BVB International
Champions League 2018/2019

Gruppenphase 3. Spieltag BVB - Atletico 4:0

 

Atletico

Borussia Dortmund steht nach dem dritten Sieg im dritten Champions-League-Spiel mit einem Bein im Achtelfinale! Die Schwarzgelben ließen sich auf ihrem Siegeszug auch nicht von Atlético Madrid stoppen und feierten mit dem 4:0 (1:0)-Erfolg über Spaniens Vizemeister den wettbewerbsübergreifend sechsten Sieg in Serie.

66.099 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen ein intensives, spannendes Spiel, in dem der BVB in der 38. Minute durch Witsel verdient in Führung ging, zu Beginn des zweiten Durchgangs gegen ein immer stärker werdendes Atlético ins Wanken geriet, in der 73. Minute aber durch Guerreiro das 2:0 und zehn Minuten später durch Sancho das 3:0 bejubelte. Vorbereitet wurden diese beiden Treffer vom überragenden Hakimi. Kurz vor Schluss markierte Guerreiro sogar noch das 4:0!

Ausgangslage: Zwölfter gegen Dritter – wenn man die Fünf-Jahres-Wertung der UEFA zugrunde legt. Beide Mannschaften waren mit Siegen gegen Brügge und Monaco in den Wettbewerb gestartet und führten die Tabelle mit jeweils sechs Punkten an. In den bisherigen direkten Duellen (1965/66 und 1996/97) kam der BVB zu zwei Siegen und einem Unentschieden bei einer Niederlage.

Personalien: Neben Schmelzer und Akanji fiel auch Alcácer verletzt aus. Gegenüber dem 4:0-Erfolg am Samstag in Stuttgart änderte Favre die Mannschaft auf zwei Positionen: Pulisic und Götze begannen anstelle von Sancho (Bank) und Alcácer.

Taktik: Es blieb beim 4-2-3-1 – und Reus auf der „10“. Götze sollte vorn als „falsche 9“ die Bälle festmachen, bot sich permanent als Anspielstation an. Gegen den Ball formierten sich die Schwarzgelben – ebenfalls wie gewohnt – in einem 4-4-2; dann mit Reus neben Götze. Der BVB war bemüht, mit schnellen, flachen Ballpassagen Lücken zu finden im 4-4-2 der Gäste, die die linke Seite häufig mit Filipe Luis, Koke und Stürmer Griezmann überluden.

Spielverlauf & Analyse: Taktisch und technisch war es von Beginn an ein Spiel auf Champions-League-Niveau. Der BVB agierte sehr ballsicher, kam vor allem über die linke Seite mit Bruun Larsen und Hakimi zu guten Offensiv-Ansätzen. Allerdings ließ Madrids Abwehr lange Zeit nichts anbrennen. So blieben in einem zwar intensiven und interessanten Spiel Torszenen zunächst Mangelware. Griezmann zeigte zwar, dass man ihn nie aus den Augen lassen darf – als das mal passierte, kam der Franzose sofort zum Abschluss (11.) –, aber ansonsten hatten die Borussen den Angriff der Madrilenen in der ersten Halbzeit komplett im Griff und setzten selbst Akzente. Witsels Distanzschuss war im Wortsinn ein erster Warnschuss (21.). Dann zog Hakimi mit Tempo von links nach innen, Sául klärte und legte zugleich unfreiwillig auf für Pulisic, der den Ball aus 13 Metern halbrechter Position knapp übers Tor schlenzte.

Dann die 38. Minute: Pulisic zog von rechts nach innen, Dahoud leitete weiter auf den linken Flügel zu Hakimi, der den freistehenden Witsel sah, zurückspielte zum Belgier, der noch ein paar Schritte nach innen zog, und von Lucas abgefälscht landete der Ball unhaltbar zum 1:0 im Netz. Kurz darauf hätte Zagadou nachlegen können, doch der Kopfball des jungen Franzosen nach einer Ecke verfehlte das Ziel haarscharf (42.). Mit einem verdienten 1:0, aber auch mit zwei verletzten Spielern (Delaney musste nach 35 Minuten runter – Dahoud kam –, Piszczek musste nach Lemars Tritt in die Augenpartie genäht werden) ging es in die Pause. Atlético kam mit viel Feuer aus der Kabine, schnürte die Borussen phasenweise in deren Hälfte ein, provozierte Ballverluste und kam zu Chancen. Die beste hatte Sául in der 52. Minute, als sein Schuss das Lattenkreuz traf. Dortmund kam zunächst kaum noch kontrolliert in die gegnerische Hälfte und somit auch nicht zu entlastenden Aktionen. Dann aber dribbelte sich Reus durch die gegnerischen Reihen, doch ehe er links im Strafraum am Fünfmetereck abziehen konnte, war Hakimi dazwischen und verhinderte unfreiwillig die Großchance (66.) – was für ein Missverständnis!

