Die Bundesliga Begegnungen im Detail.
Saison 2018/2019

Spieltage

4. Spieltag - Hoppelheim - BVB 1:1

 


Hoppelheim

Pulisic gleicht in Unterzahl aus

Borussia Dortmund hat im direkten Duell zweier Champions-League-Teilnehmer einen wichtigen Auswärtspunkt eingefahren: Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga holte der BVB in Unterzahl durch einen Treffer von Christian Pulisic bei der TSG Hoffenheim ein 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Arena ging die TSG kurz vor der Pause durch Joelinton durchaus verdient in Führung. Doch der BVB kämpfte sich in die Partie, steckte eine umstrittene Rote Karte gegen Diallo (76.) weg und glich sechs Minuten vor dem Ende durch Pulisic nach starker Reus-Vorarbeit aus.

Ausgangslage: Im Duell zwischen dem Vorjahres-Dritten und dem -Vierten sprach die Form in der noch jungen Saison weniger für die TSG (1 Sieg, 2 Niederlagen) als für den BVB (2 Siege, 1 Remis). Umgekehrtes sagten die Heim- und Auswärtsbilanzen aus: Während Hoffenheim die vorangegangenen sechs Heimspiele allesamt gewonnen hatte, wartete Dortmund im gleichen Zeitraum auf einen Bundesliga-Auswärtssieg. Beide waren unter der Woche in der UEFA Champions League beschäftigt: Hoffenheim holte auswärts ein 2:2 gegen Donetsk, Borussia siegte glücklich mit 1:0 in Brügge.

Personalien: Lucien Favre wechselte die Mannschaft gegenüber dem Spiel in Brügge auf drei Positionen: Dahoud, Kagawa und Pulisic begannen anstelle von Weigl, Götze und Sancho.

Taktik: Borussia Dortmund trat erneut in einer 4-2-3-1-Grundordnung an, allerdings mit Wolf zentral in der Spitze, Kagawa dahinter und Reus sowie Pulisic auf den Flügeln. Beide tauschten im Verlauf der Partie mehrfach die Seiten. Gegen den Ball ordneten sich die Schwarzgelben im 4-4-2 an, häufig mit Kagawa und Reus in der ersten Pressinglinie. Hoffenheim überließ den Borussen 20 Minuten lang den Ball und damit auch das Mittelfeld, staffelte sich zunächst tief in einem 5-3-2 und setzte auf Fehler beim Gegner, auf blitzschnelle Umschaltaktionen.

Spielverlauf & Analyse: Nach knapp 20 Minuten verzeichneten die Dortmunder 74 Prozent der Spielanteile, kamen trotz ordentlicher Anlage jedoch nicht ernsthaft zum Abschluss. Allerdings hätte es in der sechsten Minute, als Schulz Pulisic auf der Strafraumlinie auf den Fuß trat und der Borusse zu Fall kam, Elfmeter geben müssen. Probleme hatten die Dortmunder auf der rechten Abwehrseite, wo Hoffenheim in Schulz, Zuber und Kramaric jedoch auch drei starke Leute positioniert hatte. Direkt in der ersten Minute führte ein Fehlpass im Aufbau jenseits der Mittellinie zur ersten gefährlichen Situation, die Piszczek erst im letzten Moment bereinigen konnte. Nach gut einer Viertelstunde bewahrte Bürki seine Elf mit einer Klasse-Parade gegen Bittencourt vor dem Rückstand – die Hereingabe kam von Schulz nach einem Konter (18.).

Kurz vor der Pause gingen die Gastgeber in Führung: Nachdem ein TSG-Konter nicht konsequent verteidigt worden war, brachte Brenet den Ball nach innen, im Ping-Pong über Zuber und Diallo gelangte er zu Joelinton, der ihn sich dann im Strafraum noch auf den linken Fuß legen konnte und aus 15 Metern zum 1:0 einschoss (44.).

