Die Bundesliga Begegnungen
Saison 2018/2019

Spieltage

21. Spieltag - - BVB - Hoffenheim 3:3

 


Hoffenheim

Hoffenheim mit dem späten Ausgleich.

Borussia Dortmund hat am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 3:3 (2:0) in einer dramatischen Partie gegen die TSG Hoffenheim den angestrebten Heimsieg knapp verpasst, bleibt aber weiterhin an der Tabellenspitze.

Vor 79.865 BVB-Fans im mit 81.365 Besuchern ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK ging der BVB durch Treffer von Jadon Sancho (32.) und Mario Götze (43.) noch vor dem Seitenwechsel mit 2:0 in Führung. Danach aber stand Roman Bürki im Brennpunkt, der seine Mannschaft mit herausragenden Paraden im Spiel hielt, ehe Raphael Guerreiro in der 66. Minute das 3:0 gelang. Doch Hoffenheim kam durch Treffer von Ishak Belfodil (75./87.) und Pavel Kaderabek (83.) noch zum Ausgleich.

Ausgangslage: Erster gegen Achter. Die Westfalen hatten drei ihrer jüngsten vier Liga-Partien gewonnen, die Kraichgauer an den vergangenen 13 Spieltagen nur einmal verloren. Im direkten Vergleich war der BVB nur in einem der zurückliegenden zwölf Pflichtspiele gegen die TSG Hoffenheim unterlegen.

Personalien: Ohne den verletzten Marco Reus, ohne den gesperrten Thomas Delaney (5. Gelbe Karte), ohne den rekonvaleszenten Manuel Akanji – und ohne den erkrankten Cheftrainer Lucien Favre, der am Mittag die Teambesprechung abgehalten hatte, aber im Hotel geblieben war, ging Borussia Dortmund ins Spiel. Roman Bürki, Marwin Hitz, Marcel Schmelzer, Lukasz Piszczek und Jadon Sancho standen wieder zur Verfügung. Gegenüber dem Pokalspiel am Dienstag gegen Bremen gab es fünf Änderungen: Bürki, Piszczek, Dahoud, Sancho und Philipp begannen anstelle von Oelschlägel, Toprak, Delaney, Pulisic und Alcácer – es war mit einer Ausnahme (Dahoud für Delaney) die gleiche Elf, die zum Rückrundenstart mit 1:0 in Leipzig gewonnen hatte.

Taktik: Die Gäste staffelten sich defensiv in einer 5-3-2-Grundordnung. Nach Balleroberung verschoben sich die Außen ins offensive Mittelfeld. Die Schwarzgelben spielten wie gewohnt in einem 4-2-3-1, diesmal mit Dahoud an der Seite von Witsel. Philipp übernahm Reus‘ Position im zentral offensiven Mittelfeld. Diallo kehrte zurück in die Innenverteidigung zu Weigl.

Spielverlauf & Analyse: Bei April-Wetter im Februar mit Sonne, Regen und heftigem, böigem Wind begannen beide Teams recht vorsichtig. Der BVB war optisch überlegen, konnte sich aber gegen die dicht gestaffelten Gäste am und im Strafraum zunächst nicht in Abschlusspositionen bringen. Philipp versuchte es nach gut 20 Minuten aus 20 Metern – da fehlte nicht viel. Noch knapper war es in Minute elf zugegangen, als Sancho im Strafraum von Posch angeschossen worden war und der Ball im Tor landete. Nach Intervention des Video-Assistenten erkannte Schiedsrichter Fritz, dass Götze, der aus dem Abseits kam, Posch leicht behindert hatte – damit wurde aus einer passiven eine aktive Abseitsstellung, und der Treffer zählte nicht.

Sancho war der aktivste und zugleich meistgefoulte Spieler auf dem Platz – und dennoch auch mit unlauteren Mitteln kaum zu stoppen. Mit einem Doppelpass mit Piszczek leitete er seinen „zweiten“ Treffer selbst ein: Von halblinks kommend zog er nach rechts in den Strafraum und platzierte die Kugel durch die Beine eines Hoffenheimers und gegen die Laufrichtung von Keeper Baumann neben dem linken Pfosten zur Führung (32.). Mit einem perfekt ausgeführten Konter erhöhte Schwarzgelb noch in Durchgang eins auf 2:0. Hakimi stoppte einen Hoffenheimer Angriff im eigenen Strafraum mit der Brust, über Guerreiro und Hakimi gelangte der Ball zu Witsel, der links Sancho auf die Reise schickte. Baumann konnte dessen Schuss zwar parieren, aber nicht entscheidend abwehren: Götze war mitgelaufen und schob sicher ein (43.). Hoffenheim suchte nach Wiederbeginn die Chance zum Anschlusstreffer und baute großen Druck auf. Schulz (52.) und Geiger (69.) verzogen knapp, Bürki parierte zudem herausragend gegen Joelinton (56.) und Belfodil (61.). Die Dortmunder Dominanz der ersten 45 Minuten war verflogen. Doch eine herausragende Kombination über Götze und Sancho, die Guerreiro zum 3:0 nutzte, beruhigte zunächst die Nerven. Unmittelbar nach seiner Einwechselung hatte Alcácer die Chance aufs Vierte (72.), traf Sancho wenig später den Pfosten (75.).

Im Gegenzug verkürzte Belfodil auf 1:3, und acht Minuten später köpfte Kaderabek Schulz‘ weite Flanke zum 2:3 ins lange Eck. Es ging nun hin und her: Alcácers Schuss wurde zur Ecke gelenkt (84.), ehe Belfodil eine Freistoßflanke von Geiger per Kopf zum 3:3 verwertete (87.). In der 90. Minute brannte es nochmal im Strafraum vor der Südtribüne, doch Diallos Kopfball ging am Tor vorbei.

Ausblick: Am kommenden Mittwoch tritt Borussia Dortmund zum Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League bei Tottenham Hotspur an. Anstoß ist um 21 Uhr MEZ.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Weigl, Diallo, Hakimi – Witsel, Dahoud – Sancho, Philipp (71. Alcácar), Guerreiro (90.+2 Wolf) – Götze (83. Toprak)

TSG Hoffenheim: Baumann – Bicakcic, Posch, Hübner – Kaderabek, Grillitsch, Schulz – Bittencourt (70. Nelson), Demirbay (46. Geiger) – Joelinton, Kramaric (46. Belfodil) Bank: Hitz, Pulisic, Schmelzer, Bruun Larsen – Stolz, Amiri, Brenet, Szalai

Tore: 1:0 Sancho (32., Piszczek), 2:0 Götze (43., Sancho), 3:0 Guerreiro (66., Götze), 3:1 Belfodil (75., Kaderabek), 3:2 Kaderabek (83., Schulz), 3:3 Belfodil (87., Freistoß Geiger) Eckstöße: 7:8 (Halbzeit 2:3), Chancenverhältnis: 9:8 (4:0) Schiedsrichter: Fritz (Korb), Gelbe Karten: – Grillitsch, Demirbay, Geiger Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: Sonne, Wolken, Regen, Wind, 9 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

20. Spieltag - Frankfurt - BVB 1:1

 


Frankfurt

Rasantes Spiel in Frankfurt endet ohne Sieger.

Borussia Dortmund hat am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt ein 1:1 (1:1) erreicht und baut die Tabellenführung sogar aus, hat nun sieben Punkte Vorsprung.

51.500 Besucher in der ausverkauften Commerzbank-Arena sorgten für eine prächtige Stimmung beim Topspiel, das seinem Namen gerecht wurde: Nachdem Marco Reus in der 22. Minute zum 0:1 getroffen hatte, gab es mehrere dicke Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Stattdessen kamen die Hessen in der 36. Minute durch Luka Jovic jedoch zum durchaus gerechten Ausgleich.

Ausgangslage: Fünfter gegen Erster. Der BVB hatte keins der vorangegangenen fünf Pflichtspiele gegen die Eintracht verloren, war somit in allen fünf Aufeinandertreffen in den Jahren 2017 und 2018 unbesiegt geblieben. Der letzte Auswärtssieg in Frankfurt datierte allerdings aus dem Jahr 2013. Das Hinspiel war mit 3:1 an den BVB gegangen.

Personalien: Piszczek, der sich im Spiel gegen Hannover am Fuß verletzt hatte, signalisierte nach dem Aufwärmen Einsatzbereitschaft. So nahm Favre gegenüber dem 5:1-Sieg vom vergangenen Wochenende nur eine Änderung vor: Alcácer ersetzte Götze.

Taktik: Beide Mannschaften praktizierten ein sehr hohes Pressing und suchten das blitzartige Umschaltspiel. Während sich die Borussen in der gewohnten 4-2-3-1-Grundordnung staffelten, traten die Hessen in einer 3-4-1-2-Formation an, meist mit Jovic als zentral-offensivem Mittelfeldspieler hinter den beiden Spitzen Haller und Rebic, die sehr eng nebeneinander spielten, um Platz zu lassen für die aufrückenden Außen Kostic (links) und da Costa, die die Frankfurter Abwehr nur bei längeren Dortmunder Ballpassagen zu einer Fünferkette erweiterten.

Spielverlauf & Analyse: Selten wurde ein als „Spitzenspiel“ apostrophiertes Duell diesem Anspruch so gerecht wie dieses Aufeinandertreffen, das von der ersten Sekunde an von einer extremen Intensität und zahlreichen Strafraumszenen geprägt war. Bereits nach 126 Sekunden war Bürki das erste Mal gefordert: Hervorragend klärte er mit dem Fuß gegen da Costa. Die bissigen Frankfurter machten es den Dortmundern sehr schwer, provozierten Fehlpässe im Aufbau, weil dem ballführenden Borussen keine Zeit zum Atmen blieb.

Andererseits boten sich gegen diesen sehr offensiv eingestellten Gegner viele Räume. Sancho nutzte diesen in der zwölften Minute zu einem Zuspiel auf Alcácer, der den Ball technisch stark mit der Hacke Richtung Tor brachte, doch ein Abwehrspieler klärte noch zur Ecke. Mit einem feinen Doppelpass leiteten Reus und Guerreiro in der 22. Minute über die linke Seite den Führungstreffer ein: Reus drückte dann Guerreiros Hereingabe im Fallen und durch die Beine von Kostic zum 0:1 über die Linie. Kurz darauf hätte der BVB den Vorsprung ausbauen können: Zunächst setzte Reus einen Alleingang knapp am linken Pfosten vorbei (24.), dann traf er nach Sanchos Zuspiel die Latte (25.) und zielte nach einer flachen Freistoß-Hereingabe, ebenfalls von der rechten Seite, knapp über das Ziel (29.). In jener Phase, in der Borussia dem 2:0 sehr nahe war, schlug Frankfurt zurück: Zunächst rettete Bürki abermals noch herausragend mit dem Fuß gegen Rebic (34.), dann traf Rebic nach einer Ecke die Latte (36.). In der Folge bekamen die Borussen den Ball nicht unter Kontrolle. Da Costa setzte sich rechts durch, und Jovic drückte dessen Flanke mit dem langen Bein zum 1:1 ins Tor (36.).

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine – zum Glück aus Dortmunder Sicht, denn kurz vor der Pause war Hakimi übel mit Rode zusammengeprallt. Der BVB drückte zu Beginn der zweiten Hälfte auf den erneuten Führungstreffer – Witsel (55.) und Hakimi (65.) schossen knapp vorbei – und waren das aktivere Team, während die Gastgeber in Gacinovic für Jovic defensiv wechselten (55.) und mehr auf Konter setzten: Rebic zwang Bürki zu einer weiteren Parade (57.). Auf der anderen Seite ließ Alcácer klasse durch für den soeben eingewechselten Pulisic, doch Rode rettete zur Ecke (67.). 67 Prozent Ballbesitz in Durchgang zwei für den BVB – und beinahe kurz vor Schluss das 1:2 durch Alcácer, doch dessen Freistoß aus 26 Metern landete auf dem Tornetz (85.). So blieb es beim 1:1.

Ausblick: Erste englische Woche: Am Dienstag trifft Borussia Dortmund im SIGNAL IDUNA PARK im DFB-Pokal auf Werder Bremen (Anstoß ist um 20.45 Uhr), am Samstag (15.30 Uhr) gastiert die TSG Hoffenheim an der Strobelallee.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek (70. Schmelzer), Weigl, Diallo, Hakimi – Witsel, Delaney (79. Dahoud) – Sancho, Reus, Guerreiro – Götze (66. Alcácer)

Eintr. Frankfurt: Trapp – Hinteregger, Hasebe, Ndicka – da Costa, Rode, Fernandes, Kostic – Jovic (55. Gacinovic) – Haller, Rebic Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Weigl, Diallo, Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho (65. Pulisic), Reus, Guerreiro (78. Bruun Larsen) – Alcácer (86. Götze) Bank: Rönnow, Falette, de Guzmán, Willems, Russ, Paciencia – Hitz, Dahoud, Philipp, Toprak

Tore: 0:1 Reus (22., Guerreiro), 1:1 Jovic (36., da Costa) Eckstöße: 5:4 (Halbzeit 3:2), Chancenverhältnis: 7:6 (5:4) Schiedsrichter: Zwayer (Berlin), Gelbe Karten: Fernandes, Rode – Weigl Zuschauer: 51.500 (ausverkauft), Wetter: nasskalt, 5 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

19. Spieltag - BVB - Hannover 5:1

 


Hannover

5:1 mit langem Anlauf: bemüht, brillant, Borussia.

Borussia Dortmund bleibt in der Erfolgsspur! Am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga gewann der Tabellenführer das erste Heimspiel des Jahres 2019 gegen Hannover 96 durch Tore von Hakimi, Reus, Götze, Guerreiro und Witsel am Ende deutlich mit 5:1 (1:0).

Vor 81.365 Besuchern im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK ging der BVB in der 24. Minute durch einen Treffer von Achraf Hakimi mit 1:0 in Führung und erhöhte nach einer Stunde mit einem Dreifachschlag durch Marco Reus (60.), Mario Götze (62.) und Raphael Guerreiro (67.) auf 4:0 gegen einen bis dahin unangenehm zu bespielenden, weil starken Gegner aus Hannover, für den Bakalorz kurz vor Schluss traf. Für den Schlusspunkt sorgte Axel Witsel.

Ausgangslage: Erster gegen Siebzehnter. Während der BVB acht der vorangegangenen neun Ligaspiele hatte gewinnen können, war Hannover seit sieben Partien sieglos. Auch die Heimbilanz im direkten Vergleich sprach für die Schwarzgelben mit sieben Dortmunder Siegen in den acht Heimspielen zuvor gegen Hannover.

Personalien: Gegenüber dem Spiel in Leipzig (1:0) vor einer Woche kehrten Reus (Startelf, für Philipp, der unter der Woche an Hüftproblemen laborierte) und Toprak (Bank) zurück.

Taktik: Die Schwarzgelben spielten wie gewohnt in einer 4-2-3-1-Grundordnung und versuchten, das Spiel in die Breite zu tragen, über die Außenpositionen bis zur Grundlinie vorzudringen, um dann in den Rücken der gegnerischen Abwehr spielen zu können. Hannover agierte defensiv zwar mit einer Fünferkette, nahm aber sehr aktiv am Spiel teil, dann in einem 3-5-2, hoch pressend und mit großer Laufbereitschaft.

Spielverlauf & Analyse: Der BVB hatte 20 Minuten lang erhebliche Probleme gegen sehr engagierte und gut geordnete Gäste, die zudem früh die große Chance auf das 0:1 besaßen: Bürki musste bei Weydandts Kopfball sein ganzes Können aufbieten, um die Kugel gerade noch so um den Pfosten zu lenken (2.). Ein Fehler im Spielaufbau durch Bakalorz bescherte dem BVB erst in der 20. Minute die erste Tormöglichkeit: Nach Götzes Zuspiel schlenzte Reus das Spielgerät knapp über die Querlatte. Zwei Minuten später traf er nach Piszczeks hervorragender Vorarbeit den Pfosten. Dortmund war nun auf Betriebstemperatur. Hakimi zog von links nach innen und nach Doppelpass mit Guerreiro aus 16 Metern unhaltbar ab zum mittlerweile verdienten Führungstreffer.

Allerdings gab es weiterhin ungewohnte Lücken in der Rückwärtsbewegung, aber auch Highlights auf dem Weg nach vorn, wie Piszczeks schnell ausgeführten Freistoß von der Mittellinie in den Lauf von Guerreiro, der aus 16 Metern volley abzog und Esser zu einer Glanzparade zwang (40.). Im zweiten Durchgang änderte sich an den Kräfteverhältnissen bis zur 60. Minute wenig: Dortmund war bemüht, Hannover hielt dagegen und weiterhin gut mit, bis die individuelle Klasse i der schwarzgelben Offensive den Ausschlag gab: Zunächst eroberte Hakimi am Strafraum den Ball gegen Albornoz, legte quer zu Reus, der technisch perfekt mit dem Außenrist zum 2:0 einnetzte (60.). Zwei Minuten später passte Weigl sehenswert nach Linksaußen zu Sancho, der nach innen zog und punktgenau auflegte für Götze, der aus halbrechter Position zum 3:0 traf. Und dann legte Reus mit einem klasse Schnittstellenpass auf für Guerreiro – 4:0 nach 66 gespielten Minuten. Bakalorz gelang in der 86. Minute noch der Ehrentreffer für Hannover. Das aber war nicht der Endstand: Witsel hämmerte den Ball in der 90. Minute zum 5:1 ins Netz.