Mit der Hereinnahme von Guerreiro für Bruun Larsen hatte Favre kurz zuvor versucht, das Spiel zu stabilisieren. Der Schachzug ging auf. Und wie! In der 73. Minute leitete der Portugiese einen Angriff über Dahoud und Hakimi ein und war rechtzeitig in der Angriffsmitte, um die scharfe Hereingabe des Marokkaners zum 2:0 über die Linie zu drücken. Doch Atlético gab sich noch nicht geschlagen. Bürki lenkte mit einer Weltklasse-Parade den Schuss des eingewechselten Correa an den Pfosten (78.), Griezmanns Schuss ging ans Außennetz (80.). Kurz darauf führte ein Konter zur Entscheidung: Götze legte mit dem Außenrist in den Lauf des unaufhaltsamen Hakimi. Die Real-Leihgabe drang von links in den Strafraum ein und legte im richtigen Moment quer zu Joker Sancho, der zum 3:0 einschob (83.). Und es kam noch besser: Einen Fehlpass von Filipe Luis am eigenen Strafraum nutzte Guerreiro zu seinem zweiten Treffer des Abends (89.).

Ausblick: Am Samstag trifft der BVB in der Bundesliga auf Hertha BSC. Anstoß im Signal Iduna Park ist um 15.30 Uhr. Das Rückspiel beim Atlético Madrid wird am 6. November ausgetragen.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Diallo, Zagadou, Hakimi – Witsel, Delaney (35. Dahoud) – Pulisic (79. Sancho), Reus, Bruun Larsen (63. Guerreiro) – Götze

Atlético Madrid: Oblak – Juanfran, Godin, Hernandez, Filipe Luis – Lemar, Thomas (46. Rodrigo), Saul Niguez (70. Correa), Koke – Diego Costa, Griezmann Bank: Hitz, Philipp, Weigl, Toprak – Adan, Arias, Kalinic, Savic, Vitolo

Tore: 1:0 Witsel (38., Hakimi), 2:0 Guerreiro (73., Hakimi), 3:0 Sancho (83., Hakimi), 4:0 Guerreiro (89.) Eckstöße: 4:5 (Halbzeit 2:2), Chancenverhältnis: 7:4 (3:0) Schiedsrichter: Taylor (England), Gelbe Karten: Diallo, Zagadou – Thomas, Lemar, Filipe Luis, Diego Costa, Correa Zuschauer: 66.099 (ausverkauft), Wetter: trocken, 12 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

Gruppenphase 2. Spieltag AS Monaco 3:0

 

AS Monaco

Bruun Larsen, Alcácer und Reus schießen Schwarzgelb zum Sieg.

Zweiter Sieg im zweiten Spiel! Mit einem 3:0 (0:0)-Erfolg über AS Monaco hat Borussia Dortmund am 2. Spieltag der UEFA Champions League einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Nach der Länderspielpause kommt es zu den direkten Duellen mit dem Topfavoriten der Gruppe A, Atlético Madrid.

66.099 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen ein taktisch hervorragend eingestelltes Team von AS Monaco, das den Dortmunder Angriffsschwung nach zuvor elf Toren in den vergangenen zwei Spielen eine Halbzeit lang zu bremsen verstand. Doch der eingewechselte Bruun Larsen schoss den BVB in der 50. Minute in Führung, und nachdem er zuvor einen Elfmeter verschossen hatte (69.), erhöhte Alcácer in Minute 72 auf 2:0. Der BVB dominierte den zweiten Durchgang nach Belieben und fuhr einen hochverdienten 3:0-Sieg ein: In der Nachspielzeit traf Reus.