Hoffenheim, das schon gegen Ende des ersten Durchgangs immer besser ins Spiel gekommen war, sorgte nach der Pause für viel Druck – und erzielte zwei frühe Tore. Doch Bicakcic‘ Kopfballtreffer (50.) nach kurz gespielter Ecke zählte nach Videobeweis nicht, weil Kramaric vor der Hereingabe im Abseits stand. Und nachdem Bürki Joelintons Schuss an den Pfosten gelenkt hatte, befand sich Kramaric bei seinem Nachschuss klar im Abseits (56.). Die Fahne des Linienrichters war sofort oben. Notbremse? Rote Karte gegen Diallo Auf der anderen Seite setzte Kagawa eine Pulisic-Hereingabe nur haarscharf am linken Pfosten vorbei. Und weil auch noch ein Hoffenheimer Fuß involviert war, gab es Eckball, in dessen Folge Piszczeks Schuss im letzten Moment geblockt wurde (56.).

1:1 oder 0:2 – beides war möglich in dieser Phase. Die Partie war hartumkämpft. Favre brachte für Dahoud und Wolf in Delaney und Sancho zwei frische Kräfte (60.); zehn Minuten später kam noch Philipp für Kagawa. Doch kurz darauf waren die Borussen nur noch zehnt: Kramaric und Diallo beharkten sich im Laufduell mit den Armen, Diallo köpfte zurück zu Bürki und riss etwas später den Hoffenheimer um. Die Entscheidung: Notbremse, Rote Karte.

Die Mannschaft zeigte eine starke Reaktion, drängte Hoffenheim mit einem Mann weniger in dessen Hälfte. Schmelzer leitete das 1:1 mit einem starken Pass auf Reus ein, der sich links im Sechzehner durchsetzte und den Ball punktgenau in die Mitte auf Pulisic spielte, dem in der 84. Minute der Ausgleich gelang. Beide Teams spielten in den Schlussminuten auf Sieg. Hoffenheim hatte in Person von Belfodil am langen Pfosten das mögliche 2:1 auf dem Fuß, doch er verzog (90.+2).

Ausblick: „Englische Woche“ auch in der Bundesliga: Am Mittwoch (20.30 Uhr) gastiert der 1. FC Nürnberg im Signal Iduna Park, anschließend wartet in Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr) eine weitere hohe Auswärtshürde auf die Schwarzgelben.

Teams & Tore

TSG Hoffenheim: Baumann – Bicakcic, Vogt, Posch – Brenet, Grillitsch, Schulz – Bittencourt, Zuber (70. Nordtveit) – Joelinton (86. Belfodil), Kramaric (79. Szalai)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud (60. Delaney), Witsel – Pulisic, Kagawa (70. Philipp), Reus – Wolf (60. Sancho) Bank: Kobel, Nelson, Belfodil, Akpoguma, Grifo – Hitz, Zagadou, Hakimi, Bruun Larsen

Tore: 1:0 Joelinton (44.), 1:1 Pulisic (84., Reus) Eckstöße: 3:4 (Halbzeit 2:3), Chancenverhältnis: 8:3 (4:0) Schiedsrichter: Osmers (Hannover), Rote Karte: Diallo (76., Notbremse), Gelbe Karten: Posch, Nordtveit – Dahoud Zuschauer: 30.150 (ausverkauft), Wetter: heiter, 20 Grad Zuschauer: 81.000, Wetter: trocken, 15 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

3. Spieltag - BVB - Frankfurt 3:1

 


Frankfurt

BVB mit Geduld und Effizienz zum Heimsieg

Borussia Dortmund ist mit einem Heimsieg in die „englischen Wochen“ gestartet: Am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte der BVB mit einem hart erarbeiteten 3:1 (1:0) über Eintracht Frankfurt den zweiten Sieg. Abdou Diallo, Marius Wolf und Paco Alcacer erzielten die Tore.

81.000 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Signal Iduna Park – im Gästebereich waren einige Plätze leer geblieben – sahen ein lange Zeit zähes Spiel, in dem die Schwarzgelben gegen dicht gestaffelte Gäste ihre Marschroute nicht aufgaben, statt ins (unnötige) Risiko zu gehen, mit Bedacht versuchten, das Bollwerk zu knacken. So gab es in Halbzeit eins nur eine klare Torchance: Diallo drückte den Ball nach einer Ecke im Nachschuss zum 1:0 über die Linie (36.). Völlig überraschend kam Frankfurt in der 68. Minute durch Haller zum Ausgleich, doch nur vier Minuten später schoss Wolf die Schwarzgelben wieder in Front. In der 88. Minute machte Alcacer mit dem 3:1 den „Deckel drauf“.