Ausblick: Nächste Woche Samstag tritt der BVB zum Spitzenspiel des 20. Spieltags bei Eintracht Frankfurt an. Anstoß ist um 15.30 Uhr.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek (70. Schmelzer), Weigl, Diallo, Hakimi – Witsel, Delaney (79. Dahoud) – Sancho, Reus, Guerreiro – Götze (66. Alcácer)

Hannover 96: Esser – Akpoguma, Anton, Wimmer – Albornoz, Bakalorz, Fossum, Ostrzolek – Müller (75. Dierßen) – Bazee (42. Asano), Weydandt (84. Hadzic) Bank: Hitz, Pulisic, Bruun Larsen, Toprak – Sahin-Radlinger, Schwegler, Walace, Jonathas

Tore: 1:0 Hakimi (24. Guerreiro), 2:0 Reus (60., Hakimi), 3:0 Götze (62., Sancho), 4:0 Guerreiro (67., Reus), 4:1 Bakalorz (86., Hadzic), 5:1 Witsel (90., Sancho) Eckstöße: 6:2(Halbzeit 2:2), Chancenverhältnis: 9:2 (4:1) Schiedsrichter: Gräfe (Berlin), Gelbe Karten: Hakimi – Akpoguma Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, 7 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

18. Spieltag - Leipzig - BVB 0:1

 


Leipzig

Witsels Treffer beschert perfekten Start.

Borussia Dortmund ist mit einem Auswärtssieg in Leipzig in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga gestartet. Der Tabellenführer setzte sich bei den heimstarken Sachsen mit 1:0 (1:0) durch und bescherte ihnen die erste Heimniederlage der Saison.

41.939 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine vor allem in den ersten 30 Minuten deutlich spielbestimmende Dortmunder Mannschaft, die durch Witsel verdient in Führung ging (19.), kurz nach der Pause durch Philipp und kurz vor Schluss durch Alcacer (Latte) zum 2:0 hätte erhöhen können. Leipzig schnupperte in Durchgang zwei allerdings mehrfach am Ausgleich.

Ausgangslage: Vierter gegen Erster. Die saisonübergreifend seit zehn Heimspielen ungeschlagenen Sachsen setzten auf den Heimvorteil, die Schwarzgelben auf ihre Konstanz in fremden Stadien (nur eine Niederlage in bis dahin acht Gastspielen). Das Hinspiel hatte der BVB mit 4:1 gewonnen.

Personalien: Neben vier Innenverteidigern – Akanji (Hüfte), Zagadou (Trainingsrückstand), Toprak (muskuläre Probleme) und Belardi (U20-Südamerikameisterschaft) – musste auch Reus ersetzt werden, der am Freitag beim Abschlusstraining umgeknickt war. Ein längerer Ausfall steht nicht zu befürchten, aber für einen Einsatz in Leipzig reichte es für den Kapitän, der in der Hinrunde in allen 17 Spielen in der Startelf gestanden hatte, nicht. Die Entscheidung, dass er nicht spielt, fiel erst heute in Leipzig.

Taktik: Weigl (nun neben Diallo) nahm wie schon im letzten Spiel vor der Winterpause beim 2:1 gegen Gladbach den Part in der Innenverteidigung ein und spielte ruhige Bälle im Aufbau, was seiner wie gewohnt in einem 4-2-3-1 agierenden Mannschaft gegen mit drei Stürmern hoch pressende Leipziger zu einem Vorteil verhalf: Im Mittelfeld waren dann fünf Dortmunder in Überzahl gegen drei Leipziger. Die Gastgeber agierten in einer 4-3-3-Grundordnung mit nur einem Sechser (Demme) und zwei offensiveren Mittelfeldspielern auf den Halbpositionen (Kampl und Laimer).

Spielverlauf & Analyse: Bis auf eine kurze Phase etwa zehn Minuten vor der Pause gerieten die Schwarzgelben in Durchgang eins kaum in Bedrängnis. Sie beherrschten das Spiel und überzeugten trotz der zahlreichen Ausfälle und den damit verbundenen Umstellungen mit einer reifen Spielanlage. Schon der erste Abschluss (Witsel, 7.) war verheißungsvoll, dann verhinderte Leipzigs Abwehrchef Upamecano jeweils im letzten Moment, als er Götze (8.) vom Ball trennte und anschließend vor dem im Fünfmeterraum einschussbereiten Philipp (13.) zur Ecke klärte, einen möglichen Dortmunder Treffer.

Den besorgte dann in der 19. Minute Witsel, als er einen von Guerreiro hereingegebenen und von Piszczek mit dem Kopf verlängerten Eckball mit Wucht zum 0:1 unter die Latte hämmerte. Schon im Hinspiel hatte der Belgier für den BVB getroffen. Fünf Minuten vor der Pause fehlten bei Diallos Kopfball nach Guerreiro-Freistoß nur wenige Zentimeter zum 0:2. Für einen bis dahin hoch überlegenen BVB wäre mehr als die knappe 1:0-Halbzeitführung möglich gewesen, wenn der eine oder andere Angriff sauberer ausgespielt worden. Doch Leipzig kam mit Wucht aus der Kabine, ging aggressiv in die Zweikämpfe, hatte keine zwei Minuten nach Wiederbeginn durch Sabitzer aus spitzem Winkel eine gute Chance, die Bürki jedoch zunichte machte. Auf der anderen Seite scheiterte der von Götze freigespielte Philipp am Fuß von Keeper Gulacsi (53.), nachdem Sekunden zuvor schon Sancho eine weitere gute Kontergelegenheit nicht hatte zum Abschluss bringen können. Es war nun längst ein offenes Spiel, weil Leipzig deutlich präsenter war als im ersten Durchgang und der BVB nicht mehr so sicher agierte wie noch in den ersten 30 Spielminuten. Erneut verhinderte Bürki gegen Sabitzer, der diesmal aus zentraler Position zum Schuss gekommen war, den Ausgleich (74.). Und auch gegen Werner parierte der Schlussmann stark (76.).

Favre reagierte mit der Hereinnahme von Pulisic und Alcácer auf die neuen Kräfteverhältnisse, während Rangnick in Cunha (81.) zunächst einen vierten und in Augustin (88.) einen fünften Stürmer brachte. Pech für den BVB, dass Alcácers Versuch in der 90. Minute von der Unterkante der Latte zurück ins Feld sprang. Auf der anderen Seite fehlten bei Cunhas Kopfball in der Nachspielzeit auch nur Zentimeter...

Ausblick: Am Samstag kommender Woche trifft Borussia Dortmund im SIGNAL IDUNA PARK auf Hannover 96. Anstoß ist um 15.30 Uhr.

Teams & Tore Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Upamecano, Halstenberg – Demme (81. Cunha) – Laimer (88. Augustin), Kampl – Sabitzer, Poulsen, Werner

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Weigl, Diallo, Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho (88. Wolf), Philipp (79. Alcacer), Guerreiro (76. Pulisic) – Götze Bank: Mvogo, Saracchi, Orban, Adams, Mukiele – Hitz, Dahoud, Schmelzer, Bruun Larsen

Tor: 0:1 Witsel (19., Piszczek) Eckstöße: 6:5 (Halbzeit 3:4), Chancenverhältnis: 6:5 (1:3) Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach), Gelbe Karten: Konate, Upamecano, Kampl – Sancho, Bürki Zuschauer: 41.939 (ausverkauft), Wetter: trocken, 0 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

17. Spieltag - BVB - Gladbach 2:1

 


Gladbach

BVB triumphiert im Spitzenspiel.

Borussia Dortmund geht nach der zweitbesten Hinrunde der Vereinsgeschichte als souveräner Tabellenführer in die Winterpause. Im Spitzenspiel zwischen dem Ersten und dem Zweiten setzte sich der BVB in einer spannenden Begegnung durch Tore von Jadon Sancho und Marco Reus mit 2:1 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach durch.

81.365 Besucher im ausverkauften Signal Iduna Park sahen ein klasse Spiel, in dem der BVB nach 42 Minuten durch einen Treffer von Sancho aus fast unmöglichem Winkel mit 1:0 in Führung ging, doch Gladbach in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch Kramer ausglich. Reus sorgte in der 54. Minute für die neuerliche Führung und traf kurz darauf den Pfosten.

Ausgangslage: Borussia Dortmund hatte wettbewerbsübergreifend zehn der vorangegangenen zwölf Partien im SIGNAL IDUNA PARK gewonnen (zwei Remis), die Gladbacher zwar nur eins ihrer zurückliegenden vier Auswärtsspiele (am 10. November mit 3:1 in Bremen), waren aber in fremden Stadien nur schwer zu bezwingen: Lediglich vier Teams wiesen weniger Auswärtsniederlagen aus als jene drei des VfL.

Personalien: Nach den Ausfällen von Akanji, Diallo und Zagadou war Favre zu Umstellungen gezwungen: Drei Tage nach dem Ligaspiel in Düsseldorf (1:2) änderte er die Startelf auf sechs Positionen: Weigl, Toprak und Hakimi, die gemeinsam mit Piszczek die Viererkette bildeten, sowie Sancho, Guerreiro und Alcácer begannen anstelle von Akanji, Diallo, Schmelzer, Pulisic, Bruun Larsen und Götze. In Pieper zählte ein Innenverteidiger aus der U23 erstmals zum Kader für ein Bundesligaspiel. Für Weigl war der Aushilfsjob im Abwehrzentrum kein absolutes Neuland: Vor gut einem Jahr, im Oktober 2017 beim 2:2 in Frankfurt, hatte er diese Position schon einmal bekleidet.

Taktik: Ungeachtet der zahlreichen Umbesetzungen hatten die Akteure ein klares taktisches Konzept, an dem sie sich orientieren konnte: Die bewährte 4-2-3-1-Grundformation hatte der Trainer natürlich nicht verändert. Dortmund attackierte hoch in der gegnerischen Hälfte, erzwang Ballverluste beim Gegner, der sich in einem 4-3-3 staffelte und phasenweise ebenfalls ein hohes Pressing betrieb, aus dem sich der BVB mit schnellen Spielverlagerungen befreite. Gegen den Ball staffelten sich die Schwarzgelben in einem 4-4-2. Reus rückte dann zu Alcácer in die Spitze.

Spielverlauf & Analyse: Es herrschte von Beginn an eine außergewöhnliche Atmosphäre im vollbesetzten SIGNAL IDUNA PARK. Und auf dem Rasen war das Tempo hoch. Beispielhaft für das sehr aggressive Anlaufen eine Szene aus der 20. Minute: Guerreiro störte Kramer bei der Ballannahme, leitete das eroberte Spielgerät sofort weiter zu Alcácer, der perfekt durchsteckte zum einlaufenden Reus. Aus halblinker Position wollte der Kapitän den Ball ins lange Eck schlenzen, doch Torhüter Sommer bewahrte die Gäste mit einer Parade vor dem Rückstand. Kurz darauf eine weitere gute Einschussmöglichkeit, diesmal für Alcácer (22.), der das Ziel knapp verfehlte und wenig später wegen muskulärer Beschwerden im hinteren Oberschenkel den Platz verließ. Nach einer längeren Phase in Unterzahl kam dann Götze als Einwechselspieler zu seinem 200. Bundesliga-Einsatz (34.).

In der 42. Minute belohnten sich die Schwarzgelben für eine überzeugende, sehr engagierte Leistung: Wieder war es Guerreiro, der einem Gladbacher den Ball abnahm und Reus auf die Reise schickte. Der passte von links nach innen, allerdings in den Rücken von Götze, der sofort weiterleitete auf Sancho. Für den Engländer wurde der Winkel immer spitzer – doch aus fast unmöglicher Position bugsierte er den Ball von rechts an den linken Innenpfosten, wo er zum 1:0 ins Netz sprang. Kramer: Erst an die Hand, dann ins Tor Doch noch vor der Pause glich Gladbach aus. Nach Zakarias Flanke köpfte sich Kramer den Ball an die eigene Hand, von Piszczek sprang das Leder unglücklich dem Gladbacher erneut vor die Füße, der dann aus kurzer Distanz zum 1:1 einnetzte (45.+1). Schiedsrichter Zwayer erkannte den Treffer nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten an. Er bewegte sich damit am Ende eines Meinungsspektrums und auf einer Höhe mit den ZDF-Experten, die den Treffer ebenfalls als regelkonform bezeichneten, während Matthias Sammer bei Eurosport genau das Gegenteil sagte. Götze: Erst auf Sancho, dann auf Reus Doch Schwarzgelb ließ sich von diesem ebenso umstrittenen wie unglücklichen Gegentreffer – es war Gladbachs einzige Chance in Durchgang eins – nicht aus der Spur bringen. Neun Minuten nach Wiederbeginn spielte der von Sancho auf dem rechten Flügel eingesetzte Götze den Ball perfekt in den freien Raum. Reus rauschte heran und drückte die Kugel im Fallen am linken Fünfmetereck zum 2:1 über die Linie.

Der linke Torpfosten stand der Vorentscheidung zugunsten von Schwarzgelb im Weg: In der 65. Minute traf Reus mit einem (fast) perfekt geschossenen Freistoß aus 18 Metern Aluminium. Dortmund hielt auch in der Folge das Tempo recht hoch und den Gegner bis weit in die Schlussphase hinein fern vom eigenen Strafraum. Doch Gladbach drückte dann nochmal, und man merkte den Schwarzgelben an, dass die vergangenen Wochen Kraft gekostet hatten. Doch sie brachten den knappen Vorsprung souverän über die Zeit, auch wenn Schiedsrichter Zwayer lange nachspielen ließ (4:41 Minuten).

Ausblick: Für die BVB-Profis beginnt ab morgen eine kurze Weihnachtspause. Der Start ins neue Fußballjahr erfolgt am 3. Januar 2019 mit einer Leistungsdiagnostik. Vom 4. bis 12. Januar geht es ins Trainingslager nach Marbella, wo zwei Testspiele geplant sind: am 7.1. gegen Fortuna Düsseldorf, am 11.1. gegen Feynoord Rotterdam. Eine Woche später (Samstag, 19. Januar, 18:30 Uhr) startet die Rückrunde mit dem Auswärtsspiel in Leipzig.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Weigl, Toprak, Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho (90.+2 Wolf), Reus, Guerreiro (90.+3 Bruun Larsen) – Alcácer (34. Götze)

Bor. M‘gladbach: Sommer – Johnson, Beyer, Strobl, Wendt – Kramer (68. Hofmann) – Neuhaus (82. Cuisance), Zakaria – Herrmann (73. Traore), Plea, Hazard Bank: Hitz, Pieper, Dahoud, Pulisic – Sippel, Lang, Drmic, Jantschke

Tore: 1:0 Sancho (42., Götze), 1:1 Kramer (45.+1, Zakaria), 2:1 Reus (54., Götze) Eckstöße: 4:2 (Halbzeit 3:1), Chancenverhältnis: 5:1 (3:1) Schiedsrichter: Zwayer (Berlin), Gelbe Karte: – Cuisance Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, sehr windig, 10 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

16. Spieltag - Düsseldorf - BVB 2:1

 


Düsseldorf

Nur Alcácer knackt das Bollwerk.

Borussia Dortmund hat am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 1:2 (0:1) bei Fortuna Düsseldorf die erste Niederlage der Saison hinnehmen müssen.

Vor 52.000 Zuschauern in der ausverkauften Düsseldorfer Arena, darunter etwa 8.000 BVB-Fans, ging die Fortuna in der 22. Minute durch ein Konter-Tor von Lukebakio mit 1:0 in Führung und hatte in Person von Usami sogar die Riesenchance, noch vor der Pause zu erhöhen. Auf der anderen Seite zählte ein Tor von Reus nicht. Zehn Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Zimmer auf 2:0. Neun Minuten vor dem Ende gelang Alcácer per Kopf der Anschluss.

Ausgangslage: Seit 1986 hatte der BVB nur eins von 14 Bundesliga-Spielen gegen Düsseldorf verloren und drei der vorangegangenen vier Duelle (Liga und Pokal) auswärts bei der Fortuna gewonnen. Es traf die zweitbeste Auswärtself der Liga (zunächst zwei Remis, dann fünf Siege in Serie) auf eine Mannschaft, die zuhause nur „Hop oder Top“ kannte: drei Erfolgen standen fünf Niederlagen gegenüber.