Ausgangslage: Zum zweiten Mal nach 2016 (UEFA Champions League, Viertelfinale, 2:3/1:3) trafen beide Klubs aufeinander. Während der BVB in wettbewerbsübergreifend acht Partien der laufenden Saison noch unbesiegt war (6 Siege, 2 Remis), hatte AS Monaco keine der letzten acht Begegnungen gewinnen können (drei Remis, fünf Niederlagen). Borussia Dortmund war mit einem 1:0 beim FC Brügge, AS Monaco mit einem 1:2 gegen Atlético Madrid in den Wettbewerb gestartet.

Personalien: Lucien Favre musste auf Pulisic (Faserriss) sowie Schmelzer und Kagawa (Knie- bzw. Sprunggelenk-Beschwerden) verzichten und nahm gegenüber dem 4:2 am Samstag in Leverkusen vier Wechsel vor: Piszczek, Sancho, Wolf und Alcácer begannen für Hakimi, Bruun Larsen und Philipp (alle Bank) sowie Pulisic (verletzt).

Taktik: Monaco begegnete dem Dortmunder 4-2-3-1 in einer 3-4-1-2-Grundordnung, die sich defensiv in ein 5-3-2 verschob, spielte gut geordnet mit engen Abständen zwischen den Ketten, aggressiv gegen den Ball, teilweise mit vier Akteuren im Gegenpressing.

Spielverlauf & Analyse: In den ersten Minuten hatte der Gegner Schwierigkeiten, den schwarzgelben Spielfluss zu unterbinden, stand dann aber schon früh sehr sicher in der Defensive und sorgte auch offensiv für Nadelstiche: Tielemanns‘ 20-Meter-Schuss war eine Herausforderung für Bürki, der die Kugel aus dem Winkel fischte (19.). Borussias Spiel litt an Ungenauigkeiten und zu wenig Tempo in den Aktionen. Wenn es schnell ging, wurde es prompt gefährlich: Wolf auf Delaney, der an der Strafraumlinie zurück zu Alcácer, der es mit einem Schlenzer versuchte: knapp vorbei (33.). Sechs Minuten später schoss Wolf aus 14 Metern aus der Drehung aufs Tor. Benaglio, der noch vor der Pause verletzt raus musste, parierte den zudem abgefälschten Ball glänzend. 60% Ballbesitz und eine Zweikampfquote von 65% sprachen zwar für den BVB, doch das Remis zur Pause ging vollauf in Ordnung: Monaco präsentierte sich so wie von Favre erwartet – stark!

Und wieder einmal wechselte Favre einen Torschützen ein: Wolf blieb in der Kabine, und nach einem tollen Zuspiel von Sancho durch die Schnittstelle der Abwehr nagelte Bruun Larsen die Kugel aus neun Metern ins Netz (50.). Jemerson hob das Abseits auf. Zuvor hatten Reus und Witsel den Ball am rechten Flügel erobert.

Nun lief es bei Schwarzgelb. Nach Piszczeks Hereingabe ließ Alcácer den Ball durch für Reus, der sofort abzog, das Tor jedoch um wenige Zentimeter verfehlte (62.). Sechs Minuten später machte es Alcácer noch „genauer“. Nach Weigls Zuspiel war Reus von Glik gefoult worden – Elfmeter. Der Spanier schnappte sich den Ball und schoss ihn knallhart an die Unterkante der Latte, von wo er zurücksprang ins Feld. Und wieder drei Zeigerumdrehungen später lupfte Sancho ein Weigl-Zuspiel übers Tor (71.).

Doch dann schlug Alcácer zu: Reus nahm einen Fehlpass der Monegassen auf, leitete direkt weiter zum Spanier, der Torwart Subasic sowie zwei Abwehrspieler aussteigen ließ und dann aus halblinker Position ins leere Gehäuse schoss (72.). In der Nachspielzeit traf Reus nach Bruun-Larsen-Vorarbeit zum 3:0-Endstand.

Ausblick: Nach der Länderspielpause folgen die direkten Duelle mit Atlético am 24. Oktober in Dortmund sowie am 6. November in Madrid. Vor der Pause steht noch das Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg auf dem Spielplan.

