche 2:2, doch der Treffer zählte wegen einer klaren Abseitsstellung von zwei Frankfurtern nicht. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute: Nach einer kurz gespielten Ecke war Sancho zwar vom Ball getrennt worden, doch Alcacer schnappte sich die Kugel und schlenzte sie vom rechten Strafraumeck in die linke Torecke.

Ausblick: Frankfurt war das erste von sieben Spielen innerhalb von 23 Tagen. Nun geht es Schlag auf Schlag weiter: Am Dienstag (21 Uhr) tritt der BVB zum Champions-League-Auftakt beim FC Brügge an, am kommenden Samstag gastiert er bei der TSG Hoffenheim (15.30 Uhr).

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud, Delaney (69. Witsel) – Wolf, Reus, Bruun Larsen (58. Sancho) – Philipp (67. Alcacer) Eintracht Frankfurt: Trapp – da Costa, Abraham, Ndicka, Falette – Torro (84. Müller), Fernandes (63. de Guzman) – Fabián (63. Jovic), Gacinovic, Kostic – Haller Bank: Hitz, Zagadou, Hakimi, Götze – Wiedwald, Hasebe, Russ, Beyreuther Tore: 1:0 Diallo (36., Ecke Bruun Larsen), 1:1 Haller (68., da Costa), 2:1 Wolf (72., Sancho), 3:1 Alcacer (88., Sancho) Eckstöße: 7:1 (Halbzeit 4:0), Chancenverhältnis: 4:1 (1:0) Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz), Gelbe Karte: – Kostic Zuschauer: 81.000, Wetter: trocken, 15 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

2. Spieltag Hannover - BVB =.= - Pfosten, Latte, aber keine Tore in Hannover

 


H96

Borussia Dortmund hat am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga den zweiten Saisonsieg verpasst: Bei Hannover 96 gab es am Freitagabend ein 0:0-Unentschieden. Es gab zwar nicht viele Torchancen, aber die wenigen hatten es in sich: Latte und Pfosten verhinderten einen BVB-Treffer.

49.000 Zuschauer in der ausverkauften HDI-Arena sahen ein intensives, von vielen Zweikämpfen geprägtes Spiel, in dem es lange dauerte, bis die ersten Top-Chancen zu verzeichnen war: Reus (42.) und Philipp (60.) trafen Latte und Pfosten. Da Hannover gegen Ende auch zu zwei guten Tormöglichkeiten kam, geht das Remis unterm Strich in Ordnung.

Ausgangslage: 96 war mit einem 1:1 in Bremen, 09 mit einem 4:1 gegen Leipzig in die 56. Bundesliga-Spielzeit gestartet. Nur gegen Bayern München hatte Hannover historisch betrachtet mehr Heimniederlagen (14) hinnehmen müssen als gegen Borussia Dortmund.

Personalien: Gezwungenermaßen musste Lucien Favre eine Änderung in der Startelf vornehmen: Für Pulisic, der wegen muskulärer Probleme zuhause geblieben war, begann Wolf, der schon beim Pokalspiel in Fürth in der Startelf gestanden hatte. Neuzugang Alcácer war ebenfalls nicht mitgefahren nach Hannover.

Taktik: Die Gastgeber spielten in einem 3-5-2-System, in dem Bebou meist hinter den beiden Spitzen agierte. Bei Dortmunder Ballbesitz erweiterten Maina (rechts) und Albornoz (links) die Dreierkette in der Abwehr phasenweise zu einem Fünferverband. Das BVB-Spiel war wie schon gegen Leipzig in einer 4-3-3-Grundordnung angelegt mit Philipp in der Angriffsmitte.