Personalien: Nach seinem Einsatz in der UEFA Champions League vor einer Woche kehrte Marcel Schmelzer nach knapp drei Monaten Abstinenz auch in der Liga auf den Rasen zurück. Für ihn rückte Hakimi auf die Bank. Gegenüber dem 2:1-Erfolg vor drei Tagen gegen Bremen gab es drei weitere Wechsel in der Dortmunder Startformation: Pulisic, Bruun Larsen und Götze begannen anstelle von Sancho, Guerreiro und Alcácer (alle Bank) – damit war die schwarzgelbe Offensive auf drei von vier Positionen verändert.

Taktik: Im Dortmunder 4-2-3-1 zog Bruun Larsen häufig von links ins Zentrum und machte Platz für den weit aufrückenden Schmelzer, so dass bei Ballbesitz eine 3-2-4-1-Grundordnung entstand. Pulisic suchte dagegen auf der rechten Seite die Breite des Platzes gegen einen Gegner, der tief und eng gestaffelt in einem 4-5-1 verteidigte, sehr aggressiv den ballführenden Borussen anlief und bei Balleroberung auf blitzschnelle Konter setzte.

Spielverlauf & Analyse: 75 Prozent Ballbesitz für den BVB in der ersten Halbzeit, doch Düsseldorf verzeichnete den ersten Abschluss (Lukebakio, 3.) und auch die erste gefährliche Strafraumszene, als Usami nach einem schnellen Vorstoß zum Glück für Schwarzgelb das Abspiel auf den am rechten Fünfereck freistehenden Zimmer verpasste und selbst ab- und verzog (9.). In der 16. Minute kam der BVB erstmals gefährlich in den Strafraum, und nach Kombination über Pulisic und Götze zappelte der Ball auch im Netz, doch Reus' Treffer zählte nicht: Pulisic hatte Rensing die Sicht versperrt, stand dadurch „aktiv“ im Abseits (16.).

Der BVB belagerte den Düsseldorfer Strafraum – und wurde eiskalt ausgekontert: Ballverlust und dann Steilpass von Stöger in den Lauf von Lukebakio, der allen davonlief und aus 16 Metern frei vor Bürki zum 1:0 ins linke Eck einschoss (22.). Das Manko im Dortmunder Spiel: Es gelang viel zu selten, Tempo in die Aktionen zu bringen. Wenn es mal schnell ging, in dieser Szene über Pulisic und Bruun Larsen, war Düsseldorf auch prompt unsortiert, kam Götze aus 15 Metern zum Abschluss, traf den Ball aber nicht richtig, so dass Rensing parieren konnte (32.). Auf der anderen Seite ließ die Fortuna in der 38. Minute die Riesenchance zum 2:0 liegen, als Usami eine Flanke von der rechten Seite freistehend im Fünfmeterraum verpasste.

Zimmer zimmert den Ball in den Giebel Akanji blieb mit einer Blessur in der Kabine, Toprak kam neu ins Spiel. Verhindern konnte er den zweiten Gegentreffer nicht. Nach einem Vorstoß über die linke Seite war Zimmer auf rechts mit aufgerückt. Der Fortune zog aus etwa 20 Metern halbrechter Position ab – und heraus kam ein Traumtor. Nach 55 Minuten führten die Gastgeber mit 2:0! Favre reagierte sofort mit einem Doppelwechsel: Sancho und Alcácer kamen für Bruun Larsen und Delaney. Götze wechselte ins defensive Mittelfeld, sollte von hinten für Ideen und Anschub sorgen (60.). Borussia schnürte Fortuna vor dem eigenen Strafraum ein, erhöhte sukzessive den Druck. Götze wurde im letzten Moment geblockt (71.), Piszczek scheiterte aus spitzem Winkel an Rensing (72.). Doch meist war rund um den Sechzehner immer wieder ein Düsseldorfer Abwehrbein dazwischen.

Dann aber tanzte Sancho durch die Reihen, riss die Lücke für Piszczek, der noch vor der Torauslinie an den Ball kam, nach innen flankte, und im Zentrum köpfte Alcácer zum 1:2 ein (81.). Doch in einer hektischen Partie kam der BVB nicht mehr zu einer Ausgleichs-Chance.

Ausblick: Es geht im Drei-Tage-Takt weiter: Am Freitag empfängt Borussia Dortmund zum letzten Spiel des Jahres 2018 den VfL Borussia Mönchengladbach im SIGNAL IDUNA PARK. Anstoß ist um 20.30 Uhr.

Teams & Tore Fortuna Düsseldorf: Rensing – Zimmermann, Ayhan, Kaminski, Gießelmann – Zimmer, Fink, Sobottka (70. Bodzek), Stöger, Usami (87. Raman) – Lukebakio (88. Hennings)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji (46. Toprak), Diallo, Schmelzer – Delaney (60. Alcácer), Witsel – Pulisic, Reus, Bruun Larsen (60. Sancho) – Götze Bank: Theißen, Ducksch, Karamann, Bormuth – Hitz, Hakimi, Guerreiro, Weigl

Tore: 1:0 Lukebakio (22., Stöger), 2:0 Zimmer (56., Usami), 2:1 Alcácer (81., Piszczek) Eckstöße: 2:2 (Halbzeit 1:0), Chancenverhältnis: 5:4 (3:2) Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden), Gelbe Karten: Stöger – Pulisic, Piszczek Zuschauer: 52.000 (ausverkauft), Wetter: trocken, 5 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

15. Spieltag - BVB - Bremen 2:1

 


Bremen

Alcácer! Reus! BVB bezwingt starke Bremer.

Borussia Dortmund geht als Tabellenführer ins Jahr 2019! Nach dem 2:1 (2:1)-Heimsieg über den SV Werder Bremen kann der BVB an den beiden noch ausstehenden Spieltagen in der Hinrunde nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden.

Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK sorgten Paco Alcácer (19.) und Marco Reus (27.) in einem temporeichen Bundesligaspiel für eine frühe Zwei-Tore-Führung, und auch ein 3:0 war in der Folge möglich, doch Bremen verkürzte noch vor der Pause durch Max Kruse. In der zweiten Hälfte verpasste der BVB mehrfach das 3:1 gegen stark aufspielende Gäste.

Ausgangslage: Erster gegen Achter. Mit der erfolgreichsten Offensive der Liga (bisher 39 Treffer) und der zweitbesten Abwehr (14 Gegentore) ging der BVB ins Spitzenspiel. Werder hatte bereits 21 Punkte gesammelt und damit fast doppelt so viele wie zum Vorjahreszeitpunkt (11).

Personalien: Mit einer Änderung gegenüber dem 2:1-Erfolg in der Vorwoche beim FC Schalke 04 ging der BVB ins Spiel: Raphael Guerreiro, Doppeltorschütze beim 2:0-Sieg am Dienstag in Monaco, spielte auch heute von Beginn an – im Vergleich zum Derby für den verletzten Jakob Bruun Larsen, der ebenso passen musste wie Dan-Axel Zagadou. Thomas Delaney meldete sich dagegen einsatzfähig für das Duell mit seinem Ex-Klub.

Taktik: Bremen begegnete dem Dortmunder 4-2-3-1 in einer 4-4-2-Grundordnung mit rautenförmig angeordnetem Mittelfeld, in dem Ex-Borusse Sahin den zentral-defensiven Part als alleiniger Sechser übernahm. Kruse startete seine Aktionen hinter den beiden Spitzen, stieß aber immer wieder mit nach vorn. Hier waren Delaney oder Witsel gefragt, um die Innenverteidiger nicht in Unterzahlsituationen geraten zu lassen. Auf dem Weg nach vorn zog Guerreiro häufig nach innen, überließ die linke Außenbahn dem nachrückenden Hakimi, während Piszczek seinen Part auf der rechten Seite defensiver interpretierte.

Spielverlauf & Analyse: Beide Mannschaften überbrückten schnell das Mittelfeld und lieferten sich von Beginn an ein interessantes Spiel mit vielen Torszenen, in dem der BVB früh die Chance zur Führung hatte: Nach einer abgewehrten Ecke spielte Guerreiro den Ball in den Lauf von Alcácer, der ihn am herausstürzenden Keeper Pavlenka vorbei lupfte. Klaassen verhinderte den Einschlag, indem er die Kugel an den Pfosten spitzelte. Bei dieser Szene verletzte sich der Bremer. Er musste kurze Zeit später ausgewechselt werden. Doppelt bitter für ihn: Ein mögliches Tor hätte nicht gezählt – die Abseitsfahne war oben (7.). Das war sie auch in der 19. Minute, als Alcácer eine Freistoßflanke vom rechten Flügel durch Guerreiro ins Netz geköpft hatte – doch das war eine Fehlentscheidung! Erst auf Intervention des Video-Assistenten wurde dieser Fehler korrigiert und zählte der Treffer zum 1:0. Eine knifflige Szene war zuvor indes nicht überprüft worden: Klaassens Schubser im Strafraum gegen Reus (11.). Mit der Führung im Rücken wurde der BVB noch dominanter: Alcácer scheiterte aus spitzem Winkel an Pavlenka (17.), Sancho traf das Außennetz (19.).

Dann die 27. Minute: Nach einem Fehlpass der Bremer drang Sancho von rechts in den Strafraum ein, hatte den Kopf oben, sah Reus im Rückraum, der wiederum präzise ins lange Eck vollstreckte – 2:0. Doch Werder blieb dran. Nachdem Bürki wenige Minuten zuvor schon Möhwalds Schuss sehenswert pariert hatte, war er machtlos, als Kruse aus 17 Metern volley zum 1:2 aus Bremer Sicht verkürzte (35.). Auf der anderen Seite fischte Pavlenka Reus‘ Freistoß aus dem Eck (40.), klärte Langkamp vor dem einschussbereiten Guerreiro (44.).

Nach dem Wechsel wurde es noch furioser: Bürki parierte gegen Kruse (47.), Piszczek rettete gegen Möhwald (51.). Vor der „Süd“ wiederum traf Sancho aus spitzem Winkel das Außennetz, nachdem Pavlenka zuvor gegen Reus zur Seite abgewehrt hatte (48.). Nach Traumkombinationen zwischen Reus und Alcácer hatten die Bremer in der Folge zwei weitere Male das Glück auf ihrer Seite (55./58.). Dann war Sancho frei durch, scheiterte jedoch am stark reagierenden Bremer Keeper (68.), der Sekunden später auch bei Delaneys Distanzschuss auf dem Posten war. Die Torschussbilanz zu diesem Zeitpunkt lautete 16:8. Bremen rannte in den Schlussminuten an, Borussia konterte. Götze traf in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Doch der Treffer zählte nicht – Abseits. Egal, denn es war direkt danach Schluss.

Ausblick: Bereits am Dienstag geht es für den BVB mit dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf weiter im Kampf um Bundesliga-Punkte, ehe am kommenden Freitag das Fußball-Jahr 2018 mit dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach endet. Beide Begegnungen werden jeweils um 20.30 Uhr angepfiffen.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho (90.+3 Philipp), Reus, Guerreiro (89. Pulisic) – Alcácer (81. Götze)

Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson – Sahin – M. Eggestein (83 Sargent), Klaassen (18. Möhwald) – Kruse – Harnik, Rashica (73. Osako) Bank: Hitz, Dahoud, Weigl, Toprak – Plogmann, Pizarro, Kainz, Friedl

Tore: 1:0 Alcácer (19., Freistoß Guerreiro), 2:0 Reus (27., Sancho), 2:1 Kruse (35., Augustinsson) Eckstöße: 4:10 (Halbzeit 1:6), Chancenverhältnis: 12:4 (6:2) Schiedsrichter: Winkmann (Kerken), Gelbe Karten: Delaney – Langkamp, Harnik, Möhwald, Sargent Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: trocken, 0 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

14. Spieltag - Derby in GE 1:2

 


Derby in GE

Delaney und Sancho schießen Borussia zum Derbysieg.

Derbysieger! Tabellenführer! Riesenjubel bei Schwarzgelb! Borussia Dortmund hat das 153. Revierderby beim FC Schalke 04 mit 2:1 (1:0) gewonnen und setzte die Siegesserie damit auch am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga fort.

Vor 61.767 Zuschauern in der ausverkauften Arena köpfte Thomas Delaney in der siebten Minute das 1:0 für den BVB, der deutlich spielbestimmend war, aber nach einer Stunde nach Videobeweis und Elfmeter das 1:1 durch Daniel Caligiuri hinnehmen musste. Eine Viertelstunde später ab schlug Jadon Sancho zu und brachte Schwarzgelb zum zweiten Mal in Führung.

Personalien: Pulisic kehrte in den Kader, Akanji für den verletzten Zagadou direkt in die Mannschaft zurück: Gegenüber dem 2:0 gegen Freiburg in der Vorwoche gab es eine weitere Änderung: Alcácer begann anstelle von Götze (Bank).

Taktik: Schalke trat in einer 4-4-2-Grundformation mit einer Raute im Mittelfeld an, spielte hohes Pressing: McKennie und Burgstaller bildeten die erste Abwehrlinie, dahinter lauerten Harit, Bentaleb und Schöpf. Der BVB – wie immer im 4-2-3-1 – umspielte diese Linien mit schnellen, flachen Kombinationen. Im Aufbau ließ sich meist Delaney zwischen die Innenverteidiger Akanji und Diallo fallen, so dass die aufrückenden Außenverteidiger Piszczek und Hakimi Überzahl herstellten im Mittelfeld.

Spielverlauf & Analyse: Es war von Beginn an ein mit hoher Intensität und Leidenschaft geführtes Derby, in dem die Schwarzgelben körperlich dagegenhielten und sich Respekt verschafften. In Piszczek sah zunächst ein Borusse die Gelbe Karte, im weiteren Verlauf der von Dortmunder Dominanz geprägten ersten Hälfte holten sich dann die Schalker Oczipka und Sané den Gelben Karton ab. Ein Foulspiel (Schöpf an Hakimi) war Ausgangspunkt des frühen Führungstreffers: Reus brachte den Freistoß von der linken Seite scharf nach innen und fand Delaney, der sich von Sané abgesetzt hatte und aus etwa sechs Metern zum 0:1 ins linke Toreck einköpfte (7.). Zuvor hatte Hakimi knapp verzogen (2.), später fehlten bei Alcácers wuchtigem 16-Meter-Schuss nur Zentimeter zum 0:2 (15.).

Schalke kam aus dem Spiel heraus zu keiner Torchance, hätte beinahe aber in der 28. Minute das 1:1 bejubelt: Nach einer Ecke zog Burgstaller am Fünfmetereck ab, doch Bürki parierte herausragend. An den Kräfteverhältnissen änderte sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte nichts: Der BVB bestimmte das Spiel, Schalke stopfte mit hoher Laufbereitschaft die Löcher und verhinderte so weitere Torchancen der Schwarzgelben. Somit blieb es beim gefährlich knappen 1:0-Vorsprung.

Und tatsächlich: Nach Zweikampf zwischen Reus und Harit gab es – spät – das Zeichen zum Videobeweis, und tatsächlich zeigte Siebert auf den Punkt: Caligiuri traf flach, rechts unten zum 1:1 (61.). Schalke stand weiterhin tief, und der BVB hatte zunächst weiterhin Probleme, in torgefährliche Räume vorzudringen. Dann aber kam Sancho mal über die linke Seite, zog das Tempo an und nach Doppelpass mit dem eingewechselten Guerreiro in den Sechzehner, schaute kurz, sah keine Anspielstation und zog ab ins lange Eck – 1:2 (74.). Fünf Minuten später hätte Reus schon alles klar machen können, scheiterte jedoch am stark reagierenden Fährmann. Borussia verpasste in der Folge weitere dicke Möglichkeiten, den Vorsprung ausbauen zu können: So traf Guerreiro in der 85. Minute den Pfosten. Doch Schalke wurde nicht mehr gefährlich.

Ausgangslage: Borussias letzter Derbysieg lag drei Jahre zurück. Seit dem 3:2 im November 2015 hatte es vier Remis und eine Niederlage gegeben. Schalke 04 belegte mit 14 Punkten Tabellenplatz zwölf mit nur einer Niederlage aus den fünf Partien zuvor. Tabellenführer Borussia Dortmund hatte die vorangegangenen vier Ligaspiele gewonnen.

Ausblick: Am Dienstag (Anstoß 21 Uhr) geht es für den BVB im letzten Gruppenspiel der UEFA Champions League bei AS Monaco im Fernduell mit Atlético Madrid um den noch möglichen Gruppensieg, am kommenden Samstag gastiert Werder Bremen im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK.

Teams & Tore

FC Schalke 04: Fährmann – Caligiuri, Sané, Nastasic, Oczipka (76. Konoplyanka) – Rudy – Schöpf, Harit – Bentaleb (55. Serdar) – Burgstaller (36. Mendyl), McKennie

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho (88. Pulisic), Reus, Bruun Larsen (62. Guerreiro) – Alcácer (77. Götze) Bank: Nübel, Stambouli, Teuchert, Naldo – Hitz, Dahoud, Philipp, Toprak Tore: 0:1 Delaney (7., Freistoß Reus), 1:1 Caligiuri (61., Foulelfmeter, Reus an Harit), 1:2 Sancho (74., Guerreiro) Eckstöße: 3:1 (Halbzeit 2:0), Chancenverhältnis: 2:6 (1:3) Schiedsrichter: Siebert (Berlin), Gelbe Karten: Oczipka, Sané, Nastasic, Rudy – Piszczek, Hakimi, Reus Zuschauer: 61.767 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, 8 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

13. Spieltag - BVB - Freiburg 2:0

 


Freiburg

Reus! Alcácer! BVB feiert 2:0-Arbeitssieg gegen Freiburg.