Teams & Tore

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Zagadou, Diallo – Witsel, Delaney (65. Weigl) – Sancho (84. Philipp), Reus, Wolf (46. Bruun Larsen) – Alcácer

AS Monaco: Benaglio (45. Subasic) – Raggi, Glik, Jemerson – Sidibé, Tielemans, Aholou, Henrichs – Golovin (77. Chadli) – Falcao, Sylla (70. Grandsir) Bank: Hitz, Hakimi, Guerreiro, Dahoud – Barreca, N’Doram, Ait Bennasser, Diop

Tore: 1:0 Bruun Larsen (50., Sancho), 2:0 Alcácer (72., Reus), 3:0 Reus (90.+2, Bruun Larsen) Eckstöße: 3:1 (Halbzeit 3:1), Chancenverhältnis: 8:2 (2:1) Schiedsrichter: Kulbakov (Weißrussland), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 66.099 (ausverkauft), Wetter: trocken, 10 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

Gruppenphase 1. Spieltag Club Brügge-BVB 0:1

 

Club Brugge

Borussia Dortmund ist mit einem Auswärtssieg in die UEFA Champions League gestartet: Der BVB setzte sich beim belgischen Meister FC Brügge durch ein Tor von Geburtstagskind Christian Pulisic (20) mit 1:0 (0:0) durch.

Vor 25.181 Zuschauern im nicht ausverkauften Jan-Breydel-Stadion war Borussia bis auf eine Phase Mitte der ersten Halbzeit zwar dominant, aber kaum torgefährlich. Die klaren Möglichkeiten lagen lange eindeutig auf Seiten der Gastgeber, auch wenn sie sich in Durchgang zwei weitgehend in der Defensive beschäftigt sahen. Und wieder hatte Favre bei seinem Wechseln ein glückliches Händchen: Pulisic erzielte in der 85. Minute mit großer Unterstützung des Gegners den Siegtreffer.

Ausgangslage: Nach 1987 und 2003 war es das dritte Gastspiel für den BVB in Brügge, und es sollte möglichst der erste Sieg her. „Sie haben die besten Fußballer in Belgien“, äußerte Landsmann Axel Witsel vor der Begegnung: „Aber mit unserer Qualität und diesen Spielern sollten wir am Dienstag gewinnen.“ Brügge trat mit einer Serie von zehn sieglosen Partien in der UEFA Champions League an; der BVB hoffte auf den ersten Auswärtssieg seit sechs Partien.

Personalien: Trainer Lucien Favre musste ohne Delaney (Kniebeschwerden), Alcácer (musk. Probleme),Toprak (Faserriss) sowie Guerreiro (muskuläre Probleme) auskommen und änderte die Startelf gegenüber dem Freitagspiel in der Bundesliga gegen Frankfurt (3:1) auf vier Positionen. Weigl, Witsel, Götze und Sancho kamen für Delaney, Dahoud, Bruun Larsen und Philipp.

Taktik: Wie zuletzt in der Liga gegen Frankfurt spielte der BVB in einer 4-2-3-1-Grundordnung, diesmal mit Weigl und Witsel auf der Doppelsechs. Götze – als zentraler Mann der offensiven Dreierreihe – und der nominell in der Spitze aufgebotene Reus tauschten mehrfach die Rollen. Brügge trat in einem sehr variabel umgesetzten 3-5-2 an mit zwei offensiven Mittelfeldspielern (Vanaken, Vormer) hinter zwei Spitzen. Zudem schalteten sich die Außen Danjuma auf der linken sowie Vlientinck auf der rechten Seite häufig mit ins Angriffsspiel ein. Gegen den Ball war es meist ein 4-4-2 bei den Gastgebern: Während Vlientinck den Abwehrverband zu einer Viererkette erweiterte, war sein Pendant Danjuma eine Reihe davor postiert.

Spielverlauf & Analyse: Borussia wäre nach 13 Sekunden fast der Führungstreffer geglückt: Nachdem Reus einen ungenauen Ball des Torwarts erzwungen hatte, verfehlte Wolf aus 25 Metern das fast leere Tor. Brügge agierte zunächst abwartend, erhöhte ab der 20. Minute die Schlagzahl, was sofort zu Chancen führte: Reus klärte vor dem eigenen Tor Vossens Schuss, anschließend parierte Bürki gegen Danjuma (23.), strich ein weiterer Distanzschuss (Vormer, 24.) nur knapp vorbei. Immerhin steigerte sich Borussia umgehend, kontrollierte in der Folge wieder das Geschehen. Doch bei Denswils Kracher aus der zweiten Reihe fehlte abermals nicht viel (39.). Das 0:0 zur Pause war aus Dortmunder Sicht ein gutes Ergebnis, auch wenn Diallo nach einer halben Stunde nach Piszczeks Kopfballverlängerung nur haarscharf das 0:1 verpasst hatte und Schmelzer eine Flanke von Akanji knapp am Tor vorbeiköpfte (45.).