Spielverlauf & Analyse: Im Gegensatz zum Vorjahr (4:2) nahm Hannover sehr aktiv am Spiel teil, ließ den Ball flüssig laufen, kam allerdings in Durchgang eins zu keinem ernsthaften Abschluss: Borussias Deckungsverband wirkte sehr sicher, war auch bei schnellen Gegenangriffen gut sortiert. Im Spiel nach vorn fehlte den Schwarzgelben jedoch zunächst die Wucht, mitunter auch die Genauigkeit im Aufbau gegen laufstarke, früh störende 96er. Das Geschehen fand meist im Mittelfeld statt, wo sich beide Mannschaften sehr viele Zweikämpfe lieferten. In Minute 25 zappelte der Ball zwar im Netz, doch Wolf stand bei seiner Vorlage auf Philipp im Abseits. 2:2 Torschüsse nach 40 Minuten untermauerten, wer das Geschehen bestimmte: die Defensivreihen. Zwei dicke Chancen für Reus kurz vor der Pause Doch dann stand Borussia zweimal dicht vor dem 1:0. Zunächst nahm Reus eine zu kurz geratene Kopfballabwehr auf, zog halbrechts Richtung Tor. Keeper Esser wehrte den Schuss mit dem Fuß zur Ecke ab (40.). Zwei Minuten später traf Reus nach Dahoud-Vorlage aus ähnlicher Situation die Querlatte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte ließ sich der BVB überraschend nach hinten drängen, gestattete 96 zwei, drei Abschlüsse. Auf der anderen Seite traf Philipp im Anschluss an einen Freistoß mit einem Kopfball den Pfosten (60.). Bei einem von Dahoud eingeleiteten Angriff verfehlte Reus in der Strafraumitte die Hereingabe von Wolf nur knapp vor dem dann leeren Tor (68.).

Spätestens ab der 60. Minute hatte der BVB das Spiel wieder fest im Griff, war aber nur in den beschriebenen Szenen zwingend. Auf der anderen Seite blockte Delaney Antons Volleyschuss nach einer Ecke zu einer weiteren Ecke ab (78.), retteten Bürki und Diallo mit vereinten Kräften gegen Wood (88.).

Ausblick: Die Bundesliga macht zugunsten der Nationalteams eine kurze Pause. Weiter geht es für den BVB am Freitag, 14. September, mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Teams & Tore

Teams & Tore
Hannover 96: Esser – Sorg, Anton, Wimmer – Maina, Fossum, Walace, Albornoz (86. Ostrzolek) – Bebou (89. Bakalorz) – Asano (46. Wood), Füllkrug

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Witsel – Dahoud (86. Guerreiro), Delaney – Wolf, Philipp (79. Sancho), Reus Bank: Tschauner, Elez, Haraguchi, Weydandt – Hitz, Hakimi, Götze, Weigl, Toprak

Tore: keine Eckstöße: 4:1 (Halbzeit 1:1), Chancenverhältnis: 2:3 (0:2) Schiedsrichter: Zwayer (Berlin), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 49.000 (ausverkauft), Wetter: heiter, 16 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

Saisonstart 26. August 2018 - BVB feiert tollen Start in die Saison BVB - Leipzig 4:1

 


Bullen

Borussia Dortmund hat die Auftaktbegegnung in die 56. Spielzeit der Fußball-Bundesliga mit 4:1 (3:1) gegen Rasenballsport Leipzig gewonnen. Die Basis für den klaren Sieg legte allerdings Torwart Roman Bürki mit vier herausragenden Paraden. Die Tore erzielten Dahoud, Witsel und „anderthalbmal“ Reus.

Knapp 1.400 Plätze im Gästeblock waren leer geblieben, so dass nur 80.000 Zuschauer zur Saisonpremiere im Signal Iduna Park waren. Sie sahen schon nach 31 Sekunden das 0:1 für Leipzig durch Augustin und nach Dahouds Ausgleich (21.) einen BVB-Doppelschlag kurz vor der Pause: Reus‘ abgefälschter Freistoß führte zum 2:1 (40.), keine drei Minuten später erhöhte Witsel auf 3:1. Überragender Borusse war jedoch Torwart Bürki mit vier Glanzparaden in einer Partie, die in Halbzeit zwei von Leipzig dominiert wurde. In der Nachspielzeit erhöhte Reus auf 4:1 und schoss seine Mannschaft damit an die Tabellenspitze.

Ausgangslage: Für den BVB war es das zweite, für Rasenballsport bereits das siebte Pflichtspiel der Saison. Beide Mannschaften hatten sich im DFB-Pokal nach 0:1-Rückstand durchgesetzt: Leipzig gewann bei Regionalligist Viktoria Köln mit 3:1, Dortmund bei Zweitligist Fürth mit 2:1 nach Verlängerung.

Personalien: Gegenüber dem Pokalspiel in Fürth nahm Favre zwei Änderungen vor: Witsel und Philipp ersetzten Götze und Wolf, dessen Mitwirken wegen einer Trainingsverletzung zunächst fraglich war, er aber auf der Bank Platz nehmen konnte. Bei den Sachsen gab es im Vergleich zum Spiel am Donnerstag bei Zarya Lugansk acht Änderungen.