Siebtes Heimspiel, sechster Heimsieg! Mit einem hart erarbeiteten 2:0 (1:0)-Erfolg über einen starken Sport-Club Freiburg festigte Borussia Dortmund am 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga den ersten Tabellenplatz.

Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK schoss Marco Reus seine Mannschaft in der 40. Minute per Foulelfmeter in Führung. Erst in der Nachspielzeit machte Paco Alcácer mit seinem Treffer zum 2:0 den Sieg perfekt.

Ausgangslage: Erster gegen Elfter. Der BVB hatte fast zwei Drittel aller vorangegangenen Duelle mit dem Sport-Club gewonnen und damit gegen keinen anderen Kontrahenten eine höhere Siegquote. Die Freiburger hatten nur eins ihrer zurückliegenden sechs Spiele in der Bundesliga verloren, warteten jedoch seit 2010 und damit so lange wie gegen keinen anderen Klub auf einen Sieg.

Personalien: Borussia musste neben Wolf (Kapseleinriss) auf Akanji (Zerrung der Kniegelenkskapsel) und Pulisic (muskuläre Probleme) verzichten. Sie wurden durch Hakimi und Sancho ersetzt. Außerdem liefen im Vergleich zum Spiel am Mittwoch gegen Brügge (0:0) Delaney, Bruun Larsen und Götze für Dahoud, Guerreiro und Alcácer (alle Bank) auf. Es war damit – mit einer Ausnahme (Diallo für Akanji) – die gleiche Elf, die vor einer Woche mit 2:1 in Mainz gewann.

Taktik: Der BVB spielte im gewohnten 4-2-3-1-System mit hoch aufrückenden Außenverteidigern. Insbesondere Hakimi auf der linken Seite war häufig weit vorn zu finden. Freiburg stand defensiv in einer 5-4-1-Grundordnung, spielte nach Balleroberung schnell nach vorn und dann durchaus mutig mit zahlreichen Akteuren in der Dortmunder Hälfte.

Spielverlauf & Analyse: Borussia dominierte das Spiel, kam im ersten Durchgang auf 68 Prozent Ballbesitz, war auch zweikampfstärker (55%) als der sehr engagierte Gast aus dem Breisgau, der sich in der Defensive dicht staffelte, aber nicht alles zustellen konnte. Nach 80 Sekunden stürmten die Borussen nach einem tief in der eigenen Hälfte eroberten Ball aufs Tor zu, Sancho kam aus 16 Metern zum Abschluss, Schwolow parierte. In der 24. Minute bekam Heintz bei Sanchos Flanke noch den Fuß dazwischen und machte es für den einlaufenden Götze fast unmöglich, das Spielgerät noch aufs Tor zu bringen. Kurz darauf dribbelte sich Bruun Larsen halblinks durch den Sechzehner, doch sowohl Reus als auch Götze scheiterten an einem Abwehrbein (28.).

Unmittelbar nach einem ersten, verletzungsbedingten Wechsel (Toprak ersetzte Zagadou) zog Sancho rechts im Strafraum an Heintz vorbei und wurde vom Freiburger am rechten Fuß getroffen. Schiedsrichter Willenborg entschied sofort auf Strafstoß. Gegen den auf der Linie zappelnden Schwolow blieb Reus cool, verwandelte zentral zum 1:0 (40.). Doch fast im Gegenzug wäre den Gästen der Ausgleich gelungen: Gondorfs Freistoß aus 29 Metern prallte von der Unterkante der Torlatte vor der Linie wieder auf (41.).

Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn hätte Reus auf 2:0 stellen können, kam nach einem der wenigen großen Fehler der Gäste halbrechts im Strafraum zum Abschluss, mit seinem Schuss aber nicht an Schwolow vorbei. Der BVB hatte das Spiel weiter im Griff, konnte aber gegen sehr aktive, früh anlaufende Freiburger keinen echten Druck entfachen, so dass es bis zur 79. Minute dauerte, ehe es wieder gefährlich wurde: Piszczeks Knaller aus halbrechter Position krachte an die Latte. In der Nachspielzeit vollendete Alcácer einen Konter über Sancho, der zwei Freiburger aussteigen ließ und dann klug auf die rechte Seite zum freistehenden Piszczek spielte, mit dem siegbringenden 2:0.

Ausblick: Bis Weihnachten stehen nun wieder zwei englische Wochen auf dem Spielplan: Den Auftakt hierzu macht das 153. Revierderby am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim FC Schalke 04. Danach geht’s nach Monaco.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Diallo, Zagadou (38. Toprak), Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho, Reus (81. Philipp), Bruun Larsen – Götze (70. Alcácer)

Sport-Club Freiburg: Schwolow – Gulde, Koch, Heintz – Stenzel, Haberer, Gondorf (77. Kleindienst), Günter – Waldschmidt, Frantz (68. Ravet) – Petersen (77. Höler) Bank: Hitz, Guerreiro, Dahoud, Weigl – Frommann, Terrazzino, Kübler, Okoroji

Tore: 1:0 Reus (40., Foulelfmeter, Heintz an Hakimi), 2:0 Alcácer (90.+1, Piszczek) Eckstöße: 2:3 (Halbzeit 1:1), Chancenverhältnis: 6:1 (4:1) Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück), Gelbe Karten: Piszczek – Haberer Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: zunächst trocken, 9 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

12. Spieltag - Mainz - BVB 1:2

 


Mainz

Alcácer und Piszczek schießen BVB zum Sieg.

Borussia Dortmund ist mit einem Sieg in das letzte Hinrunden-Drittel gestartet! Am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte der BVB mit einem 2:1 (0:0)-Erfolg beim 1. FSV Mainz 05 den vierten Auswärtssieg in Serie und festigte die Tabellenführung.

Die Zuschauer in der ausverkauften Opel Arena sahen ein intensives und interessantes Spiel, in das Borussia Dortmund stark startete, die Mainzer dann aber immer besser dagegenhielten. Der eingewechselte Alcácer bescherte der Borussia in der 66. Minute die Führung, doch Quaison glich nur vier Minuten später aus. Piszczek beantwortete das zwischenzeitliche 1:1 mit einem Traumtor zum 2:1-Endstand in der 76. Minute.

Ausgangslage: Die Westfalen hatten zwölf der vorangegangenen 16 Spiele gegen Mainz gewonnen (zudem gab es zwei Remis und zwei Niederlagen). Mit nur je zwölf Gegentoren stellten beide Teams vor dem Anpfiff die zweitbesten Abwehrreihen der Liga (nach Leipzig).

Personalien: Bis auf Schmelzer (Trainingsrückstand nach Knieverletzung) und Hitz (Infekt) waren alle Profis einsatzfähig. Gegenüber dem 3:2-Erfolg vor der Länderspielpause gegen Bayern München gab es zwei Änderungen in der Starformation: Bürki kehrte nach überstandener Oberschenkelblessur ins Tor zurück, Delaney ersetzte Weigl.

Taktik: Mainz stellte sich bei Dortmunder Ballbesitz tief rein, verteidigte in einer 5-3-2-Grundordnung. Der BVB startete seine Angriffe im bewährten 4-2-3-1 mit einem sehr umtriebigen Reus, dessen Aktionen sowohl von der linken, von der rechten Seite oder aus der Mitte ausgingen.

Spielverlauf & Analyse: Borussia Dortmund setzte sich zu Beginn phasenweise fest in der Mainzer Spielhälfte, verteidigte nach Ballverlust sehr hoch, fand immer wieder Lücken im Mainzer Abwehrgeflecht. Das war richtig fein anzuschauen und spiegelte sich auch in den Zahlen wider: 5:1 Torschüsse, 75 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von 93 Prozent Mitte der ersten Halbzeit. Zagadou scheiterte mit Kopfball an Zentner (4.), Witsel zwang den Mainzer Schlussmann mit einem Schuss aus 18 Metern zu einer Parade (21.), und bei Reus‘ Kopfball fehlten zuvor nur wenige Zentimeter.

Bei aller Überlegenheit schlichen sich jedoch auch ab und an Konzentrationsmängel ein: Bürki war gegen Mateta (20.) und Aaron (27.) gefordert. Diese Aktionen gaben den Nullfünfern Selbstvertrauen. Sie kamen stärker auf, glichen bis zum Halbzeitpfiff nach Torschüssen aus (6:6). Mainz kam mutig aus der Kabine, attackierte früh und hoch, erzwang in den ersten Minuten Fehlpässe bei Schwarzgelb, die man bis dahin nicht gesehen hatte. Und sie kamen zu Chancen: Matetas Schuss wurde gefährlich abgefälscht (47.), Latza traf aus neun Metern das Außennetz (52.). Danach nahm der BVB das Heft wieder in die Hand, verpasste aber am Strafraum den Abschluss oder spielte hier zu ungenau. In der 64. Minute brachte Favre seinen Top-Joker: Alcácer stand soeben zwei Minuten auf dem Platz, als er ein Zuspiel von Reus (vorausgegangen ein starker Pass von Sancho) zum 0:1 über die Linie drückte (66.). Acht seiner nun neun Saisontore erzielte der Spanier als Einwechselspieler. Doch die Freude über die Führung währte keine vier Minuten: Hacks Pass aus dem Mittelfeld wurde so unglücklich abgefälscht, dass Quaison freie Bahn hatte – 1:1 (70.).

Der BVB suchte sofort wieder den Weg nach vorn. Über Umwege kam der Ball an der Strafraumkante zu Piszczek. Der Pole nahm Maß und kickte die Kugel exakt unter die Latte, von wo sie zum 2:1 für den BVB hinter die Linie tropfte (76.). Gegen stürmische Mainzer verpasste Reus in der 89. Minute das 1:3, weil Zentner stark parierte. Mit etwas Glück brachten die Borussen den knappen Vorsprung über die fünfminütige Nachspielzeit ins Ziel.

Ausblick: Am Mittwoch kann Borussia Dortmund am 5. Spieltag der UEFA Champions League im Heimspiel gegen den FC Brügge (die restlichen Karten gibt es hier) vorzeitig das Ticket für das Achtelfinale lösen. Kommende Woche Samstag hat der BVB erneut Heimrecht, dann in der Bundesliga gegen den Sportclub Freiburg.

Teams & Tore 1. FSV Mainz 05: Zentner – Brosinski, Bell, Hack (77. Boetius), Niakhaté, Aaron Martin – Latza (83. Maxim), Kunde Malong, Gbamin – Mateta, Quaison (71. Onisiwo)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Zagadou, Hakimi (83. Diallo) – Delaney, Witsel – Sancho, Reus, Bruun Larsen (77. Pulisic) – Götze (64. Alcácer) Bank: Huth, Donati, Ujah, Bungert – Oelschlägel, Guerreiro, Dahoud, Toprak

Tore: 0:1 Alcácer (66., Reus), 1:1 Quaison (70., Hack), 1:2 Piszczek (76., Sancho) Eckstöße: 6:5 (Halbzeit 3:4), Chancenverhältnis: 8:5 (2:3) Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach), Gelbe Karten: Hack, Malong – Delaney Zuschauer: 33.305 (ausverkauft), Wetter: leichter Regen, 5 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

11. Spieltag - BVB - Bauern 3:2

 


Bauern

3:2 nach 0:1 und 1:2 – Reus! Reus! Alcácer! BVB besiegt die Bayern.

Borussia Dortmund beendet das erste Drittel der Saison 2018/19 mit einem dicken Ausrufezeichen: Der Tabellenführer besiegte Bayern München am 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga in einem phantastischen Spiel nach zweimaligem Rückstand mit 3:2 (0:1) und baute den Vorsprung auf den Rekordmeister auf sieben Punkte aus.

Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK verpasste Reus mit einem Alleingang das 1:0, stattdessen köpfte Lewandowski in Halbzeit eins optisch überlegene Münchner in der 26. Minute in Führung. Kurz nach der Pause glich Reus per Elfmeter aus, doch nur drei Minuten später sorgte Lewandowski in einem mitreißenden Spiel für das 1:2. Ein immer stärker spielender BVB verpasste in der Folge drei XXL-Möglichkeiten zum neuerlichen Ausgleich, ehe Reus in der 67. Minute das mittlerweile hochverdiente 2:2 erzielte und der eingewechselte Alcácer sechs Minuten später für die erstmalige Führung und zugleich für den Sieg sorgte.

Ausgangslage: Beide Klubs trafen zum 99. Mal in der Bundesliga aufeinander. Erstmals seit April 2012 ging der BVB als Tabellenführer in dieses Duell. Den letzten Sieg hatte es 2017 im Pokal-Halbfinale in München gegeben.

Personalien: Borussia Dortmund musste auf Bürki verzichten. Für den am Oberschenkel verletzten Stammtorwart gab Hitz sein Bundesliga-Debüt in Schwarzgelb. Der Schweizer hatte schon im Pokalspiel gegen Union Berlin (3:2 n.V.) überzeugt und brachte die Erfahrung von 154 Liga-Einsätzen ein. Gegenüber dem 0:2 am Dienstag in der UEFA Champions League bei Atlético Madrid gab es vier weitere Änderungen in der Startelf: Zagadou, Weigl, Bruun Larsen und Götze begannen anstelle von Toprak, Delaney, Pulisic und Alcácer (alle Bank). Diallo und Schmelzer standen weiterhin nicht zur Verfügung.

Taktik: München agierte in einer 4-1-4-1-Grundordnung, häufig sogar mit Müller auf einer Höhe mit Lewandowski. Die Dortmunder staffelten sich defensiv in einem 4-4-2 (Reus und Götze vorn) und hatten aus dem Spiel in Madrid die Erkenntnis mitgenommen, dass ein offensivstarker Gegner am besten zu bekämpfen ist, wenn man die Außenspieler „doppelt“. Sancho auf der rechten und Bruun Larsen auf der linken Seite verrichteten viel Defensivarbeit.

Spielverlauf & Analyse: Bayern übte zu Beginn viel Druck aus, schnürte die Borussen phasenweise in deren Hälfte ein, ohne zunächst aber Torgefahr auszustrahlen. Der BVB suchte nach Balleroberung in Höchstgeschwindigkeit die Konterchance. In der Anfangsphase verpasste Sancho das Anspiel auf Bruun Larsen (der frei aufs Tor zugelaufen wäre), in Minute zehn eroberte Reus gegen Hummels den Ball, scheiterte dann aber mit seinem Alleingang an Torwart Neuer, der zudem nach Bruun Larsens starker Hereingabe auch rechtzeitig vor dem am Fünfmetereck einschussbereiten Sancho am Ball war (16.).

In einer äußerst intensiven Begegnung erzielten die Gäste in der 26. Minute den Führungstreffer: Lewandowski köpfte Gnabrys Flanke zum 0:1 ins Netz. Keine Chance für Hitz, der etwas später stark gegen Ribery parierte (33.). Doch insgesamt war der BVB nun besser im Spiel, auch wenn die Halbzeitführung für die Gäste sicher nicht unverdient war. 2. Halbzeit: BVB mit Tempo und vielen Chancen Favre reagierte zur Pause, brachte den offensivstärkeren Dahoud für Weigl und sah kurz darauf einen starken Ball vertikal auf Reus, der vor dem herausstürzenden Neuer an der Kugel war, ehe er vom Torwart gefoult wurde. Klare Sache: Elfmeter. Reus trat an und verwandelte sicher zum 1:1 (49.). Das Stadion tobte, sah einen weiteren starken Angriff über Götze, ehe die Münchner zum zweiten Mal zuschlugen: Lewandowski köpfte Kimmichs Hereingabe zur erneuten Führung für den FC Bayern ins Netz (52.).

Der BVB zeigte sich von diesem Rückstand wenig beeindruckt, spielte weiter nach vorn. Sancho fand Reus freistehend am Fünfer. Der schob den Ball an Neuer vorbei, doch Kimmich rettete vor der Linie (58.). Noch größer war die Chance zum Ausgleich vier Minuten später: Sancho war mit Ball schneller als Hummels, passte nach innen, der soeben eingewechselte Alcácer zögerte, dann klärte Boateng den Schuss des Spaniers, und auch der Nachschuss von Bruun Larsen wurde von einem Münchner geblockt – Wahnsinn! (62.). Und weiter ging’s: Hakimi eroberte gegen Goretzka den Ball, brachte ihn nach innen, doch Reus schoss übers Tor (65.).

Und weiter ging’s. Das Spiel kannte in dieser Phase nur eine Richtung: auf die Süd, auf das Tor von Neuer. Dahoud verlagerte es auf die rechte Seite, Piszczek flankte nach innen, und Reus ging volles Risiko: Volleyabnahme – 2:2 (67.)! Dann eroberte Sancho auf Höhe des eigenen Strafraums den Ball gegen Ribery. Witsel spielte anschließend den perfekten Pass auf Alcácer, der Neuer umkurvte und zum 3:2 einschob (73.). Als Einwechselspieler traf Alcácer in jedem Spiel!