Ausgangslage: Borussia Dortmund hatte die vorangegangenen sieben Heimspiele gegen Eintracht Frankfurt allesamt gewonnen. Während der BVB in dieser Saison in Pflichtspielen noch ungeschlagen war (zwei Siege, ein Remis), hatte die SGE in drei ihrer vier Partien den Platz als Verlierer verlassen. In der Bundesliga gab es einen Sieg (in Freiburg) und eine Niederlage (in Unterzahl gegen Bremen).

Personalien: Beim BVB fehlten die verletzten Pulisic, Toprak und Guerreiro. Gegenüber dem 0:0 vor der Länderspielpause in Hannover gab es eine Änderung: Bruun Larsen kam für Witsel, der die anstrengendste Reise hinter sich hatte und daher zunächst auf der Bank Platz nahm, ebenso wie Neuzugang Alcácer. Bei der Eintracht fehlten Rebic, Chandler, Salcedo, Tawatha, Willems und Paciencia.

Taktik: Beide Mannschaften agierten in einer 4-2-3-1-Grundordnung mit hoch stehenden Außenverteidigern und im Aufbau mit einem der beiden Sechser zwischen den Innenverteidigern. Ebenso staffelten sich beide gegen den Ball im 4-4-2. Die Gäste stellten die Dortmunder Passwege gut zu. Sobald die Borussen Haller und Gacinovic in der ersten Pressinglinie überspielt hatten, postierten sich die Frankfurter mit zwei engen Viererreihen und machten es dem BVB so schwer, nach vorne spielen zu können.

Spielverlauf & Analyse: Borussia verzeichnete deutlich mehr Spielanteile – nach 30 Minuten waren es 61 Prozent –, verzichtete aber zugunsten von Spielkontrolle auf zu hohes Risiko gegen einen Gegner, der auf Fehler und schnelle Gegenstöße zu lauern schien. So gab es zwar in der ersten Halbzeit ein deutliches optisches Übergewicht, aber wenn sich die Schwarzgelben mal bis zum gegnerischen Strafraum kombiniert hatten, fehlte die Präzision im Passspiel. Und so war es eine Standardsituation, die den Führungstreffer herbeiführte: Piszczek ließ Bruun Larsens Ecke durch für Diallo, der zunächst per Kopf aus kurzer Distanz an Trapp scheiterte, den Abpraller aber zum 1:0 über die Linie drücken konnte (36.).

Kaum verändertes Bild auch nach dem Seitenwechsel: Borussia suchte vergeblich eine Lücke in der Frankfurter Deckung, und die Hessen gaben ihre Spielanlage nicht auf, hofften stattdessen auf ein „Zufallstor“ – das dann auch fiel. Diallo schoss im Aufbau versehentlich Schmelzer an, so dass der Ball zu da Costa auf der rechten Seite sprang. Der hatte Platz, flankte nach innen, und Haller bugsierte die Kugel zum 1:1 über die Linie (68.).

Doch nur vier Minuten später explodierte der Signal Iduna Park nach einem überragenden Angriff: Der eingewechselte Alcacer spielte einen perfekten Steilpass auf den ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Sancho, der rechts im Strafraum zwei Frankfurter mit einem Haken ins Leere rutschen ließ, quer legte auf Wolf, der den Ball kompromisslos zum 2:1 in die Maschen hämmerte (72.). Fast im Gegenzug jubelten die Gäste über das vermeintliche 2:2, doch der Treffer zählte wegen einer klaren Abseitsstellung von zwei Frankfurtern nicht. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute: Nach einer kurz gespielten Ecke war Sancho zwar vom Ball getrennt worden, doch Alcacer schnappte sich die Kugel und schlenzte sie vom rechten Strafraumeck in die linke Torecke.

Ausblick: Frankfurt war das erste von sieben Spielen innerhalb von 23 Tagen. Nun geht es Schlag auf Schlag weiter: Am Dienstag (21 Uhr) tritt der BVB zum Champions-League-Auftakt beim FC Brügge an, am kommenden Samstag gastiert er bei der TSG Hoffenheim (15.30 Uhr).