Taktik: Einher ging bei den Borussen ein Wechsel in der Grundordnung: Wie schon in der Vorbereitung häufig erprobt, schickte Favre sein Team im 4-3-3-System ins Spiel. Witsel agierte als alleiniger Sechser, Dahoud und Delaney, der sich je nach Spielsituation auch tiefer fallen ließ, bekleideten die offensiveren Halbpositionen. Im Angriff kam Reus meist über die linke, Pulisic über die rechte Seite. Philipp hatte sein Betätigungsfeld in der Sturmmitte. Leipzig agierte im 4-4-2 mit sehr offensiven Außen und zunächst frühem, hohem Stören bei Dortmunder Ballbesitz.

Spielverlauf & Analyse: Kalte Dusche nach 31 Sekunden: Im zentralen Mittelfeld, 25 Meter vor dem eigenen Tor, konnte der Ball nicht geklärt werden: Poulsen steckte zu Augustin durch, der Franzose setzte sich gegen Diallo durch und schob zum 0:1 ein. Der BVB hatte in der Anfangsviertelstunde Probleme im Spielaufbau: Die Leipziger liefen früh an, und die durch das frühe Gegentor in dieser Phase nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzenden Schwarzgelben schlugen viele lange Bälle, der überwiegend beim Gegner landeten.

Doch ein Versuch von Delaney aus spitzem Winkel, den Gulacsi parieren konnte, leitete die Wende ein (20.). Noch in der gleichen Minute kam Reus zum Abschluss; doch auch dessen Schuss wurde im Sechzehner geblockt. Dahoud initiierte Sekunden später den nächsten Angriff. Philipp verlängerte die Kugel zu Schmelzer, der von links flankte, und der mitgelaufene Dahoud köpfte artistisch das 1:1 (21.). Es war zugleich Dahouds erstes Tor für den BVB.

Bürki verhinderte mit einer Glanztat gegen Augustin das zweite Gäste-Tor (28.), und dann kam der BVB zu zwei Toren innerhalb von drei Minuten – jeweils per Standardsituation: Zunächst fälschte Sabitzer Reus‘ Freistoßflanke unhaltbar zum 2:1 ab (40.), dann parierte Gulacsi nach Pulisic-Ecke zwar sensationell Delaneys Kopfball, doch Witsel bugsierte den Abpraller artistisch zum 3:1 ins Netz (43.). Mit einer weiteren Weltklasse-Parade vereitelte Bürki vier Minuten nach Wiederbeginn den Anschlusstreffer, als der Schweizer Klostermanns Volleyschuss aus kurzer Distanz zur Ecke parierte. Schwarzgelb ließ das Spiel zu sehr schleifen, hatte nur vermeintlich die Kontrolle über das Spiel. Abgesehen von Dahouds Möglichkeit, die das Ziel knapp verfehlte (57.), gab es bis in die Schlussphase hinein keine zwingenden Aktionen für den BVB, wohl aber für Leipzig: Bürki parierte glänzend gegen Werner (85.) und Bruma (86.).

Dahouds klasse Balleroberung leitete in der Nachspielzeit dann das vierte BVB-Tor ein. Sancho spielte auf Reus, der den Ball aus halblinker Position ins rechte Eck schob und damit nun definitiv sein 100. Bundesliga-Tor bejubeln konnte.

Ausblick: Erneut eine kurze Woche für Schwarzgelb: Weiter geht’s bereits am Freitag bei Hannover 96. Anstoß dort ist um 20.30 Uhr.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer (87. Guerreiro) – Witsel – Dahoud, Delaney – Pulisic (77. Sancho), Philipp (70. Wolf), Reus

Rasenballsport Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Upamecano, Saracchi – Sabitzer (46. Werner), Demme (85. Bruma), Kampl, Forsberg – Poulsen, Augustin (72. Cunha) Bank: Hitz, Zagadou, Hakimi, Götze – Müller, Laimer, Orban, Ilsanker

Tore: 0:1 Augustin (1., Poulsen), 1:1 Dahoud (21., Schmelzer), 2:1 Sabitzer (40., Eigentor, Freistoß Reus), 3:1 Witsel (43., Delaney), 4:1 Reus (90.+1, Sancho) Eckstöße: 7:9 (Halbzeit 4:1, Chancenverhältnis: 6:5 (4:2) Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach), Gelbe Karten: Diallo, Dahoud – Upamecano, Saracchi Zuschauer: 80.000, Wetter: heiter, 19 Grad

Quelle: BVB.de
Otik Counter