Ausblick: Die Liga unterbricht nun zum dritten Mal in dieser Saison den Spielbetrieb zugunsten der Nationalteams. Weiter geht es für den BVB am 24. November (Anstoß 15.30 Uhr) mit dem Gastspiel beim 1. FSV Mainz 05. Ein Freundschaftsspiel wurde zudem mit den Sportfreunden Lotte vereinbart (Freitag, 16. November).

Teams & Tore Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek, Akanji, Zagadou, Hakimi – Witsel, Weigl (46. Dahoud) – Sancho, Reus, Bruun Larsen (82. Delaney) – Götze (59. Alcácer)

FC Bayern München: Neuer – Kimmich, Boateng, Hummels (65. Süle), Alaba – Martinez – Gnabry (75. Sanches), Müller (82. Wagner), Goretzka, Ribery – Lewandowski Bank: Oelschlägel, Guerreiro, Pulisic, Toprak – Ulreich, James, Rafinha, Will

Tore: 0:1 Lewandowski (26., Gnabry), 1:1 Reus (49., Foulelfmeter, Neuer an Reus), 1:2 Lewandowski (52., Kimmich), 2:2 Reus (67., Piszczek), 3:2 Alcácer (73., Witsel) Eckstöße: 0:6 (Halbzeit 0:3), Chancenverhältnis: 7:4 (1:2) Schiedsrichter: Gräfe (Berlin), Gelbe Karten: Weigl, Akanji, Hitz – Ribery, Süle, Wagner Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: leichter Regen, 11 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

10. Spieltag - Wolfsburg - BVB 0:1

 


Wolfsburg

Reus mit dem „goldenen Tor“ in Wolfsburg.

Borussia Dortmund hat am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg in Wolfsburg die Tabellenführung ausgebaut und bleibt auch nach dem 15. Pflichtspiel der Saison ungeschlagen.

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena, darunter mehr als 6.000 Schwarzgelbe, ging der BVB nach knapp einer halben Stunde durch das bereits sechste Saisontor von Marco Reus in Führung und brachte diese in einem am Ende spannenden Spiel über die Zeit. Damit blieb Lucien Favre in seinen ersten 15 Pflichtspielen mit dem BVB ungeschlagen. Das schaffte kein Dortmunder Trainer vor ihm.

Ausgangslage: Borussia Dortmund hatte nach dem unterlegenen Pokal-Finale 2015 keines der folgenden sechs Bundesliga-Spiele gegen Wolfsburg verloren (fünf Siege, ein Remis), der VfL Wolfsburg saisonübergreifend nur zwei der zurückliegenden 14 Liga-Heimspiele gewonnen.

Personalien: Rotation rückwärts: Drei Tage nach dem Pokalspiel gegen Union Berlin (3:2) nahm Favre neun Änderungen in der Startelf vor: Nur Hakimi und Zagadou waren auch am Mittwoch von Beginn an dabei. Akanji feierte ein schnelles Comeback und ersetzte Diallo (Adduktorenzerrung). Weiterhin nicht dabei waren Götze (Bronchitis), Piszczek (Knieprellung) und Schmelzer (Knochenmarködem im Knie). Toljan zählte erstmals in dieser Saison zum Kader.

Taktik: Wolfsburg agierte in einer 4-3-3-Grundordnung, allerdings nicht mit zwei offensiven „Achtern“, sondern gegen den Ball mit drei defensiven Mittelfeldspielern (Rexhbecaj, Arnold, Gerhardt) auf einer Linie vor der Viererkette. Somit hatten die Borussen, die wie gewohnt im 4-2-3-1 agierten, kaum Platz in der gegnerischen Hälfte, wo neun Wolfsburger Feldspieler in einem Korridor von weniger als zehn Metern verteidigten und damit den Raum so eng wie möglich machten. Lediglich Weghorst war ein wenig weiter vorn postiert. Waren die Wolfsburger in Ballbesitz, rückte Gerhardt weit nach vorn und gesellte sich neben Weghorst; Ginczek und Brekalo besetzten die Flügel.

Spielverlauf & Analyse: Bis auf eine Szene klärte Borussia die sporadischen Gegenangriffe der Niedersachsen souverän, hatte aber Mühe, sich offensiv im dichten Abwehrgeflecht des Gegners durchzusetzen. So blieben Torraumszenen in der ersten Halbzeit rar. Brooks wäre bei einer riskanten Klärungsaktion in der dritten Minute zwar beinahe ein Eigentor unterlaufen, doch dann dauerte es bis zur 27. Minute, ehe sich die Schwarzgelben durchsetzen konnten: Reus ließ einen Ball durch zu Sancho auf dem linken Flügel. Dessen Flanke legte Delaney mit dem Kopf quer auf Reus, der zum 0:1 einnickte. Kurz vor der Pause konnte sich der Kapitän dann nochmal im Strafraum durchsetzen. Sein Pass zurück von der Grundlinie erreichte Guerreiro, dessen Schuss aus fünf Metern jedoch geblockt wurde (45.).

Die zweite Halbzeit begann deutlich munterer, weil Wolfsburg aktiver in diesen zweiten Durchgang ging, zwar die Deckung noch nicht entblößte, aber deutlich schneller nach vorn spielte. Daraus resultierte schon früh eine gute Konterchance für Sancho, die Roussillon jedoch stark klärte (52.). Auf der anderen Seite brachten Distanzschüsse von Arnold (58.) und Steffen (72.) das BVB-Tor erstmals in Gefahr. Dortmund kontrollierte das Spiel, setzte sich immer wieder in der gegnerischen Hälfte fest, ließ den Ball stark laufen, spielte jedoch das eine oder andere Mal zu oft quer, statt entschlossen auf den Abschluss zu gehen. Und Wolfsburg kam dann stärker auf, drängte auf den Ausgleich. Bruun Larsen hätte auf 0:2 stellen können. Den selbst stark eroberten Ball setzte der Däne haarscharf am rechten Pfosten vorbei (79.).

Am Ende wurde es nochmal knapp: Arnolds Freistoßflanke vom rechten Flügel verfehlte das Dortmunder Tor nur um wenige Zentimeter (87.).

Ausblick: Am Mittwoch kann Borussia Dortmund im Champions-League-Spiel bei Atletico Madrid bereits den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen. Am kommenden Samstag wird im Signal Iduna Park das Liga-Topspiel gegen Bayern München angepfiffen.

Teams & Tore VfL Wolfsburg: Casteels – William, Tisserand, Brooks, Roussillon – Gerhardt (81. Malli), Arnold, Rexhbecaj (69. Steffen) – Ginczek, Weghorst, Brekalo (81. Yeboah)

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Zagadou, Guerreiro – Witsel, Delaney – Sancho (78. Pulisic), Reus, Bruun Larsen (90. Toprak) – Alcácer (79. Philipp) Bank: Pervan, Verhaegh, Uduokhai, Knoche – Hitz, Toljan, Dahoud, Weigl

Tor: 0:1 Reus (27., Delaney), Eckstöße: 7:14 (Halbzeit3:8), Chancenverhältnis: 3:5 (0:3) Schiedsrichter: Siebert (Berlin), Gelbe Karten: – Zagadou, Delaney Zuschauer: 30.000 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 10 Grad


Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

9. Spieltag - BVB - Berlin 2:2

 


Augsburg

Sancho trifft doppelt – Hertha per Elfer in der Nachspielzeit zum 2:2.

Borussia Dortmund bleibt national und international in dieser Saison ungeschlagen, verpasste aber mit einem 2:2 (1:1) gegen Hertha BSC den fünften Liga-Heimsieg in Serie.

Vor 81.000 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Signal Iduna Park (im Gästebereich waren einige hundert Plätze leer geblieben) traf Sancho in der 27. Minute zum 1:0, doch kurz vor der Pause konnte Kalou ausgleichen. Nach etwas Leerlauf kam der BVB nach einer Stunde zur erneuten Führung, abermals durch Sancho. In der Folge ließ Dortmund zwei dicke Chancen zum 3:1 aus und musste in der Nachspielzeit per Elfmeter durch Kalou das 2:2 hinnehmen.

Ausgangslage: Erster gegen Sechster. Borussia war als einziges Team noch ohne Niederlage, Hertha hatte erst einmal verloren (in Bremen) und mit 15 Zählern bereits sechs Punkte mehr auf dem Konto also vor einem Jahr. Im direkten Duell warSchwarzgelb in den zurückliegenden neun Pflichtspielen nur einmal (vorletzte Saison auswärts mit 1:2) als Verlierer vom Platz gegangen.

Personalien: Es fehlten Alcácer (muskuläre Probleme), Delaney (Fußprellung), Akanji (Hüfte) und Schmelzer (Knochenödem). Drei Tage nach dem Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid (4:0) gab es drei Wechsel in der Startformation: Dahoud, Sancho und Guerreiro begannen anstelle von Delaney (verlettz), Pulisic und Bruun Larsen (beide Bank).

Taktik: Die Gäste stellten dem Dortmunder 4-2-3-1 eine „Berliner Mauer“ in Form einer 5-2-2-1-Grundordnung gegenüber, doch trotz des Gedränges im Mittelfeld und der engen Bewachung fanden die Schwarzgelben stets spielerische Lösungen, sich dem Geflecht zu entziehen. Guerreiro wechselte dabei häufig von der linken Seite ins Zentrum, zog damit ein bis zwei Gegner auf sich und verschaffte zudem dem aufrückenden Hakimi Platz auf der linken Seite.

Spielverlauf & Analyse: Stark in der Balleroberung, ballsicher und stark im Umschaltspiel kamen die Schwarzgelben kontinuierlich zu guten Angriffen und dementsprechend zu Torchancen. In Minute drei gelangte die Kugel links im Strafraum zu Hakimi, der jedoch in Rücklage geriet und verzog (3.). Keine 60 Sekunden später lief sie über Guerreiro und Reus zu Sancho, der aus halbrechter Position zum Abschluss kam, doch Rekik klärte für seinen ausgespielten Torhüter Jarstein. Nach Hakimis 18-Meter-Schuss, der abgefälscht knapp am langen Pfosten vorbei zur Ecke ging (16.), jubelten die Borussen zwei Minuten später über das vermeintliche 1:0, das Sancho wunderschön mit der Hacke erzielt zu haben schien. Doch in der Entstehung stand Vorlagengeber Reus bei Dahouds Zuspiel knapp im Abseits – so die Entscheidung nach Studium der Bilder.

In der 27. Minute zählte ein weiterer Treffer des Engländers dann doch: Dahoud eroberte an der Mittellinie den Ball, Götze lief gemeinsam mit Reus aufs Berliner Tor zu, von rechts kam Sancho, und der drückte Götzes Zuspiel aus einigermaßen spitzem Winkel zum 1:0 über die Linie. Hertha ging nun zunehmend rustikaler zu Werke; bei Borussia riss etwas der Faden. Dudas Versuch aus 18 Metern war ein Warnschuss (40.), dem Kalou keine Minute später nach Mittelstädts Zuspiel in den Raum den Ausgleich folgen ließ. Vorausgegangen war einer der wenigen Fehlpässe der Borussen im Spielaufbau. Nach Sanchos zweiten Tor Chancen zum 3:1 Etwa zehn Minuten nach Wiederbeginn nahmen die Borussen den Faden wieder auf, spielten wieder geradliniger, wurden direkt wieder gefährlich. In Minute 55 traf Hakimi nach Witsels Zuspiel das Außennetz, und sechs weitere Zeigerumdrehungen später führte der BVB wieder: Hakimi zog im Zusammenspiel mit Götze ganz stark in die Mitte und passte perfekt auf Reus, der den Ball durchließ, und der von hinten kommende Sancho schob ein zum 2:1 (61.). Für den Engländer war es der vierte Treffer binnen acht Tagen.

Zwölf Minuten vor dem Ende hätte Guerreiro nach einem langen Ball aus der Abwehr (Dahoud) für die Vorentscheidung sorgen können, als er allein aufs Berliner Tor zulief. Torwart Jarstein stoppte den Ball mit dem Kopf, dann klärte Stark. Auch der eingewechselte Bruun Larsen verpasste nach Reus‘ Zuspiel das mögliche 3:1 (86.), und beinahe wäre kurz darauf das 2:2 gefallen: Doch Bürki wehrte überragend ab gegen Selke. Zunächst. Denn diese Parade bedeutete noch nicht den Sieg. Nach einem Zweikampf zwischen Zagadou und Selke gab es in der Nachspielzeit Elfmeter für Hertha, den Kalou sicher verwandelte.

Ausblick: In der Bundesliga tritt der BVB kommende Woche Samstag (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg an. Zuvor steht das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal auf dem Spielplan: Am Mittwoch (18.30 Uhr) gastiert Union Berlin im Signal Iduna Park. Für diese Begegnung gibt es noch ausreichend Karten, die Sie u.a. hier online erwerben können.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek (90.+2 Toprak), Zagadou, Diallo, Hakimi – Dahoud, Witsel – Sancho (72. Pulisic), Reus, Guerreiro (80 Bruun Larsen) – Götze

Hertha BSC: Jarstein – Lazaro, Stark, Lustenberger, Rekik, Mittelstädt – Skjelbred (46. Darida), Maier – Kalou, Duda (71. Dilrosun) – Ibisevic (57. Selke) Bank: Hitz, Philipp, Wolf, Weigl – Kraft, Köpke, Plattenhardt, Luckassen

Tore: 1:0 Sancho (27., Götze), 1:1 Kalou (41., Mittelstädt), 2:1 Sancho (61., Hakimi), 2:2 Kalou (90.+1, Foulelfmeter, Zagadou an Selke) Eckstöße: 8:1 (Halbzeit 5:1), Chancenverhältnis: 9:6 (5:2) Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel), Gelbe Karten: Hakimi, Zagadou – Ibisevic, Lazaro, Lustenberger Zuschauer: 81.000, Wetter: heiter, 9 Grad
Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

8. Spieltag - Stuttgart - BVB 0:4

 


Stuttgart

Effektiver BVB siegt deutlich in Stuttgart.

Borussia Dortmund hat am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 4:0 (3:0)-Auswärtssieg in Stuttgart die Tabellenführung gefestigt und zugleich den vierten Liga-Sieg in Serie gelandet.

Jadon Sancho schoss die Schwarzgelben schon nach zwei Minuten in Führung. Mit einem Doppelschlag bauten Marco Reus (23.) und Paco Alcácer (25.) den Vorsprung noch vor der Pause auf 3:0 aus. Der BVB hatte das Spiel bis dahin fest im Griff und bestach einmal mehr mit großer Effektivität, geriet nach dem Wechsel aber zunächst mehrfach in Bedrängnis. Fünf Minuten vor dem Ende traf Maximilian Philipp sogar zum 4:0 und machte einen historischen Saisonstart perfekt: 27 Tore nach acht Spieltagen hatte der BVB zuvor noch nie auf dem Konto.

Ausgangslage: Die Schwarzgelben reisten mit einer guten Serie nach Schwaben: Sie hatten sieben der zurückliegenden neun Partien gewonnen und nur eine der vorangegangenen 14 verloren. Nirgendwo siegten sie öfter als beim VfB (13 Mal). Allerdings war die Anzahl der Auswärts-Niederlagen mehr als doppelt so hoch (27).

Personalien: Lucien Favre musste auf Akanji, Schmelzer, Wolf sowie Guerreiro verzichten und veränderte die Startelf gegenüber dem 4:3 gegen Augsburg auf drei Positionen: Piszczek, Delaney und Alcácer (Startelf-Debüt in der Liga) begannen anstelle von Akanji, Weigl und Philipp.

Taktik: Fast komplett umgestellt war die Abwehr der Schwarzgelben, die wie gewohnt in einer 4-2-3-1-Grundordnung antraten: Hakimi wechselte von der rechten auf die linke Seite der Viererkette, Diallo rutschte wieder nach innen zu Zagadou, der als Einziger aus dem Quartett seine Position (als halblinker Innenverteidiger) behielt. Stuttgart agierte in einer 4-1-3-2-Grundordnung mit Gonzalez als zweite Spitze neben Gomez. Das dadurch entstehende Vakuum auf der linken Stuttgarter Seite musste Linksverteidiger Insua ausfüllen, der weit vorgezogen agierte. Nach der Halbzeitpause stellte der VfB um auf ein 5-3-2.