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud, Delaney (69. Witsel) – Wolf, Reus, Bruun Larsen (58. Sancho) – Philipp (67. Alcacer) Eintracht Frankfurt: Trapp – da Costa, Abraham, Ndicka, Falette – Torro (84. Müller), Fernandes (63. de Guzman) – Fabián (63. Jovic), Gacinovic, Kostic – Haller Bank: Hitz, Zagadou, Hakimi, Götze – Wiedwald, Hasebe, Russ, Beyreuther Tore: 1:0 Diallo (36., Ecke Bruun Larsen), 1:1 Haller (68., da Costa), 2:1 Wolf (72., Sancho), 3:1 Alcacer (88., Sancho) Eckstöße: 7:1 (Halbzeit 4:0), Chancenverhältnis: 4:1 (1:0) Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz), Gelbe Karte: – Kostic Zuschauer: 81.000, Wetter: trocken, 15 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

2. Spieltag Hannover - BVB =.= - Pfosten, Latte, aber keine Tore in Hannover

 


H96

Borussia Dortmund hat am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga den zweiten Saisonsieg verpasst: Bei Hannover 96 gab es am Freitagabend ein 0:0-Unentschieden. Es gab zwar nicht viele Torchancen, aber die wenigen hatten es in sich: Latte und Pfosten verhinderten einen BVB-Treffer.

49.000 Zuschauer in der ausverkauften HDI-Arena sahen ein intensives, von vielen Zweikämpfen geprägtes Spiel, in dem es lange dauerte, bis die ersten Top-Chancen zu verzeichnen war: Reus (42.) und Philipp (60.) trafen Latte und Pfosten. Da Hannover gegen Ende auch zu zwei guten Tormöglichkeiten kam, geht das Remis unterm Strich in Ordnung.

Ausgangslage: 96 war mit einem 1:1 in Bremen, 09 mit einem 4:1 gegen Leipzig in die 56. Bundesliga-Spielzeit gestartet. Nur gegen Bayern München hatte Hannover historisch betrachtet mehr Heimniederlagen (14) hinnehmen müssen als gegen Borussia Dortmund.

Personalien: Gezwungenermaßen musste Lucien Favre eine Änderung in der Startelf vornehmen: Für Pulisic, der wegen muskulärer Probleme zuhause geblieben war, begann Wolf, der schon beim Pokalspiel in Fürth in der Startelf gestanden hatte. Neuzugang Alcácer war ebenfalls nicht mitgefahren nach Hannover.

Taktik: Die Gastgeber spielten in einem 3-5-2-System, in dem Bebou meist hinter den beiden Spitzen agierte. Bei Dortmunder Ballbesitz erweiterten Maina (rechts) und Albornoz (links) die Dreierkette in der Abwehr phasenweise zu einem Fünferverband. Das BVB-Spiel war wie schon gegen Leipzig in einer 4-3-3-Grundordnung angelegt mit Philipp in der Angriffsmitte.

Spielverlauf & Analyse: Im Gegensatz zum Vorjahr (4:2) nahm Hannover sehr aktiv am Spiel teil, ließ den Ball flüssig laufen, kam allerdings in Durchgang eins zu keinem ernsthaften Abschluss: Borussias Deckungsverband wirkte sehr sicher, war auch bei schnellen Gegenangriffen gut sortiert. Im Spiel nach vorn fehlte den Schwarzgelben jedoch zunächst die Wucht, mitunter auch die Genauigkeit im Aufbau gegen laufstarke, früh störende 96er. Das Geschehen fand meist im Mittelfeld statt, wo sich beide Mannschaften sehr viele Zweikämpfe lieferten. In Minute 25 zappelte der Ball zwar im Netz, doch Wolf stand bei seiner Vorlage auf Philipp im Abseits. 2:2 Torschüsse nach 40 Minuten untermauerten, wer das Geschehen bestimmte: die Defensivreihen. Zwei dicke Chancen für Reus kurz vor der Pause Doch dann stand Borussia zweimal dicht vor dem 1:0. Zunächst nahm Reus eine zu kurz geratene Kopfballabwehr auf, zog halbrechts Richtung Tor. Keeper Esser wehrte den Schuss mit dem Fuß zur Ecke ab (40.). Zwei Minuten später traf Reus nach Dahoud-Vorlage aus ähnlicher Situation die Querlatte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte ließ sich der BVB überraschend nach hinten drängen, gestattete 96 zwei, drei Abschlüsse. Auf der anderen Seite traf Philipp im Anschluss an einen Freistoß mit einem Kopfball den Pfosten (60.). Bei einem von Dahoud eingeleiteten Angriff verfehlte Reus in der Strafraumitte die Hereingabe von Wolf nur knapp vor dem dann leeren Tor (68.).