Viel mehr Struktur in Halbzeit zwei Borussia spielte nach dem Wechsel zwar strukturierter, ließ aber rund um den Strafraum weiterhin Passschärfe und -präzision vermissen, brachte sich defensiv zudem zweimal unnötig in Bedrängnis. Favre reagierte nach einer Stunde zunächst mit der Hereinnahme von Kagawa für Götze, was ebenso positionsgetreu war, wie der Tausch Pulisic/Sancho (69.). Von Brügge kam in dieser Phase offensiv gar nichts mehr, hielt aber hinten die Reihen geschlossen. Piszczek setzte in der 80. Minute Schmelzers Hereingabe knapp am rechten Pfosten vorbei, auf der anderen Seite lief Openda nach einem Fehlpass der Borussen im Aufbau allein auf Bürki zu – der Schweizer parierte stark (83.)!

Im Gegenzug spielte der ebenfalls eingewechselte Dahoud einen Ball in den Strafraum. Mitrovic schoss beim Klärungsversuch Pulisic an, von dessen Bein der Ball zum 0:1 ins Tor sprang! Damit bereitete sich der US-Boy sein schönstes Geburtstagsgeschenk. In der dreiminütigen Nachspielzeit wurde Dahouds Schuss gerade noch zur Ecke abgeblockt (90.+2).

Ausblick: Nächster Gegner in der UEFA Champions League ist am 3. Oktober AS Monaco. In der Bundesliga tritt der BVB am Samstag (15.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim an.

Teams & Tore

FC Brügge: Letica – Poulain, Mitrovic, Denswil – Vlientick (56. Cools), Rits, Danjuma (76. Dennis) – Vormer, Vanaken – Wesley, Vossen (82. Openda)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Weigl (84. Dahoud), Witsel – Wolf, Götze (62. Kagawa), Sancho (69. Pulisic) – Reus Bank: Horvath, Amrabat, Schrijvers, Mechele – Hitz, Zagadou, Hakimi, Philipp

Tor: 0:1 Pulisic (85., Dahoud) Eckstöße: 4:6 (Halbzeit 3:4), Chancenverhältnis: 5:4 (4:2) Schiedsrichter: Makkelie (Niederlande), Gelbe Karten: – Weigl, Kagawa Zuschauer: etwa 28.500, Wetter: trocken, 19 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

Road to Madrid

 

Die Gruppe A der UEFA Champions League 2018/19 ist für Borussia Dortmund ein Rendezvous mit der eigenen Geschichte. Rein sportlich betrachtet ist es eine ausgewogene, ambitionierte Gruppe.

Atlético Madrid ist auf den ersten Blick der stärkste der drei Gegner. Der UEFA-Koeffizient weist dies mit 140 Punkten aus. Allein Titelverteidiger und Borussia Dortmunds Dauerrivale in der Königsklasse, Real Madrid, ist höher eingestuft im Ranking (162 Punkte) der 32 Teilnehmer an der Gruppenphase. Insgesamt zehn Mal Spanischer Meister (zuletzt 2014) und unter Trainer Diego Simeone zu einem absoluten Top-Team gereift: 2018 gewann die Mannschaft die UEFA Europa League und zudem – als ausdrucksvolles Zeichen der Stärke – den europäischen Supercup gegen den amtierenden Champions-League-Sieger Real Madrid. „Atlético ist eine sehr erfahrene und gut organisierte Mannschaft“, sagt BVB-Trainer Lucien Favre über Spaniens Vizemeister, der 2014 und 2016 im Champions-League-Finale stand (und beide Male auf dramatische Weise gegen Real verlor).

Borussia Dortmund hat gute Erinnerungen an Atlético Madrid. Sowohl 1965/66 als auch 1996/97 waren die Spanier eine Station auf dem Weg zu den beiden Europapokalsiegen. Am 2. März 1966 konnte der BVB als erster deutscher Klub Atlético im internationalen Wettbewerb eine Niederlage beibringen: Am 1. März 1966 siegte er durch ein Tor von Lothar Emmerich mit 1:0 (und gewann später gegen den FC Liverpool den Europapokal der Pokalsieger). Am 16. Oktober 1996 erzielte Stefan Reuter in der Gruppenphase der UEFA Champions League für eine stark ersatzgeschwächte Borussia den 1:0-Siegtreffer im Estadio Vicente Calderon. Am Ende jener Reise stand der 3:1-Triumph über Juventus Turin im Champions-League-Finale 1997.