Spielverlauf & Analyse: Mit einer frühen 1:0-Führung und dem Selbstvertrauen aus – wettbewerbsübergreifend – zuvor vier siegreichen Spielen in Serie im Rücken spielte der BVB souverän auf. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als Bruun Larsen von der linken Seite nach innen spielte zu Reus, der weiterleiten wollte in den Fünfmeterraum. Baumgartl war zwar dazwischen, doch vom Stuttgarter prallte der Ball vor die Füße von Sancho, der aus etwa acht Metern halbrechter Position sofort abzog und ebenfalls Glück hatte, dass Insua den Ball mit dem Oberschenkel unhaltbar abfälschte für Zieler. Der BVB ließ den VfB in der Folge zwar spielen, und Gentners abgefälschter Schuss, den Bürki über die Latte lenkte, beschwor auch etwas Gefahr herauf (20.). Doch immer, wenn Schwarzgelb das Tempo anzog, liefen die Schwaben nur noch hinterher. Reus spielte einen feinen Pass auf die rechte Seite zu Piszczek, dessen Hereingabe Alcácer im Zentrum klug durchließ für den aufgerückten Reus, der zum 0:2 traf (23.). Keine zwei Minuten später fing Reus einen Fehlpass von Pavard kurz vor der Mittellinie ab, passte zu Alcácer und lief gemeinsam mit dem Spanier aufs Stuttgarter Tor zu. Zieler kam zwar raus, zögerte jedoch, und Alcácer nutzte dies statt zu einem Abspiel zu einem Heber über den Keeper hinweg – 0:3 (25.).

Mit einer Systemänderung (5-3-2) dämpften die Schwaben im zweiten Durchgang den Schwung der Westfalen ein. Und sie hätten das Spiel auch wieder spannend machen können, doch Gentner schoss nach einem Eckball freistehend aus kurzer Distanz übers Tor (48.), Tommy traf das Außennetz (50.), und Bürki klärte überragend gegen Ascacibar (52.). Favre passte die Sorglosigkeit seiner Mannschaft in dieser Phase gar nicht. Plötzlich hatte der VfB ein Chancenplus (5:4), und nach Torschüssen lagen die Schwaben bis zur 70. Minute mit 11:8 vorn. Die Dortmunder Konter versandeten meist. Gefährlichster Abschluss in Halbzeit zwei war erst in der 75. Minute ein Distanzschuss von Hakimi. Angesicht von sechs weiteren Spielen in den kommenden drei Wochen war es jedoch auch verständlich, dass die Borussen mit dem deutlichen Halbzeitstand einen Gang herausnahmen. Fünf Minuten vor dem Ende vollendete Philipp einen Konter mit einem satten Schuss ins linke Eck und beendete damit auch seien persönliche Durststrecke.

Ausblick: Heimspiel-Dreierpack für Borussia Dortmund: Am Mittwoch trifft der BVB im Signal Iduna Park auf Atlético Madrid (Anstoß 21 Uhr), es folgen die Duelle in Liga und Pokal gegen die Berliner Klubs Hertha BSC und Union am kommenden Samstag (15.30 Uhr) sowie am darauffolgenden Mittwoch (18.30 Uhr).

Teams & Tore

VfB Stuttgart: Zieler – Maffeo (78. Beck), Baumgartl, Pavard, Insua – Ascacibar – Thommy (69. Akolo), Castro (46. Badstuber), Gentner – Gomez, Gonzalez

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Zagadou, Diallo, Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho, Reus (80. Götze), Bruun Larsen (66. Pulisic) – Alcácer (46. Philipp) Bank: Grahl, Kopacz, Özcan, Sarpei – Hitz, Dahoud, Weigl, Toprak

Tore: 0:1 Sancho (3., Reus), 0:2 Reus (23., Piszczek), 0:3 Alcácer (25., Reus), 0:4 Philipp (85., Pulisic) Eckstöße: 10:2 (Halbzeit 3:2), Chancenverhältnis: 5:6 (1:4) Schiedsrichter: Gräfe (Berlin), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 58.594 (ausverkauft), Wetter: heiter, 16 Grad
Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

7. Spieltag - BVB - Augsburg 4:3

 


Augsburg

Das nächste Wahnsinnsspiel: Alcácer mit der letzten Aktion zum 4:3.

Borussia Dortmund geht als Tabellenführer in die Länderspielpause! Am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte der BVB in einem atemberaubenden Spiel mit einem 4:3 (0:1) gegen den FC Augsburg den vierten Heimsieg in Serie.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen einen taktisch herausragend gut agierenden FC Augsburg, der zur Pause nicht unverdient durch einen allerdings umstrittenen Treffer von Finnbogason aus der 22. Minute mit 1:0 in Führung lag. Nach gut einer Stunde glich der kurz zuvor eingewechselte Alcácer aus. In einem packenden Spiel schoss Max den FCA erneut in Front (71.), dann schienen Alcácer mit seinem zweiten Treffer (80.) und Götze mit dem Tor zum 3:2 (84.) das Blatt gewendet zu haben, doch Gregoritsch glich in der 87. Minute zum 3:3 für Augsburg aus. War’s das? Nein! In der sechsten Minute der Nachspielzeit verwandelte Alcácer einen Freistoß direkt zum 4:3-Endstand. Damit hat Lucien Favre mit seiner Mannschaft die ersten vier Heimspiele der Saison gewonnen und den Startrekord von Ottmar Hitzfeld eingestellt, dem dies als bisher einzigem BVB-Trainer gelungen war.

Ausgangslage: Tabellenführer Borussia Dortmund empfing den Achten aus Augsburg, der mit einem 1:1 in München vor zehn Tagen ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und mit einer ausgeglichenen Auswärtsbilanz (1-1-1) im Signal Iduna Park antrat.

Personaien: Der BVB musste ohne Wolf (Faserriss im Oberschenkel) und weiterhin auch ohne u.a. Pulisic, Toprak (beide Faserriss), Schmelzer (Knie) sowie Kagawa (Sprunggelenk) auskommen, zudem konnte Alcácer (Bank) nach vorangegangener Verletzung und 90-Minuten-Einsatz am Mittwoch nicht drei Tage später erneut in der Startelf auflaufen. Zurück im Kader war Götze. So änderte Favre die Anfangsformation gegenüber dem 3:0 gegen Monaco auf vier Positionen: Hakimi, Weigl, Bruun Larsen und Philipp begannen anstelle von Piszczek, Delaney, Wolf und Alcácer.

Taktik: Augsburg begegnete dem Dortmunder 4-2-3-1 in einer 5-1-3-1-Grundordnung mit Khedira zwischen den Innenverteidigern. Vorne blieb nur Finnbogason. Hinten verdichteten neun Feldspieler den Raum. Nach Balleroberung suchten die Gäste schnell den Weg nach vorn, sie hatten eine gute Raumaufteilung, sie pressten mutig mit oft vier Akteuren tief in der Dortmunder Hälfte, stellten damit auch die Passwege zu und zwangen die Aufbauspieler zu langen Bällen.

Spielverlauf & Analyse: Trotz der defensiven Grundordnung stellten sich die Augsburger nicht hinten rein, sondern spielten gefällig nach vorn, ohne die Absicherung zu vernachlässigen. Ein Versuch von Hahn aus spitzem Winkel (10.) war mehr als ein Warnschuss für einen BVB, der in der Anfangsviertelstunde nur einmal gefährlich vors Tor kam: Sancho setzte sich am rechten Flügel durch, legte zurück auf den heranrauschenden Reus, der freie Bahn hatte, aber den Schuss aus rund acht Metern halbrechter Position zu hoch ansetzte (15.). Stattdessen ging der FCA Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Nach einer Freistoßflanke von Max landete der Ball bei Finnbogason, der ihn aus wenigen Metern zum 0:1 über die Linie drückte (22.). Allerdings blieb in dieser Szene ein Foul von Hahn an Reus ungeahndet.

Die Chance zum Ausgleich bot sich kurz darauf: Zunächst zwang Hakimi FCA-Keeper Luther mit einem Distanzschuss zu einer Parade. Bei der anschließenden Ecke wurden sowohl Zagadous Kopfball als auch Witsels Nachschuss im letzten Moment geblockt (25.). Mit 8:3 Torschüssen und jeweils 58% Ballbesitz und gewonnener Zweikämpfe ging es in die Kabine – aber eben auch mit einem 0:1-Rückstand.

Durchgang zwei begann mit zwei Top-Chancen für den FC Augsburg innerhalb weniger Sekunden: Erst parierte Bürki phänomenal gegen Gregoritsch, dann scheiterte Gouweleeuw aus kurzer Distanz ebenfalls am BVB-Schlussmann. Der Szene vorangegangen war jedoch ein nicht geahndetes Foul an Reus im Mittelfeld (49.). Und wenig später stand der Kapitän erneut im Brennpunkt, als er im Strafraum von Gouweleeuw umgemäht wurde. Erst traf der Augsburger Ball und Gegner, dann aber auch noch Reus‘ anderes Bein. (53.). Dann die 62. Minute: Witsel eroberte kurz hinter der Mittellinie den Ball, spielte ihn perfekt nach Rechtsaußen in den Lauf von Sancho, der ohne eine Sekunde zu zögern punktgenau ins Zentrum passte, wo der Sekunden zuvor eingewechselte Alcácer zum 1:1 traf. Kurz darauf klärte Gregoritsch Zagadous Kopfball (69.), schoss Alcácer freistehend nach Sanchos Vorarbeit übers Tor (71.).

Es ging hin und her: Finnbogason mit einem Lattentreffer (63.), Akanji mit einer Rettungstat gegen Caiuby (70.) – und dann Max mit der neuerlichen Führung für den FCA, als er Hahns eigentlich verunglückten Schuss unhaltbar für Bürki im Tor unterbrachte (71.).

Aus einem guten wurde spätestens jetzt ein überragendes Fußballspiel. Guerreiro führte einen Freistoß schnell aus, direkt in den Lauf von Alcácer, der die Kugel einmal tropfen ließ und dann aus etwa zehn Metern halbrechter Position zum 2:2 ins Tor knallte (80.). Vier Minuten später bediente Hakimi den eingewechselten Götze, der aus spitzem Winkel zum 3:2 traf – das Stadion stand Kopf! Doch es dauerte nur drei weitere Minuten, bis Gregoritsch eine Ecke zum 3:3 einköpfte. Borussia versuchte nochmal alles: Alcácer schoss im Anschluss an eine Ecke knapp vorbei (89.), und auch bei Witsels Schuss fehlten nur Zentimeter zum Siegtreffer (90.).

Doch es gab sie noch, diese eine letzte Chance: Nach Foul an Hakimi wollte Guerreiro zunächst den Freistoß schießen, doch dann kam Alcácer, signalisierte „Ich habe eine bessere Idee“ – und schoss den Ball aus 23 Metern rechts über die Mauer zum 4:3 ins Netz. Es war die letzte Aktion im Spiel. Der Rest war Party pur.

Ausblick: Die Liga legt zum zweiten Mal in dieser Saison eine (Länderspiel-)Pause ein. Weiter geht es für den BVB am 20. Oktober mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Zagadou, Diallo – Witsel, Weigl (77. M. Götze) – Sancho, Reus, Bruun Larsen (69. Guerreiro) – Philipp (59. Alcácer)

FC Augsburg: Luthe – Gouweleeuw, Khedira, Hinteregger – Framberger, Baier (64. F. Götze), Max – Hahn (75. Moravek), Gregoritsch, Caiuby – Finnbogason (83. Córdova) Bank: Hitz, Delaney, Dahoud, Piszczek – Giefer, Schmid, Jensen, Danso

Tore: 0:1 Finnbogason (22., Freistoß Max), 1:1 Alcácer (62., Sancho), 1:2 Max (71., Hahn), 2:2 Alcácer (80., Guerreiro), 3:2 M. Götze (84., Hakimi), 3:3 Gregoritsch (87., Ecke Max), 4:3 Alcácer (90.+6, direkter Freistoß) Eckstöße: 9:6 (Halbzeit 3:4), Chancenverhältnis: 11:8 (3:3) Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart), Gelbe Karten: Reus – Baier, Hahn, Khedira, Gouweleeuw, Caiuby, Finnbogason Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 25 Grad
Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

6. Spieltag - Leverkusen - BVB 2:4

 


Leverkusen

4:2 nach 0:2 – BVB nach Wahnsinnsspiel Spitzenreiter.

Borussia Dortmund hat am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 4:2 (0:2)-Auswärtssieg in Leverkusen wieder die Tabellenführung übernommen. In einem atemberaubenden Spiel schnüffelte Bayer an einem 3:0-Vorsprung, doch dann kam der BVB zurück. Und wie!

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena nutzte Leverkusen in der ersten Halbzeit die sich bietenden Chancen durch Weiser (9.) und Tah (39.) konsequent, während der BVB nie aufgab, durch Treffer von Bruun Larsen (65.) und Reus (69.) ausglich. Doch es kam noch besser: Alcácer traf zum 3:2 (85.) und 4:2 (90.+4).

Ausgangslage: Leverkusen hatte nach einem Fehlstart mit zuletzt wettbewerbsübergreifend drei Siegen Selbstvertrauen getankt. Dortmund trat als letzter in dieser Saison noch ungeschlagener Klub an und blickte auf eine erfreuliche Serie in der BayArena zurück: In den elf Gastspielen zuvor hatte es nur eine Niederlage gegeben.

Personalien: Im fünften von sieben Spielen binnen 23 Tagen nahm Trainer Lucien Favre nur einen Wechsel vor. Gegenüber dem 7:0 am Mittwoch gegen Nürnberg rutschte Diallo für Schmelzer (Belastungssteuerung) in die Startelf. Nicht zur Verfügung standen Piszczek (leichte muskuläre Beschwerden), die verletzten Toprak, Toljan und Rode sowie der erkrankte Götze. Wolf und Guerreiro zählten wieder im Kader.

Taktik: Nach verbüßter Rotsperre rückte Diallo wieder in die Mannschaft – und erstmals auf die Linksverteidiger-Position im 4-2-3-1 der Borussen, die Probleme hatten mit dem in der ersten Halbzeit über weite Strecken intensiven Pressing der Heimmannschaft, die bei Ballbesitz ebenfalls im 4-2-3-1 spielte, gegen den Ball aber zunächst mit drei, vier Spielern Druck ausübte auf die Schwarzgelben und sich erst in ein 4-4-2 zurückzog, wenn die erste Presslinglinie überspielt war.

Spielverlauf & Analyse: Das intensive Verschieben der Werkself auf den ballführenden Borussen eröffnete wiederum Möglichkeiten, mit Diagonalbällen das Spiel zu verlagern und zu Überzahlsituationen zu kommen. So in der elften Minute, als aus einer solchen Situation heraus Pulisic von rechts in den Strafraum eindringen und aus etwa 13 Metern halbrechter Position abziehen konnte. Torwart Hradecky bekam so eben noch die Arme hoch und parierte. Es war die große Chance zum Ausgleich, nachdem Leverkusen früh in Führung gegangen war. Nach Lars Benders Balleroberung ging es über links, über Havertz und Alario, dessen Flanke Weiser aus gut 20 Metern halbrechter Position ins linke Eck nagelte (9.).

In einer Phase, in der Dortmund dem Ausgleich näher war als Leverkusen dem 2:0 – Hradecky wehrte mit viel Mühe einen Reus-Freistoß aus 25 Metern ab (36.) –, bekamen die Borussen nach einer eigentlich abgewehrten Ecke im Strafraum den Ball nicht weg. Stattdessen landete die Kugel beim freistehenden Tah, der aus sieben Metern zum 2:0 einschob (39.). Erstmals in dieser Saison lagen die Schwarzgelben mit zwei Toren im Hintertreffen, auch wenn es die Spieldaten (6:5 Torschüsse für Leverkusen, aber 51% gewonnene Zweikämpfe Dortmund und 56% Ballbesitz) in dieser Deutlichkeit nicht unbedingt hergaben.

Mit 0:2-Rückstand in die zweiten 45 Minuten Der BVB kam mit Dahoud für Delaney aus der Kabine, und es war überraschend, dass Leverkusen einen offenen Schlagabtausch zuließ, phasenweise mit Vier-gegen-Vier-Angriffen auf beiden Seiten. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Reus nach Bruun-Larsen-Zuspiel den Anschlusstreffer auf dem Fuß, schlenzte den Ball aus zwölf Metern indes knapp über den Querbalken. Auf der anderen Seite wehrte Bürki einen satten Schuss von Brandt zur Ecke ab (50.), rettete der Pfosten bei Vollands Schuss (55.), und war wieder Bürki gefragt, als Havertz aus halbrechter Position zum Abschluss kam (57.).

Borussia wehrte sich nach Kräften gegen die drohende Niederlage. Bruun Larsen scheiterte aus 15 Meter zunächst an Hradecky (62.) und stocherte den Ball kurz darauf zum 1:2 über die Linie. Hakimi hatte von rechts aus dem Halbfeld geflankt, Reus am langen Fünfereck den Ball perfekt mit links volley genommen, und Hradecky hatte nur abklatschen können. Der eingewechselte Alcacer und Bruun Larsen waren zur Stelle, der Däne ein wenig schneller und schob aus zwei Metern ein. (65.)