Spätestens ab der 60. Minute hatte der BVB das Spiel wieder fest im Griff, war aber nur in den beschriebenen Szenen zwingend. Auf der anderen Seite blockte Delaney Antons Volleyschuss nach einer Ecke zu einer weiteren Ecke ab (78.), retteten Bürki und Diallo mit vereinten Kräften gegen Wood (88.).

Ausblick: Die Bundesliga macht zugunsten der Nationalteams eine kurze Pause. Weiter geht es für den BVB am Freitag, 14. September, mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Teams & Tore

Teams & Tore
Hannover 96: Esser – Sorg, Anton, Wimmer – Maina, Fossum, Walace, Albornoz (86. Ostrzolek) – Bebou (89. Bakalorz) – Asano (46. Wood), Füllkrug

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Witsel – Dahoud (86. Guerreiro), Delaney – Wolf, Philipp (79. Sancho), Reus Bank: Tschauner, Elez, Haraguchi, Weydandt – Hitz, Hakimi, Götze, Weigl, Toprak

Tore: keine Eckstöße: 4:1 (Halbzeit 1:1), Chancenverhältnis: 2:3 (0:2) Schiedsrichter: Zwayer (Berlin), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 49.000 (ausverkauft), Wetter: heiter, 16 Grad

Quelle : BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

Saisonstart 26. August 2018 - BVB feiert tollen Start in die Saison BVB - Leipzig 4:1

 


Bullen

Borussia Dortmund hat die Auftaktbegegnung in die 56. Spielzeit der Fußball-Bundesliga mit 4:1 (3:1) gegen Rasenballsport Leipzig gewonnen. Die Basis für den klaren Sieg legte allerdings Torwart Roman Bürki mit vier herausragenden Paraden. Die Tore erzielten Dahoud, Witsel und „anderthalbmal“ Reus.

Knapp 1.400 Plätze im Gästeblock waren leer geblieben, so dass nur 80.000 Zuschauer zur Saisonpremiere im Signal Iduna Park waren. Sie sahen schon nach 31 Sekunden das 0:1 für Leipzig durch Augustin und nach Dahouds Ausgleich (21.) einen BVB-Doppelschlag kurz vor der Pause: Reus‘ abgefälschter Freistoß führte zum 2:1 (40.), keine drei Minuten später erhöhte Witsel auf 3:1. Überragender Borusse war jedoch Torwart Bürki mit vier Glanzparaden in einer Partie, die in Halbzeit zwei von Leipzig dominiert wurde. In der Nachspielzeit erhöhte Reus auf 4:1 und schoss seine Mannschaft damit an die Tabellenspitze.

Ausgangslage: Für den BVB war es das zweite, für Rasenballsport bereits das siebte Pflichtspiel der Saison. Beide Mannschaften hatten sich im DFB-Pokal nach 0:1-Rückstand durchgesetzt: Leipzig gewann bei Regionalligist Viktoria Köln mit 3:1, Dortmund bei Zweitligist Fürth mit 2:1 nach Verlängerung.

Personalien: Gegenüber dem Pokalspiel in Fürth nahm Favre zwei Änderungen vor: Witsel und Philipp ersetzten Götze und Wolf, dessen Mitwirken wegen einer Trainingsverletzung zunächst fraglich war, er aber auf der Bank Platz nehmen konnte. Bei den Sachsen gab es im Vergleich zum Spiel am Donnerstag bei Zarya Lugansk acht Änderungen.