Die Duelle mit AS Monaco, Frankreichs Vizemeister, sind noch in frischer Erinnerung. Im Frühjahr 2017 schied Borussia Dortmund unter sehr unglücklichen Umständen nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus im Viertelfinale der UEFA Champions aus. Dass diese beiden Begegnungen dem BVB die Niederlagen sieben und acht gegen einen Kontrahenten aus der Ligue 1 bescherten (bei 7 Siegen und 5 Unentschieden) ist nur von statistischer Relevanz. Trotz personellen Aderlasses – unter anderem verließ der kommende Weltstar Kylian Mbappé den Klub – konnte Frankreichs Meister von 2017 den Vorjahreserfolg durchaus bestätigen: Die Monegassen landeten hinter Paris Saint-Germain auf Rang zwei. „Vorletzte Saison haben sie Manchester City ausgeschaltet und sind erst im Halbfinale gescheitert“, betont Favre.

Der FC Brügge ist Belgiens amtierender Meister. Zum 15. Mal holte die Mannschaft den Titel. In keinster Weise Ursache und doch das Symbol für die Finanzkrise von Borussia Dortmund aus dem Jahr 2004 ist der Klub aus der lediglich 118.000 Einwohner zählenden Stadt in Westflandern. Am letzten Spieltag der Saison 2002/2003 verspielte Borussia Dortmund durch ein 1:1 im Bundesliga-Heimspiel gegen Energie Cottbus – Latte, Pfosten, Abschlusspech – die Vizemeisterschaft, damit auch die Direktzulassung zur UEFA Champions League und musste in die K.o.-Spiele gegen den FC Brügge. Roman Weidenfeller wahrte mit etlichen Paraden im Hinspiel (1:2) die Chancen aufs Weiterkommen, Marcio Amoroso und Ewerthon erzwangen mit ihren Treffern im dramatischen Rückspiel Verlängerung und Elfmeterschießen, in dem Abwehrmann André
Bergdölmo und eben der eigentliche Erfolgsgarant Amoroso verschossen.

„Das ist eine spannende, insgesamt sportlich recht ausgeglichene Gruppe“, sagt Hans-Joachim Watzke: „Wir haben den Anspruch, in der Champions League zu überwintern und gehen mit viel Optimismus in diese Partien gegen starke Gegner!“ All diese Gegner haben ihren Reiz, ihre Geschichte und ihre Geschichten. Michael Zorc war bei all diesen früheren Begegnungen dabei. Als Spieler und in sportlich verantwortlicher Position: „Wir freuen uns sehr auf den Start in der Königsklasse!“

10./11. Juli: 1. Qualifikationsrunde, Hinspiel
17./18. Juli: 1. Qualifikationsrunde, Rückspiel
24./25. Juli: 2. Qualifikationsrunde, Hinspiel
31. Juli/1. August: 2. Qualifikationsrunde, Rückspiel
7./8. August: 3. Qualifikationsrunde, Hinspiel
14. August: 3. Qualifikationsrunde, Rückspiel
21./22. August: Play-off-Runde, Hinspiel
28./29. August: Play-off-Runde, Rückspiel

18./19. September: Gruppenphase, 1. Spieltag
2./3. Oktober: Gruppenphase, 2. Spieltag
23./24. Oktober: Gruppenphase, 3. Spieltag
6./7. November: Gruppenphase, 4. Spieltag
27./28. November: Gruppenphase, 5. Spieltag
11./12. Dezember: Gruppenphase, 6. Spieltag

12./13./19./20. Februar: Achtelfinale, Hinspiel
5./6./12./13. März: Achtelfinale, Rückspiel
9./10. April: Viertelfinale, Hinspiel
16./17. April: Viertelfinale, Rückspiel
30. April/1. Mai: Halbfinale, Hinspiel
7./8. Mai: Halbfinale, Rückspiel

Samstag, 1. Juni: Endspiel – Estadio Metropolitano, Madrid

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Ruppert

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