Vier Minuten später: Ein Abwurf von Bürki führte zum 2:2. Reus trieb den Ball durch die Mitte, spielte nach rechts zum ebenfalls eingewechselten Sancho, der den Kopf oben hatte, den einlaufenden Reus sah und perfekt auflegte: Aus vollem Anlauf drosch Reus die Kugel zum Ausgleich hoch ins Netz (69.). Leverkusen wankte in dieser Phase. Nach Reus‘ Hereingabe zog Alcácer ab, doch ein Bayer-Spieler rettete noch zur Ecke. Doch in der 85. Minute war die Partie dann tatsächlich gedreht: Alcácer passte rechts raus zu Hakimi, der scharf nach innen flankte. Alcácer kam mit dem ausgestreckten Bein heran und katapultierte den Ball via linkem Innenpfosten zum 3:2 ins Netz! Wahnsinn!

In der Nachspielzeit warf Bayer alles nach vorne. Tah köpfte aus fünf Metern am Tor vorbei (90.+1). Und als die letzte Ecke abgewehrt war, konnte Alcácer ins leere Tor schießen...

Ausblick: Heimspiel-Doppelpack: Am Mittwoch (Anstoß 21 Uhr) empfängt Borussia Dortmund in der UEFA Champions League AS Monaco im Signal Iduna Park, drei Tage später gastiert der FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) an der Strobelallee.

Teams & Tore

Bayer Leverkusen: Hradecky – Weiser (70. Jedvai), Tah, S. Bender, Wendell – Kohr, L. Bender – Volland, Havertz, Brandt (79. Paulinho) – Alario (70. Bailey)

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Zagadou, Diallo – Delaney (46. Dahoud), Witsel – Pulisic (68. Sancho), Reus, Bruun Larsen – Philipp (63. Alcácer) Bank: Özcan, Dragovic, Schreck, Kiese Thelin – Hitz, Guerreiro, Wolf, Weigl

Tore: 1:0 Weiser (9., Alario), 2:0 Tah (39., Havertz), 2:1 Bruun Larsen (65., Reus), 2:2 Reus (69., Sancho), 2:3 Alcácer (85., Hakimi), 2:4 Alcácer (90.+4, Sancho) Eckstöße: 6:8 (Halbzeit 3:2), Chancenverhältnis: 7:8 (3:2) Schiedsrichter: Dr. Brych (München), Gelbe Karten: Wendell – Delaney Zuschauer: 30.210 (ausverkauft), Wetter: trocken, 10 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

5. Spieltag - BVB - Nürnberg 7:0

 


Nürnberg

Entfesselter BVB stürmt auf Platz zwei.

Drittes Heimspiel, dritter Heimsieg! Mit einem 7:0 (2:0)-Erfolg über den 1. FC Nürnberg kletterte Borussia Dortmund am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga wieder auf den zweiten Tabellenplatz. Marco Reus schoss sein 99. und 100. Tor für den BVB, Jacob Bruun Larsen, Achraf Hakimi und Manuel Akanji ihr erstes.

75.700 Zuschauer im Signal Iduna Park sahen einen in allen Belangen überlegenen BVB, der dem 1. FC Nürnberg nicht den Hauch einer Chance ließ und die imponierende Heimserie gegen den „Club“ ausbaute. Bruun Larsen (9.), Reus (32.), Hakimi (49.), erneut Reus (58.), Akanji (74.) sowie Jadon Sancho in der 85. und Julian Weigl in der 88. Minute erzielten die Treffer.

Ausgangslage: Dritter gegen Achter: Borussia war mit zwei Heimsiegen und zwei Auswärts-Unentschieden gestartet, der „Club“ ließ der unglücklichen Auftaktniederlage in Berlin einen Heimsieg und zwei Unentschieden folgen. Die Bilanz gegen Nürnberg war verheißungsvoll: Die letzten fünf Heimspiele waren allesamt gewonnen worden; das letzte Tor der Franken in Dortmund datierte aus dem Jahr 2006, der letzte Auswärtssieg aus dem Jahr 1990.

Personalien: Lucien Favre musste weiterhin ohne Guerreiro und Toprak auskommen, zudem fehlte der gesperrte Diallo, dafür war Alcácer (Bank) zurück im Kader. Gegenüber dem 1:1 in Hoffenheim am vergangenen Samstag gab es fünf Änderungen. Hakimi (BVB-Debüt), Zagadou (Saisondebüt), Delaney, Bruun Larsen und Philipp kamen für Piszczek, Dahoud, Kagawa (alle Bank), Diallo (Rote Karte) und Wolf (Belastungssteuerung, nicht im Kader).

Taktik: Mit verändertem Personal, jedoch im mittlerweile gewohnten 4-2-3-1-System gingen die Borussen die Partie an. Die vier Offensiven rochierten viel und machten auf den Außenpositionen Platz für die aufrückenden Außenverteidiger. Defensiv formierte sich der BVB in einem 4-4-2, während Nürnberg engmaschig in einem 5-3-2-Verband verteidigte und darauf achtete, dass der Abstand zwischen den Ketten kurz und damit der Raum für die Borussen eng blieb.

Spielverlauf & Analyse: Dominant von der ersten Minute an war der Auftritt der Schwarzgelben, die früh in Führung gingen. Mit einem explosiven Antritt verschaffte sich Pulisic in halbrechter Position den Platz, den er für ein perfekt getimtes Zuspiel auf den einlaufenden Bruun Larsen benötigte. Der Däne vollendete technisch stark mit einem Heber aus halbrechter Position hoch ins lange Eck (9.). Das Tor war klasse herausgespielt vom 20- und 19-Jährigen, die in der Jugend zweimal gemeinsam Meister geworden waren. Zwei Minuten später hätte Reus auf 2:0 stellen können: Nachdem ihm der Ball im Strafraum vor die Füße gesprungen war, scheiterte er mit seinem Schuss aus zwölf Metern am hervorragend reagierenden Bredlow im Tor des FCN. Und wiederum nur Sekunden später wurde ein Distanzschuss des Kapitäns zur Ecke geblockt.

Die neuformierte BVB-Deckung ließ in der ersten Halbzeit bis auf zwei kleinere Möglichkeiten für Kubo (14.) und Misidjan (18., Außennetz) nichts zu – und sorgte selbst für Akzente: Zagadou spielte einen langen Ball, Pulisic, Philipp und Reus waren im Kurzpassspiel nicht zu fassen, Reus hielt aus 16 Metern drauf. Der Ball wurde von Margreitter auch noch unhaltbar abgefälscht zum 2:0 in der 32. Minute. Besser machte es der Nürnberger Abwehrspieler kurz vor der Pause, als er Philipps Schuss am Einschlag hinderte. Bei 9:2 Torschüssen, 70% Ballbesitz und 54% Zweikampfgewinn war die 2:0-Halbzeitführung hochverdient – und ungefährdet. Borussia bestimmte das Geschehen und verschaffte sich mit Rhythmus- und Tempowechseln immer wieder Vorteile. Dem 3:0 ging allerdings eine abgewehrte Nürnberger Ecke und ein Konter über Reus voraus. Der Kapitän hatte das Auge für den mitgelaufenen, 19 Jahre jungen Hakimi, der die Ruhe und Übersicht hatte, den Ball im Strafraum anzunehmen, die Lücke zu erspähen und ihn platziert im linken Eck zu versenken (49.).

Eine Augenweide war der Treffer zum 4:0. Delaney schlug an der Mittellinie einen Steilpass auf Reus, der im Strafraum Doppelpass spielte mit Bruun Larsen und dann cool ins lange Eck vollendete (58.). Es war der 100. Pflichtspieltreffer des Kapitäns im BVB-Trikot. Kurz darauf war Schluss für Witsel und ihn. Kagawa und Weigl kamen, Akanji übernahm die Binde und traf zum 5:0! Nachdem Bredlow stark gegen Pulisic pariert hatte und die Nürnberger den Ball aus dem Sechzehner schlagen wollten, erkämpfte sich der Schweizer den Ball und jagte ihn ins Netz (74.). Doch damit war nicht Schluss: Delaney schlug noch zwei Klasse-Bälle, die zu den Toren sechs und sieben führten. Zunächst hatte Sancho freie Bahn und versenkte den Ball aus 20 Metern. Dann trat der Engländer als Vorlagengeber in Erscheinung, spielte vom linken Flügel zurück auf Weigl, dessen leicht abgefälschter 17-Meter-Schuss zum 7:0 im Netz landete (88.).

Ausblick: Am Samstag (18.30 Uhr) tritt der BVB zum Bundesligaspiel bei Bayer 04 Leverkusen an. Kommende Woche Mittwoch (21.00 Uhr) kommt es in der UEFA Champions League im Signal Iduna Park zum Duell mit AS Monaco.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Zagadou, Schmelzer – Witsel (62. Weigl), Delaney – Pulisic, Reus (62. Kagawa), Bruun Larsen (74. Sancho) – Philipp

1. FC Nürnberg: Bredlow – Bauer (62. Löwen), Margreitter, Mühl, Leibold – Erras – Valentini, Fuchs (70. Ishak), Behrens, Kubo (86. Pereira) –Misidjan Bank: Hitz, Alcácer, Dahoud, Piszczek – Mathenia, Knöll, Jäger, Palacios

Tore: 1:0 Bruun Larsen (9., Pulisic), 2:0 Reus (32., Philipp), 3:0 Hakimi (49., Reus), 4:0 Reus (58., Bruun Larsen), 5:0 Akanji (74., Pulisic), 6:0 Sancho (88., Delaney), 7:0 Weigl (88., Sancho) Eckstöße: 4:5 (Halbzeit 4:3), Chancenverhältnis: 12:2 (5:1) Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg), Gelbe Karten: – Kubo, Mühl Zuschauer: 75.700, Wetter: trocken, 12 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

4. Spieltag - Hoppelheim - BVB 1:1

 


Hoppelheim

Pulisic gleicht in Unterzahl aus

Borussia Dortmund hat im direkten Duell zweier Champions-League-Teilnehmer einen wichtigen Auswärtspunkt eingefahren: Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga holte der BVB in Unterzahl durch einen Treffer von Christian Pulisic bei der TSG Hoffenheim ein 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Arena ging die TSG kurz vor der Pause durch Joelinton durchaus verdient in Führung. Doch der BVB kämpfte sich in die Partie, steckte eine umstrittene Rote Karte gegen Diallo (76.) weg und glich sechs Minuten vor dem Ende durch Pulisic nach starker Reus-Vorarbeit aus.

Ausgangslage: Im Duell zwischen dem Vorjahres-Dritten und dem -Vierten sprach die Form in der noch jungen Saison weniger für die TSG (1 Sieg, 2 Niederlagen) als für den BVB (2 Siege, 1 Remis). Umgekehrtes sagten die Heim- und Auswärtsbilanzen aus: Während Hoffenheim die vorangegangenen sechs Heimspiele allesamt gewonnen hatte, wartete Dortmund im gleichen Zeitraum auf einen Bundesliga-Auswärtssieg. Beide waren unter der Woche in der UEFA Champions League beschäftigt: Hoffenheim holte auswärts ein 2:2 gegen Donetsk, Borussia siegte glücklich mit 1:0 in Brügge.

Personalien: Lucien Favre wechselte die Mannschaft gegenüber dem Spiel in Brügge auf drei Positionen: Dahoud, Kagawa und Pulisic begannen anstelle von Weigl, Götze und Sancho.

Taktik: Borussia Dortmund trat erneut in einer 4-2-3-1-Grundordnung an, allerdings mit Wolf zentral in der Spitze, Kagawa dahinter und Reus sowie Pulisic auf den Flügeln. Beide tauschten im Verlauf der Partie mehrfach die Seiten. Gegen den Ball ordneten sich die Schwarzgelben im 4-4-2 an, häufig mit Kagawa und Reus in der ersten Pressinglinie. Hoffenheim überließ den Borussen 20 Minuten lang den Ball und damit auch das Mittelfeld, staffelte sich zunächst tief in einem 5-3-2 und setzte auf Fehler beim Gegner, auf blitzschnelle Umschaltaktionen.

Spielverlauf & Analyse: Nach knapp 20 Minuten verzeichneten die Dortmunder 74 Prozent der Spielanteile, kamen trotz ordentlicher Anlage jedoch nicht ernsthaft zum Abschluss. Allerdings hätte es in der sechsten Minute, als Schulz Pulisic auf der Strafraumlinie auf den Fuß trat und der Borusse zu Fall kam, Elfmeter geben müssen. Probleme hatten die Dortmunder auf der rechten Abwehrseite, wo Hoffenheim in Schulz, Zuber und Kramaric jedoch auch drei starke Leute positioniert hatte. Direkt in der ersten Minute führte ein Fehlpass im Aufbau jenseits der Mittellinie zur ersten gefährlichen Situation, die Piszczek erst im letzten Moment bereinigen konnte. Nach gut einer Viertelstunde bewahrte Bürki seine Elf mit einer Klasse-Parade gegen Bittencourt vor dem Rückstand – die Hereingabe kam von Schulz nach einem Konter (18.).

Kurz vor der Pause gingen die Gastgeber in Führung: Nachdem ein TSG-Konter nicht konsequent verteidigt worden war, brachte Brenet den Ball nach innen, im Ping-Pong über Zuber und Diallo gelangte er zu Joelinton, der ihn sich dann im Strafraum noch auf den linken Fuß legen konnte und aus 15 Metern zum 1:0 einschoss (44.).

Hoffenheim, das schon gegen Ende des ersten Durchgangs immer besser ins Spiel gekommen war, sorgte nach der Pause für viel Druck – und erzielte zwei frühe Tore. Doch Bicakcic‘ Kopfballtreffer (50.) nach kurz gespielter Ecke zählte nach Videobeweis nicht, weil Kramaric vor der Hereingabe im Abseits stand. Und nachdem Bürki Joelintons Schuss an den Pfosten gelenkt hatte, befand sich Kramaric bei seinem Nachschuss klar im Abseits (56.). Die Fahne des Linienrichters war sofort oben. Notbremse? Rote Karte gegen Diallo Auf der anderen Seite setzte Kagawa eine Pulisic-Hereingabe nur haarscharf am linken Pfosten vorbei. Und weil auch noch ein Hoffenheimer Fuß involviert war, gab es Eckball, in dessen Folge Piszczeks Schuss im letzten Moment geblockt wurde (56.).

1:1 oder 0:2 – beides war möglich in dieser Phase. Die Partie war hartumkämpft. Favre brachte für Dahoud und Wolf in Delaney und Sancho zwei frische Kräfte (60.); zehn Minuten später kam noch Philipp für Kagawa. Doch kurz darauf waren die Borussen nur noch zehnt: Kramaric und Diallo beharkten sich im Laufduell mit den Armen, Diallo köpfte zurück zu Bürki und riss etwas später den Hoffenheimer um. Die Entscheidung: Notbremse, Rote Karte.

Die Mannschaft zeigte eine starke Reaktion, drängte Hoffenheim mit einem Mann weniger in dessen Hälfte. Schmelzer leitete das 1:1 mit einem starken Pass auf Reus ein, der sich links im Sechzehner durchsetzte und den Ball punktgenau in die Mitte auf Pulisic spielte, dem in der 84. Minute der Ausgleich gelang. Beide Teams spielten in den Schlussminuten auf Sieg. Hoffenheim hatte in Person von Belfodil am langen Pfosten das mögliche 2:1 auf dem Fuß, doch er verzog (90.+2).

Ausblick: „Englische Woche“ auch in der Bundesliga: Am Mittwoch (20.30 Uhr) gastiert der 1. FC Nürnberg im Signal Iduna Park, anschließend wartet in Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr) eine weitere hohe Auswärtshürde auf die Schwarzgelben.

Teams & Tore

TSG Hoffenheim: Baumann – Bicakcic, Vogt, Posch – Brenet, Grillitsch, Schulz – Bittencourt, Zuber (70. Nordtveit) – Joelinton (86. Belfodil), Kramaric (79. Szalai)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud (60. Delaney), Witsel – Pulisic, Kagawa (70. Philipp), Reus – Wolf (60. Sancho) Bank: Kobel, Nelson, Belfodil, Akpoguma, Grifo – Hitz, Zagadou, Hakimi, Bruun Larsen

Tore: 1:0 Joelinton (44.), 1:1 Pulisic (84., Reus) Eckstöße: 3:4 (Halbzeit 2:3), Chancenverhältnis: 8:3 (4:0) Schiedsrichter: Osmers (Hannover), Rote Karte: Diallo (76., Notbremse), Gelbe Karten: Posch, Nordtveit – Dahoud Zuschauer: 30.150 (ausverkauft), Wetter: heiter, 20 Grad Zuschauer: 81.000, Wetter: trocken, 15 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

3. Spieltag - BVB - Frankfurt 3:1

 


Frankfurt

BVB mit Geduld und Effizienz zum Heimsieg

Borussia Dortmund ist mit einem Heimsieg in die „englischen Wochen“ gestartet: Am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte der BVB mit einem hart erarbeiteten 3:1 (1:0) über Eintracht Frankfurt den zweiten Sieg. Abdou Diallo, Marius Wolf und Paco Alcacer erzielten die Tore.