Taktik: Einher ging bei den Borussen ein Wechsel in der Grundordnung: Wie schon in der Vorbereitung häufig erprobt, schickte Favre sein Team im 4-3-3-System ins Spiel. Witsel agierte als alleiniger Sechser, Dahoud und Delaney, der sich je nach Spielsituation auch tiefer fallen ließ, bekleideten die offensiveren Halbpositionen. Im Angriff kam Reus meist über die linke, Pulisic über die rechte Seite. Philipp hatte sein Betätigungsfeld in der Sturmmitte. Leipzig agierte im 4-4-2 mit sehr offensiven Außen und zunächst frühem, hohem Stören bei Dortmunder Ballbesitz.

Spielverlauf & Analyse: Kalte Dusche nach 31 Sekunden: Im zentralen Mittelfeld, 25 Meter vor dem eigenen Tor, konnte der Ball nicht geklärt werden: Poulsen steckte zu Augustin durch, der Franzose setzte sich gegen Diallo durch und schob zum 0:1 ein. Der BVB hatte in der Anfangsviertelstunde Probleme im Spielaufbau: Die Leipziger liefen früh an, und die durch das frühe Gegentor in dieser Phase nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzenden Schwarzgelben schlugen viele lange Bälle, der überwiegend beim Gegner landeten.

Doch ein Versuch von Delaney aus spitzem Winkel, den Gulacsi parieren konnte, leitete die Wende ein (20.). Noch in der gleichen Minute kam Reus zum Abschluss; doch auch dessen Schuss wurde im Sechzehner geblockt. Dahoud initiierte Sekunden später den nächsten Angriff. Philipp verlängerte die Kugel zu Schmelzer, der von links flankte, und der mitgelaufene Dahoud köpfte artistisch das 1:1 (21.). Es war zugleich Dahouds erstes Tor für den BVB.

Bürki verhinderte mit einer Glanztat gegen Augustin das zweite Gäste-Tor (28.), und dann kam der BVB zu zwei Toren innerhalb von drei Minuten – jeweils per Standardsituation: Zunächst fälschte Sabitzer Reus‘ Freistoßflanke unhaltbar zum 2:1 ab (40.), dann parierte Gulacsi nach Pulisic-Ecke zwar sensationell Delaneys Kopfball, doch Witsel bugsierte den Abpraller artistisch zum 3:1 ins Netz (43.). Mit einer weiteren Weltklasse-Parade vereitelte Bürki vier Minuten nach Wiederbeginn den Anschlusstreffer, als der Schweizer Klostermanns Volleyschuss aus kurzer Distanz zur Ecke parierte. Schwarzgelb ließ das Spiel zu sehr schleifen, hatte nur vermeintlich die Kontrolle über das Spiel. Abgesehen von Dahouds Möglichkeit, die das Ziel knapp verfehlte (57.), gab es bis in die Schlussphase hinein keine zwingenden Aktionen für den BVB, wohl aber für Leipzig: Bürki parierte glänzend gegen Werner (85.) und Bruma (86.).

Dahouds klasse Balleroberung leitete in der Nachspielzeit dann das vierte BVB-Tor ein. Sancho spielte auf Reus, der den Ball aus halblinker Position ins rechte Eck schob und damit nun definitiv sein 100. Bundesliga-Tor bejubeln konnte.

Ausblick: Erneut eine kurze Woche für Schwarzgelb: Weiter geht’s bereits am Freitag bei Hannover 96. Anstoß dort ist um 20.30 Uhr.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer (87. Guerreiro) – Witsel – Dahoud, Delaney – Pulisic (77. Sancho), Philipp (70. Wolf), Reus

Rasenballsport Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Upamecano, Saracchi – Sabitzer (46. Werner), Demme (85. Bruma), Kampl, Forsberg – Poulsen, Augustin (72. Cunha) Bank: Hitz, Zagadou, Hakimi, Götze – Müller, Laimer, Orban, Ilsanker

Tore: 0:1 Augustin (1., Poulsen), 1:1 Dahoud (21., Schmelzer), 2:1 Sabitzer (40., Eigentor, Freistoß Reus), 3:1 Witsel (43., Delaney), 4:1 Reus (90.+1, Sancho) Eckstöße: 7:9 (Halbzeit 4:1, Chancenverhältnis: 6:5 (4:2) Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach), Gelbe Karten: Diallo, Dahoud – Upamecano, Saracchi Zuschauer: 80.000, Wetter: heiter, 19 Grad

Quelle: BVB.de
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