81.000 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Signal Iduna Park – im Gästebereich waren einige Plätze leer geblieben – sahen ein lange Zeit zähes Spiel, in dem die Schwarzgelben gegen dicht gestaffelte Gäste ihre Marschroute nicht aufgaben, statt ins (unnötige) Risiko zu gehen, mit Bedacht versuchten, das Bollwerk zu knacken. So gab es in Halbzeit eins nur eine klare Torchance: Diallo drückte den Ball nach einer Ecke im Nachschuss zum 1:0 über die Linie (36.). Völlig überraschend kam Frankfurt in der 68. Minute durch Haller zum Ausgleich, doch nur vier Minuten später schoss Wolf die Schwarzgelben wieder in Front. In der 88. Minute machte Alcacer mit dem 3:1 den „Deckel drauf“.

Ausgangslage: Borussia Dortmund hatte die vorangegangenen sieben Heimspiele gegen Eintracht Frankfurt allesamt gewonnen. Während der BVB in dieser Saison in Pflichtspielen noch ungeschlagen war (zwei Siege, ein Remis), hatte die SGE in drei ihrer vier Partien den Platz als Verlierer verlassen. In der Bundesliga gab es einen Sieg (in Freiburg) und eine Niederlage (in Unterzahl gegen Bremen).

Personalien: Beim BVB fehlten die verletzten Pulisic, Toprak und Guerreiro. Gegenüber dem 0:0 vor der Länderspielpause in Hannover gab es eine Änderung: Bruun Larsen kam für Witsel, der die anstrengendste Reise hinter sich hatte und daher zunächst auf der Bank Platz nahm, ebenso wie Neuzugang Alcácer. Bei der Eintracht fehlten Rebic, Chandler, Salcedo, Tawatha, Willems und Paciencia.

Taktik: Beide Mannschaften agierten in einer 4-2-3-1-Grundordnung mit hoch stehenden Außenverteidigern und im Aufbau mit einem der beiden Sechser zwischen den Innenverteidigern. Ebenso staffelten sich beide gegen den Ball im 4-4-2. Die Gäste stellten die Dortmunder Passwege gut zu. Sobald die Borussen Haller und Gacinovic in der ersten Pressinglinie überspielt hatten, postierten sich die Frankfurter mit zwei engen Viererreihen und machten es dem BVB so schwer, nach vorne spielen zu können.

Spielverlauf & Analyse: Borussia verzeichnete deutlich mehr Spielanteile – nach 30 Minuten waren es 61 Prozent –, verzichtete aber zugunsten von Spielkontrolle auf zu hohes Risiko gegen einen Gegner, der auf Fehler und schnelle Gegenstöße zu lauern schien. So gab es zwar in der ersten Halbzeit ein deutliches optisches Übergewicht, aber wenn sich die Schwarzgelben mal bis zum gegnerischen Strafraum kombiniert hatten, fehlte die Präzision im Passspiel. Und so war es eine Standardsituation, die den Führungstreffer herbeiführte: Piszczek ließ Bruun Larsens Ecke durch für Diallo, der zunächst per Kopf aus kurzer Distanz an Trapp scheiterte, den Abpraller aber zum 1:0 über die Linie drücken konnte (36.).

Kaum verändertes Bild auch nach dem Seitenwechsel: Borussia suchte vergeblich eine Lücke in der Frankfurter Deckung, und die Hessen gaben ihre Spielanlage nicht auf, hofften stattdessen auf ein „Zufallstor“ – das dann auch fiel. Diallo schoss im Aufbau versehentlich Schmelzer an, so dass der Ball zu da Costa auf der rechten Seite sprang. Der hatte Platz, flankte nach innen, und Haller bugsierte die Kugel zum 1:1 über die Linie (68.).

Doch nur vier Minuten später explodierte der Signal Iduna Park nach einem überragenden Angriff: Der eingewechselte Alcacer spielte einen perfekten Steilpass auf den ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Sancho, der rechts im Strafraum zwei Frankfurter mit einem Haken ins Leere rutschen ließ, quer legte auf Wolf, der den Ball kompromisslos zum 2:1 in die Maschen hämmerte (72.). Fast im Gegenzug jubelten die Gäste über das vermeintliche 2:2, doch der Treffer zählte wegen einer klaren Abseitsstellung von zwei Frankfurtern nicht. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute: Nach einer kurz gespielten Ecke war Sancho zwar vom Ball getrennt worden, doch Alcacer schnappte sich die Kugel und schlenzte sie vom rechten Strafraumeck in die linke Torecke.

Ausblick: Frankfurt war das erste von sieben Spielen innerhalb von 23 Tagen. Nun geht es Schlag auf Schlag weiter: Am Dienstag (21 Uhr) tritt der BVB zum Champions-League-Auftakt beim FC Brügge an, am kommenden Samstag gastiert er bei der TSG Hoffenheim (15.30 Uhr).

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud, Delaney (69. Witsel) – Wolf, Reus, Bruun Larsen (58. Sancho) – Philipp (67. Alcacer) Eintracht Frankfurt: Trapp – da Costa, Abraham, Ndicka, Falette – Torro (84. Müller), Fernandes (63. de Guzman) – Fabián (63. Jovic), Gacinovic, Kostic – Haller Bank: Hitz, Zagadou, Hakimi, Götze – Wiedwald, Hasebe, Russ, Beyreuther Tore: 1:0 Diallo (36., Ecke Bruun Larsen), 1:1 Haller (68., da Costa), 2:1 Wolf (72., Sancho), 3:1 Alcacer (88., Sancho) Eckstöße: 7:1 (Halbzeit 4:0), Chancenverhältnis: 4:1 (1:0) Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz), Gelbe Karte: – Kostic Zuschauer: 81.000, Wetter: trocken, 15 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

2. Spieltag Hannover - BVB 0:0 - Pfosten, Latte, aber keine Tore in Hannover

 


H96

Borussia Dortmund hat am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga den zweiten Saisonsieg verpasst: Bei Hannover 96 gab es am Freitagabend ein 0:0-Unentschieden. Es gab zwar nicht viele Torchancen, aber die wenigen hatten es in sich: Latte und Pfosten verhinderten einen BVB-Treffer.

49.000 Zuschauer in der ausverkauften HDI-Arena sahen ein intensives, von vielen Zweikämpfen geprägtes Spiel, in dem es lange dauerte, bis die ersten Top-Chancen zu verzeichnen war: Reus (42.) und Philipp (60.) trafen Latte und Pfosten. Da Hannover gegen Ende auch zu zwei guten Tormöglichkeiten kam, geht das Remis unterm Strich in Ordnung.

Ausgangslage: 96 war mit einem 1:1 in Bremen, 09 mit einem 4:1 gegen Leipzig in die 56. Bundesliga-Spielzeit gestartet. Nur gegen Bayern München hatte Hannover historisch betrachtet mehr Heimniederlagen (14) hinnehmen müssen als gegen Borussia Dortmund.

Personalien: Gezwungenermaßen musste Lucien Favre eine Änderung in der Startelf vornehmen: Für Pulisic, der wegen muskulärer Probleme zuhause geblieben war, begann Wolf, der schon beim Pokalspiel in Fürth in der Startelf gestanden hatte. Neuzugang Alcácer war ebenfalls nicht mitgefahren nach Hannover.

Taktik: Die Gastgeber spielten in einem 3-5-2-System, in dem Bebou meist hinter den beiden Spitzen agierte. Bei Dortmunder Ballbesitz erweiterten Maina (rechts) und Albornoz (links) die Dreierkette in der Abwehr phasenweise zu einem Fünferverband. Das BVB-Spiel war wie schon gegen Leipzig in einer 4-3-3-Grundordnung angelegt mit Philipp in der Angriffsmitte.

Spielverlauf & Analyse: Im Gegensatz zum Vorjahr (4:2) nahm Hannover sehr aktiv am Spiel teil, ließ den Ball flüssig laufen, kam allerdings in Durchgang eins zu keinem ernsthaften Abschluss: Borussias Deckungsverband wirkte sehr sicher, war auch bei schnellen Gegenangriffen gut sortiert. Im Spiel nach vorn fehlte den Schwarzgelben jedoch zunächst die Wucht, mitunter auch die Genauigkeit im Aufbau gegen laufstarke, früh störende 96er. Das Geschehen fand meist im Mittelfeld statt, wo sich beide Mannschaften sehr viele Zweikämpfe lieferten. In Minute 25 zappelte der Ball zwar im Netz, doch Wolf stand bei seiner Vorlage auf Philipp im Abseits. 2:2 Torschüsse nach 40 Minuten untermauerten, wer das Geschehen bestimmte: die Defensivreihen. Zwei dicke Chancen für Reus kurz vor der Pause Doch dann stand Borussia zweimal dicht vor dem 1:0. Zunächst nahm Reus eine zu kurz geratene Kopfballabwehr auf, zog halbrechts Richtung Tor. Keeper Esser wehrte den Schuss mit dem Fuß zur Ecke ab (40.). Zwei Minuten später traf Reus nach Dahoud-Vorlage aus ähnlicher Situation die Querlatte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte ließ sich der BVB überraschend nach hinten drängen, gestattete 96 zwei, drei Abschlüsse. Auf der anderen Seite traf Philipp im Anschluss an einen Freistoß mit einem Kopfball den Pfosten (60.). Bei einem von Dahoud eingeleiteten Angriff verfehlte Reus in der Strafraumitte die Hereingabe von Wolf nur knapp vor dem dann leeren Tor (68.).

Spätestens ab der 60. Minute hatte der BVB das Spiel wieder fest im Griff, war aber nur in den beschriebenen Szenen zwingend. Auf der anderen Seite blockte Delaney Antons Volleyschuss nach einer Ecke zu einer weiteren Ecke ab (78.), retteten Bürki und Diallo mit vereinten Kräften gegen Wood (88.).

Ausblick: Die Bundesliga macht zugunsten der Nationalteams eine kurze Pause. Weiter geht es für den BVB am Freitag, 14. September, mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Teams & Tore

Teams & Tore
Hannover 96: Esser – Sorg, Anton, Wimmer – Maina, Fossum, Walace, Albornoz (86. Ostrzolek) – Bebou (89. Bakalorz) – Asano (46. Wood), Füllkrug

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Witsel – Dahoud (86. Guerreiro), Delaney – Wolf, Philipp (79. Sancho), Reus Bank: Tschauner, Elez, Haraguchi, Weydandt – Hitz, Hakimi, Götze, Weigl, Toprak

Tore: keine Eckstöße: 4:1 (Halbzeit 1:1), Chancenverhältnis: 2:3 (0:2) Schiedsrichter: Zwayer (Berlin), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 49.000 (ausverkauft), Wetter: heiter, 16 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

Saisonstart 26. August 2018 - BVB feiert tollen Start in die Saison BVB - Leipzig 4:1

 


Bullen

Borussia Dortmund hat die Auftaktbegegnung in die 56. Spielzeit der Fußball-Bundesliga mit 4:1 (3:1) gegen Rasenballsport Leipzig gewonnen. Die Basis für den klaren Sieg legte allerdings Torwart Roman Bürki mit vier herausragenden Paraden. Die Tore erzielten Dahoud, Witsel und „anderthalbmal“ Reus.

Knapp 1.400 Plätze im Gästeblock waren leer geblieben, so dass nur 80.000 Zuschauer zur Saisonpremiere im Signal Iduna Park waren. Sie sahen schon nach 31 Sekunden das 0:1 für Leipzig durch Augustin und nach Dahouds Ausgleich (21.) einen BVB-Doppelschlag kurz vor der Pause: Reus‘ abgefälschter Freistoß führte zum 2:1 (40.), keine drei Minuten später erhöhte Witsel auf 3:1. Überragender Borusse war jedoch Torwart Bürki mit vier Glanzparaden in einer Partie, die in Halbzeit zwei von Leipzig dominiert wurde. In der Nachspielzeit erhöhte Reus auf 4:1 und schoss seine Mannschaft damit an die Tabellenspitze.

Ausgangslage: Für den BVB war es das zweite, für Rasenballsport bereits das siebte Pflichtspiel der Saison. Beide Mannschaften hatten sich im DFB-Pokal nach 0:1-Rückstand durchgesetzt: Leipzig gewann bei Regionalligist Viktoria Köln mit 3:1, Dortmund bei Zweitligist Fürth mit 2:1 nach Verlängerung.

Personalien: Gegenüber dem Pokalspiel in Fürth nahm Favre zwei Änderungen vor: Witsel und Philipp ersetzten Götze und Wolf, dessen Mitwirken wegen einer Trainingsverletzung zunächst fraglich war, er aber auf der Bank Platz nehmen konnte. Bei den Sachsen gab es im Vergleich zum Spiel am Donnerstag bei Zarya Lugansk acht Änderungen.

Taktik: Einher ging bei den Borussen ein Wechsel in der Grundordnung: Wie schon in der Vorbereitung häufig erprobt, schickte Favre sein Team im 4-3-3-System ins Spiel. Witsel agierte als alleiniger Sechser, Dahoud und Delaney, der sich je nach Spielsituation auch tiefer fallen ließ, bekleideten die offensiveren Halbpositionen. Im Angriff kam Reus meist über die linke, Pulisic über die rechte Seite. Philipp hatte sein Betätigungsfeld in der Sturmmitte. Leipzig agierte im 4-4-2 mit sehr offensiven Außen und zunächst frühem, hohem Stören bei Dortmunder Ballbesitz.

Spielverlauf & Analyse: Kalte Dusche nach 31 Sekunden: Im zentralen Mittelfeld, 25 Meter vor dem eigenen Tor, konnte der Ball nicht geklärt werden: Poulsen steckte zu Augustin durch, der Franzose setzte sich gegen Diallo durch und schob zum 0:1 ein. Der BVB hatte in der Anfangsviertelstunde Probleme im Spielaufbau: Die Leipziger liefen früh an, und die durch das frühe Gegentor in dieser Phase nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzenden Schwarzgelben schlugen viele lange Bälle, der überwiegend beim Gegner landeten.

Doch ein Versuch von Delaney aus spitzem Winkel, den Gulacsi parieren konnte, leitete die Wende ein (20.). Noch in der gleichen Minute kam Reus zum Abschluss; doch auch dessen Schuss wurde im Sechzehner geblockt. Dahoud initiierte Sekunden später den nächsten Angriff. Philipp verlängerte die Kugel zu Schmelzer, der von links flankte, und der mitgelaufene Dahoud köpfte artistisch das 1:1 (21.). Es war zugleich Dahouds erstes Tor für den BVB.

Bürki verhinderte mit einer Glanztat gegen Augustin das zweite Gäste-Tor (28.), und dann kam der BVB zu zwei Toren innerhalb von drei Minuten – jeweils per Standardsituation: Zunächst fälschte Sabitzer Reus‘ Freistoßflanke unhaltbar zum 2:1 ab (40.), dann parierte Gulacsi nach Pulisic-Ecke zwar sensationell Delaneys Kopfball, doch Witsel bugsierte den Abpraller artistisch zum 3:1 ins Netz (43.). Mit einer weiteren Weltklasse-Parade vereitelte Bürki vier Minuten nach Wiederbeginn den Anschlusstreffer, als der Schweizer Klostermanns Volleyschuss aus kurzer Distanz zur Ecke parierte. Schwarzgelb ließ das Spiel zu sehr schleifen, hatte nur vermeintlich die Kontrolle über das Spiel. Abgesehen von Dahouds Möglichkeit, die das Ziel knapp verfehlte (57.), gab es bis in die Schlussphase hinein keine zwingenden Aktionen für den BVB, wohl aber für Leipzig: Bürki parierte glänzend gegen Werner (85.) und Bruma (86.).

Dahouds klasse Balleroberung leitete in der Nachspielzeit dann das vierte BVB-Tor ein. Sancho spielte auf Reus, der den Ball aus halblinker Position ins rechte Eck schob und damit nun definitiv sein 100. Bundesliga-Tor bejubeln konnte.

Ausblick: Erneut eine kurze Woche für Schwarzgelb: Weiter geht’s bereits am Freitag bei Hannover 96. Anstoß dort ist um 20.30 Uhr.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer (87. Guerreiro) – Witsel – Dahoud, Delaney – Pulisic (77. Sancho), Philipp (70. Wolf), Reus

Rasenballsport Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Upamecano, Saracchi – Sabitzer (46. Werner), Demme (85. Bruma), Kampl, Forsberg – Poulsen, Augustin (72. Cunha) Bank: Hitz, Zagadou, Hakimi, Götze – Müller, Laimer, Orban, Ilsanker

Tore: 0:1 Augustin (1., Poulsen), 1:1 Dahoud (21., Schmelzer), 2:1 Sabitzer (40., Eigentor, Freistoß Reus), 3:1 Witsel (43., Delaney), 4:1 Reus (90.+1, Sancho) Eckstöße: 7:9 (Halbzeit 4:1, Chancenverhältnis: 6:5 (4:2) Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach), Gelbe Karten: Diallo, Dahoud – Upamecano, Saracchi Zuschauer: 80.000, Wetter: heiter, 19 Grad

Quelle: BVB.de
Otik Counter